Zentrifugen im Überblick: Produkte, Funktion und Anwendung

Eine Zentrifuge ist ein Laborgerät, das mithilfe von Zentrifugalkraft Partikel, Zellen oder Moleküle unterschiedlicher Dichte in einer Flüssigkeit trennt. Auf dieser Seite finden Sie eine Übersicht über Produkte unterschiedlicher Hersteller.

Sie suchen allgemeine Informationen zum Thema? Unser Zentrifugen-Ratgeber gibt Ihnen alle wichtigen Informationen zur Funktionsweise und Anwendung.

Zentrifugen im Überblick: Produkte, Funktion und Anwendung

Eine Zentrifuge ist ein Laborgerät, das mithilfe von Zentrifugalkraft Partikel, Zellen oder Moleküle unterschiedlicher Dichte in einer Flüssigkeit trennt. Auf dieser Seite finden Sie eine Übersicht über Produkte unterschiedlicher Hersteller.

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Zentrifugen im Überblick

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Themenwelt Zentrifugation

Die Zentrifugation ist ein unverzichtbares Verfahren in den Life Sciences. Durch das gezielte Ausnutzen von Zentrifugalkräften ermöglicht sie die Trennung von Zellen, Proteinen und anderen Biomolekülen nach Größe und Dichte. Ob bei der Aufreinigung von therapeutischen Proteinen, der Isolierung von DNA/RNA oder der Trennung von Zellkulturen – die Zentrifugation spielt eine zentrale Rolle in der biologischen und pharmazeutischen Forschung und Produktion.

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Themenwelt Zentrifugation

Die Zentrifugation ist ein unverzichtbares Verfahren in den Life Sciences. Durch das gezielte Ausnutzen von Zentrifugalkräften ermöglicht sie die Trennung von Zellen, Proteinen und anderen Biomolekülen nach Größe und Dichte. Ob bei der Aufreinigung von therapeutischen Proteinen, der Isolierung von DNA/RNA oder der Trennung von Zellkulturen – die Zentrifugation spielt eine zentrale Rolle in der biologischen und pharmazeutischen Forschung und Produktion.

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Ratgeber Zentrifugen: Alles, was Sie wissen müssen, verständlich erklärt

Zentrifugen: Definition, Funktionsweise, Geschichte

Zentrifugen sind Laborgeräte, die Proben durch schnelle Rotation trennen und dabei die Sedimentation von Partikeln unterschiedlicher Dichte beschleunigen. Das Grundprinzip beruht auf der Zentrifugalbeschleunigung: Je schneller ein Rotor dreht und je größer der Radius der Probe zur Rotationsachse ist, desto stärker wirkt die relative Zentrifugalkraft (RCF, angegeben in x g) auf die Probe. Schwerere oder dichtere Bestandteile wandern dabei schneller nach außen als leichtere, wodurch sich Gemische aus Zellen, Zelltrümmern, Proteinen, Nukleinsäuren oder Partikeln auftrennen lassen.

Die Zentrifugalkraft steht in direktem Zusammenhang mit der Drehzahl (angegeben in U/min bzw. rpm) und dem Rotorradius. Eine Verdopplung der Drehzahl vervierfacht die wirkende Kraft, weshalb bereits kleine Drehzahländerungen einen deutlichen Effekt auf die Trenneffizienz haben. Diese physikalische Beziehung ist eine zeitlose Grundlage der Zentrifugationstechnik und unabhängig vom jeweiligen Gerätehersteller.

Aufbau und Komponenten

Eine Zentrifuge besteht im Wesentlichen aus einem Antriebsmotor, einem austauschbaren Rotor sowie einem Steuerungssystem zur Einstellung von Drehzahl, Laufzeit und – bei gekühlten Geräten – Temperatur. Moderne Systeme verfügen zunehmend über digitale Bedienoberflächen, mit denen sich Programme speichern und Rotoren automatisiert erkennen lassen. Diese Rotorerkennung ist ein zentrales technisches Merkmal, da sie Fehlbedienungen wie eine falsche Drehzahlbegrenzung für den eingesetzten Rotortyp verhindert.

Welche Arten von Zentrifugen gibt es?

