Umsatzwachstum des deutschen Apothekenmarktes im ersten Quartal 2003 bei 7,1%

23.04.2003

Der Umsatz des deutschen Apothekenmarktes belief sich in den ersten drei Monaten des Jahres auf 4,8 Mrd.EUR (Herstellerabgabe-preise, ohne Berücksichtigung der seit Jahresbeginn nach dem Beitragssatzsicherungsgesetz zu gewährenden Rabatte); dies bedeutet eine Steigerung von 7,1% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Damit liegt die Entwicklung des ersten Quartals dieses Jahres nach Umsatz auf dem Niveau der beiden Vorjahre. Die abgesetzte Menge beträgt im ersten Quartal dieses Jahres 434 Mio. Packungen, was einem Wachstum von 3,3% gleichkommt und damit deutlich über den Vorjahren liegt. Der Effekt der seit längerem beobachteten Strukturkomponente ist somit zwar nach wie vor vorhanden, schwächt sich jedoch ab. Der Monat März schlägt im ersten Quartal des Jahres mit 1,6 Mrd. EUR zu Buche, was einer Steigerung von 6,6% gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres entspricht. Die abgesetzte Menge beträgt rund 146 Mio. Packungen, das entspricht einem Plus von 4,6%. Verschreibungspflichtige Präparate verzeichneten im März 2003 ein Umsatzplus von 7,9% bei einem Mengenzuwachs von 2,9%. Rezeptfreie Präparate erzielten ein Umsatzplus von 2,6% und ein Absatzwachstum von 5,9%. Auch im März machte sich der schon im Februar festgestellte Einfluß einer Erkältungs- bzw. Grippewelle zum Teil noch bemerkbar, da einige Medikationen zur Behandlung der Erkrankungen gegenüber dem März 2002 deutliche Umsatzzuwächse verzeichnen: antivirale Mittel (sämtlich verschreibungspflichtig) legten um 52% zu und Grippemittel (zu 98% rezeptfrei) um 50%.

Im aktuellen 1-Jahreszeitraum Umsatzwachstum bei 7,9%

Im 1-Jahreszeitraum April 2002 bis März 2003 erreichte der deutsche Apothekenmarkt ein Umsatzvolumen von 18,8 Mrd. EUR, was gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum (April 2001 bis März 2002) eine Steigerung um 8,0% bedeutet. Nach Menge wurden in diesem Zeitraum 1,7 Mrd. Packungen von Arzneimitteln abgesetzt, was ein Wachstum von 3,4% darstellt. Vor dem Hintergrund der seit längerem festgestellten Strukturkomponente als maßgeblicher Einflußgröße für das Marktwachstum erscheint interessant, wie die Präparate in Abhängigkeit der Dauer ihrer Marktpräsenz wachsen.

Nur neuere Präparate besitzen ein Wachstumspotenzial

Nur neue Präparate besitzen Wachstumschancen wie eine Analyse aller bis einschließlich zum Ende des Jahres 2001 in den Markt eingeführten Präparate dokumentiert. Danach wuchsen rezeptpflichtige Präparate, die in den Jahren 2000/2001 eingeführt wurden, im aktuellen 1-Jahreszeitraum (April 2002 bis März 2003) nach Umsatz um 52%, zwischen 1995 und 1999 eingeführte Medikamente um 13% und zwischen 1990 und 1994 gelaunchte Arzneimittel noch um 5%. Später eingeführte rezeptpflichtige Präparate verzeichnen ein Minuswachstum. Ähnlich verhält es sich bei den rezeptfreien Präparaten, bei welchen in 2000/2001 eingeführte Mittel um 26% wuchsen und zwischen 1995 und 1999 eingeführte Produkte um 7%; länger am Markt befindliche OTC-Präparate verzeichnen hingegen einen Rückgang.

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