Meine Merkliste
my.bionity.com  
Login  

Störungen in der Hautbarriere erhöhen das Asthma-Risiko

ADF/ECARF Award 2017

17.03.2017

Eine Forschungsgruppe unter der Leitung von Dr. rer. nat. Andrea Braun (Universitätsmedizin Göttingen) hat den ADF/ECARF Award 2017 erhalten. Ausgezeichnet wurde die Forschungsgruppe für eine Studie, die sich mit dem Einfluss der Hautbarriere auf die Entwicklung von allergischen Erkrankungen beschäftigt.

Award für herausragende Arbeiten zum Thema Allergologie

Der mit 5.000 Euro datierte Award wurde am 10. März auf der 44. Tagung der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Forschung (ADF) in Göttingen verliehen.

Prof. Dr. med. Dr. h. c. Torsten Zuberbier, Vorsitzender der Europäischen Stiftung Allergieforschung (ECARF) und Vorsitzender der Jury: „Seit 2005 stiftet ECARF diesen jährlichen Wissenschaftspreis mit dem herausragende Arbeiten der Allergologie ausgezeichnet werden. In diesem Jahr ist das die Arbeit von Frau Dr. Braun und ihrem Team. Erstmals konnte gezeigt werden, dass es durch genetische Schäden beziehungsweise Veränderungen in der Haut bei Kontakt mit Allergenen zu Atemwegsallergien kommen kann.“

Störungen in der Hautbarriere können die Entwicklung von allergischem Asthma begünstigen                 

Neurodermitis gehört zu den häufigsten entzündlichen Hauterkrankungen. Sie geht in vielen Fällen späteren allergischen Erkrankungen voran, so etwa Heuschnupfen oder Asthma. Ein Risikofaktor für die Ausbildung von Neurodermitis ist das Fehlen von Strukturproteinen in der Haut. Die Barrierefunktion der Haut ist dann gestört.

Die Studie erbrachte einen Beleg dafür, dass diese Störungen in der Hautbarriere zu Entzündungen führen. Diese Entzündungen begünstigen nicht nur Neurodermitis, sie  erhöhen auch die Allergensensibilisierung und tragen zur Entwicklung von Asthma bei. Die Forschungsergebnisse helfen dabei Mechanismen zu entschlüsseln, die für die Entwicklung von Neurodermitis hin zu allergischem Asthma verantwortlich sind.

Originalveröffentlichung:

Konstantin Reier, Birka Brauns, Verena N. Lorenz, Martin Mempel, Michael P. Schön, Andrea Braun; "Epidermal barrier dysfunction due to Filaggrin- and Hornerin-deficiency promotes allergen sensitization and aggravates experimental asthma in a mouse model of MC903-induced atopic dermatitis"; unveröffentlichte Studie

Mehr über European Centre for Allergy Research Foundation
  • News

    Schon gewusst? Allergien bieten auch Vorteile

    Gute Nachrichten für die zahlreichen Allergiker in Europa: Ein britisch-amerikanisches Forscherteam hat jetzt in dem Fachmagazin „Journal oft the National Cancer Instiute“ nachgewiesen, dass Allergiker ein geringeres Hirntumor-Risiko haben. Grund hierfür sei das vermehrte Aufkommen eines sp ... mehr

    ECARF-Wissenschaftler liefern neue Erkenntnissen zum Nutzen von Mastzellen

    Mehr als hundert Jahre lang rätselten die Forscher über den Nutzen der im menschlichen Körper vorkommenden Mastzellen. Nach sieben Jahren Forschung haben jetzt deutsche Wissenschaftler der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF) in der Hautklinik der Charité - Universitätsmedizi ... mehr

  • Verbände

    European Centre for Allergy Research Foundation - ECARF

    Die Europäische Stiftung für Allergieforschung (ECARF) wurde im Jahr 2003 durch das Engagement des in England lebenden Stifters Jørgen Philip-Sørensen gegründet. Die Wahl des Stiftungssitzes fiel auf Europas größtes Universitätsklinikum, die Charité in Berlin mit ihrem hervorragenden inter ... mehr

Mehr über Uni Göttingen
  • News

    Neuartiges Mikroskopieverfahren macht „dunkle Seite“ der Zelle sichtbar

    „Und man siehet die im Lichte. Die im Dunkeln sieht man nicht.“ Wie in der Dreigroschenoper von Bertold Brecht galt bisher auch in der Zelle: Nur was im Licht ist, wird gesehen. Forscher der Universität Göttingen sind nun einen Schritt weitergegangen: Mit einem neuartigen Mikroskopieverfahr ... mehr

    Vererbungsturbo mit Stockungen

    Biologen der Universität Göttingen haben Probleme aufgezeigt, die sich beim so genannten Genantrieb (englisch „Gene Drive“) mithilfe von Gen-Scheren ergeben. Wissenschaftler erhoffen sich, mit der Methode CRISPR/Cas als Gen-Schere zielgerichtete „selbstsüchtige Gene“ schaffen zu können, die ... mehr

    Neue Funktion für altes Protein

    Das sogenannte Hunchback-Protein spielt offenbar eine zentrale Rolle bei der Entwicklung der Blut-Hirn-Schranke. Die Existenz dieses Proteins ist seit langem bekannt. Biologen der Universität Göttingen konnten nun aber erstmals zeigen, dass der Verlust der Funktion in der Taufliege Drosophi ... mehr

  • Universitäten

    Georg-August-Universität Göttingen

    Dem kritischen Geist der Aufklärung verpflichtet, wurde die Georg-August-Universität Göttingen 1737 gegründet. Im Laufe ihrer Geschichte gelang es der Georgia Augusta immer wieder, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von Weltrang an sich zu binden. Sie haben die internationale Reputati ... mehr

Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.