Die auf dieser Seite gelisteten Produkte lassen sich in mehrere Gerätetypen einteilen, die sich in Kapazität, Kühlfunktion und Einsatzbereich unterscheiden.

Typ Messprinzip Typische Anwendung Beispielprodukte

Kühlzentrifugen

Rotation mit aktiver Temperaturregelung während des Laufs

Temperaturempfindliche Proben wie Zellkulturen oder Proteine

SpinPro® 6 R von Eppendorf, Sigma 3-17 KT von Sigma Laborzentrifugen

Laborzentrifugen

Rotation ohne oder mit optionaler Kühlung, breites Rotorportfolio

Allgemeine Labortrennung, Routinebetrieb

Sigma 3-17 KT von Sigma Laborzentrifugen, SpinPro® 6 R von Eppendorf

Midi-Zentrifugen

Stofftrennung bei mittleren Drehzahlen, kompakte Bauform

Mikrofiltration und Zelltrennung im kleineren Maßstab

IKA G-L von IKA-Werke

Tischzentrifugen

Kompakte Rotation für den direkten Einsatz auf der Laborbank

Schnelle, platzsparende Probentrennung im Laboralltag

Ergänzend listet die Seite Systeme, die auf dem Prinzip der Zentrifugalkraft aufbauen, aber für spezialisierte Anwendungen konzipiert sind, etwa Gegenstromzentrifugen für die Zellernte oder analytische Zentrifugationssysteme zur Partikelcharakterisierung.

Kühlzentrifugen

Kühlzentrifugen halten die Probentemperatur während des gesamten Laufs konstant, was für hitzeempfindliches biologisches Material erforderlich ist. Die SpinPro® 6 R von Eppendorf nutzt dafür ein CO₂-basiertes Kältemittel mit einem GWP von 1 (Global Warming Potential) und ist nach dem ACT 2.0-Standard zertifiziert. Auch die Sigma 3-17 KT von Sigma Laborzentrifugen ist als gekühltes Modell mit einem Fassungsvermögen von 1,6 Litern ausgelegt.

Laborzentrifugen

Laborzentrifugen decken ein breites Einsatzspektrum ab und verfügen häufig über austauschbare Rotorsysteme für unterschiedliche Gefäßgrößen. Die SpinPro® 6 R von Eppendorf setzt auf ein flexibles Rotorportfolio in Kombination mit RFID-gestütztem Rotor-Lifetime-Management, während die Sigma 3-17 KT von Sigma Laborzentrifugen eine sogenannte Biosafe-Rotoren-Familie für sicheres Arbeiten mit biologischem Probenmaterial bereitstellt.

Midi-Zentrifugen

Midi-Zentrifugen sind kompakter als Standlaborzentrifugen, aber leistungsfähiger als reine Tischgeräte. Die IKA G-L von IKA-Werke ist für Stofftrennung bei mittleren Drehzahlen ausgelegt und wird unter anderem für Mikrofiltration und Zelltrennung eingesetzt.

Spezialisierte Zentrifugationssysteme

Neben den klassischen Bauformen listet die Seite auch spezialisierte Systeme: Die Ksep®50 von Sartorius arbeitet nach dem Prinzip der Gegenstromzentrifugation und ist auf die schonende Verarbeitung von Zellsuspensionen ausgelegt. Der LUMiSizer von LUM nutzt Zentrifugalkraft zur analytischen Charakterisierung von Dispersionen und Partikeln statt zur reinen Probenaufbereitung.

Wichtige Kriterien bei der Auswahl einer Zentrifuge

Die Wahl der passenden Zentrifuge hängt von mehreren technischen und praktischen Faktoren ab, die vor dem Kauf abgewogen werden sollten.

  • Kapazität und Fassungsvermögen: Das Probenvolumen bestimmt die benötigte Rotorgröße – Modelle wie die Sigma 3-17 KT von Sigma Laborzentrifugen sind beispielsweise für ein Fassungsvermögen von 1,6 Litern ausgelegt.
  • Kühlfunktion: Für temperaturempfindliche Proben ist eine aktive Kühlung, wie sie die SpinPro® 6 R von Eppendorf bietet, ein entscheidendes Auswahlkriterium.
  • Rotortyp und Wechselsystem: Die Verfügbarkeit unterschiedlicher Rotoren sowie automatisierte Erkennungssysteme (z. B. RFID-basiertes Rotor-Lifetime-Management) beeinflussen sowohl Sicherheit als auch Flexibilität im Laboralltag.
  • Bedienkonzept: Eine intuitive Touch-Steuerung, wie sie bei der Sigma 3-17 KT von Sigma Laborzentrifugen zum Einsatz kommt, erleichtert die tägliche Handhabung.
  • Probenart und Durchsatz: Bei zellbasierten Anwendungen mit hohem Durchsatz kommen spezialisierte Systeme wie die Ksep®50 von Sartorius infrage, die laut Produktbeschreibung Zelldichten von 1 Million bis über 100 Millionen Zellen pro Milliliter verarbeiten kann.

In welchen Bereichen werden Zentrifugen angewendet?

Zentrifugen sind Laborgeräte, die in nahezu allen Bereichen der Life-Science-Forschung und -Produktion zur Probentrennung eingesetzt werden.

Biotechnologie und Zellkultur

In der Zellkultur werden Zentrifugen zur Ernte, Konzentration und Aufreinigung von Zellen verwendet. Die Ksep®50 von Sartorius ist beispielsweise für die schonende Verarbeitung von Zellsuspensionen im Rahmen der Zelltherapieentwicklung ausgelegt und erreicht laut Produktbeschreibung eine Zellrückgewinnung von über 90 % bei einer Veränderung der Zelllebensfähigkeit von unter 5 %.

  • Zellernte aus Bioreaktoren
  • Aufkonzentration von Zellsuspensionen für Zelltherapien
  • Reduzierung der Verarbeitungszeit in geschlossenen Erntesystemen

Klinische Analytik

In klinischen Laboren werden Zentrifugen zur Trennung von Blutbestandteilen und zur Vorbereitung diagnostischer Proben eingesetzt. Modelle mit Kühlfunktion, wie die Sigma 3-17 KT von Sigma Laborzentrifugen, eignen sich dabei für temperaturempfindliche klinische Proben.

Prozessentwicklung und Aufkonzentration

Im Rahmen der Prozessentwicklung dienen Zentrifugen der Aufkonzentration von Wirkstoffen und Zwischenprodukten sowie der Reinigungsvalidierung. Der LUMiSizer von LUM wird in diesem Kontext zur Stabilitätsanalyse von Dispersionen und Emulsionen genutzt.

Mikrofiltration und allgemeine Labortrennung

Für kleinere Trennaufgaben mit mittleren Drehzahlen kommen kompakte Geräte wie die IKA G-L von IKA-Werke zum Einsatz, unter anderem für:

  • Mikrofiltration von Zellsuspensionen
  • Trennung kleinerer Probenvolumina
  • Vorbereitung von Proben für nachgelagerte Analysen

Technologie und Innovationen

Aktuelle Zentrifugen-Generationen integrieren digitale und ressourcenschonende Technologien, die über die reine Rotationstechnik hinausgehen.

RFID-basiertes Rotormanagement

Ein zentraler technologischer Trend ist die automatisierte Rotorverwaltung per RFID. Die SpinPro® 6 R von Eppendorf nutzt dieses System, um die Lebensdauer von Rotoren zu überwachen und Benutzerfehler zu vermeiden. Der Hersteller gibt für den elektrischen Deckelantrieb des Geräts eine getestete Betriebsdauer von mehr als zehn Jahren an.

Klimafreundliche Kühltechnik

Bei gekühlten Zentrifugen gewinnt die Wahl des Kältemittels an Bedeutung. Die SpinPro® 6 R von Eppendorf arbeitet mit einem CO₂-basierten Kältemittel mit einem Treibhauspotenzial (GWP) von 1 und erfüllt die Anforderungen der ACT-2.0-Zertifizierung.

Intuitive Bedienoberflächen

Touch-basierte Steuerungssysteme, wie sie die Sigma 3-17 KT von Sigma Laborzentrifugen verwendet, vereinfachen die Programmierung von Drehzahl, Laufzeit und Temperatur und reduzieren dadurch Bedienfehler im Laboralltag.

Pflege und Wartung von Zentrifugen

Eine Zentrifuge ist ein mechanisch beanspruchtes Laborgerät, dessen sichere Funktion von regelmäßiger Wartung und Rotorpflege abhängt.

Regelmäßige Wartung

Rotoren unterliegen durch die wiederholte Belastung bei hoher Drehzahl einem Materialverschleiß und sollten entsprechend den Herstellerangaben regelmäßig auf Risse oder Korrosion geprüft werden. Systeme mit automatisierter Rotorerkennung, wie das RFID-gestützte Rotor-Lifetime-Management der SpinPro® 6 R von Eppendorf, unterstützen dabei, die zulässige Nutzungsdauer eines Rotors nachzuverfolgen.

Sicherheitskontrollen

Vor jedem Lauf sollten Deckelverriegelung, Rotorbefestigung und Gewichtsausgleich der Probengefäße kontrolliert werden, um Unwuchten und daraus resultierende Schäden zu vermeiden. Biosicherheitsrelevante Rotorsysteme, wie sie bei der Sigma 3-17 KT von Sigma Laborzentrifugen zum Einsatz kommen, tragen zusätzlich zum sicheren Arbeiten mit biologischem Probenmaterial bei.

Fehlerbehebung

Bei ungewöhnlichen Laufgeräuschen oder Vibrationen sollte der Betrieb umgehend gestoppt und der Rotor auf korrekten Sitz sowie gleichmäßige Beladung geprüft werden, bevor das Gerät wieder in Betrieb genommen wird.

FAQs zu Zentrifugen

Wie oft muss eine Zentrifuge kalibriert werden?

Die Kalibrierintervalle richten sich nach den Herstellerangaben und der Nutzungsintensität. Bei intensiv genutzten Geräten empfiehlt sich eine regelmäßige Kontrolle der Drehzahl- und Temperaturanzeige, insbesondere bei gekühlten Modellen.

Welche Probenvorbereitung ist für eine Zentrifuge notwendig?

Proben sollten vor dem Zentrifugieren auf ein ausgewogenes Gewicht in gegenüberliegenden Gefäßen gebracht werden, um Unwuchten zu vermeiden. Je nach Anwendung ist zudem die passende Rotorwahl entscheidend für das Trennergebnis.

Wie lange dauert ein typischer Zentrifugationslauf?

Die Laufzeit hängt stark von Probenart, Drehzahl und gewünschter Trennschärfe ab und reicht von wenigen Minuten bei einfachen Trennungen bis zu mehreren Stunden bei anspruchsvollen Aufreinigungen.

Kann eine Zentrifuge auch für zellbasierte Prozessanwendungen eingesetzt werden?

Für die Verarbeitung größerer Zellmengen in der Prozessentwicklung eignen sich spezialisierte Systeme wie die Ksep®50 von Sartorius, die laut Produktbeschreibung für Zelldichten von 1 Million bis über 100 Millionen Zellen pro Milliliter ausgelegt ist.

Was ist der Unterschied zwischen einer Kühlzentrifuge und einer Standard-Laborzentrifuge?

Eine Kühlzentrifuge reguliert die Temperatur während des gesamten Laufs aktiv, was den Erhalt temperaturempfindlicher Proben wie Zellen oder Proteine unterstützt. Eine Standard-Laborzentrifuge verfügt über diese Funktion nicht oder nur optional.

Abschließende Zusammenfassung

Zentrifugen trennen Proben anhand physikalischer Dichteunterschiede unter Einwirkung von Zentrifugalkraft und zählen zu den grundlegenden Laborgeräten in Biotechnologie, klinischer Analytik und Prozessentwicklung. Die Wahl des passenden Gerätetyps richtet sich nach Probenvolumen, Kühlbedarf, Rotorwechselsystem und Durchsatzanforderungen. Moderne Entwicklungen wie automatisierte Rotorerkennung, klimafreundliche Kühlmittel und intuitive Bedienoberflächen verbessern dabei sowohl Sicherheit als auch Effizienz im Laboralltag. Regelmäßige Wartung und sorgfältige Probenvorbereitung sind unabhängig vom Gerätetyp Voraussetzung für zuverlässige Trennergebnisse und einen sicheren Betrieb.

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