Bayer sichert sich 3 Milliarden Euro zur Verbesserung der Kapitalstruktur
Apollo investiert Eigenkapital in eine Gesellschaft für das Geschäft mit reversiblen Langzeit-Kontrazeptiva von Bayer
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Bayer hat sich 3,0 Milliarden Euro Eigenkapital zur Verbesserung seiner Kapitalstruktur gesichert. Das Unternehmen unterzeichnete am Freitag eine entsprechende Vereinbarung mit Apollo, einem weltweit tätigen Vermögensverwalter. Demnach erhalten von Apollo verwaltete Fonds und Tochtergesellschaften eine Minderheitsbeteiligung an einer neuen Gesellschaft, in die Bayer sein Geschäft mit reversiblen Langzeit-Kontrazeptiva (LARC) einbringt. Bayer behält die Anteilsmehrheit an der Gesellschaft sowie die vollständige operative Kontrolle über das Geschäft. Das Investment hat keine Auswirkungen auf die Strategie oder die Aktivitäten des LARC-Geschäfts – dieses bleibt ein Teil des Kerngeschäfts der Division Pharmaceuticals von Bayer und wird weiterhin vollständig im Konzernabschluss konsolidiert.
„Diese Transaktion ist eine strategische Finanzierungslösung, die unsere Kapitalstruktur stärkt, wobei wir die volle operative Kontrolle über dieses Kerngeschäft der Division Pharmaceuticals behalten“, sagte Dr. Judith Hartmann, Finanzvorständin der Bayer AG. „Wir steigern damit unsere finanzielle Flexibilität angesichts des in diesem Jahr erhöhten Liquiditätsbedarfs durch Anleihefälligkeiten und Rechtsstreitigkeiten. Zugleich können wir so unsere langfristigen strategischen Prioritäten weiter konsequent umsetzen.“
„Wir sind stolz darauf, in das LARC-Geschäft von Bayer zu investieren – einem ikonischen und weltweit führenden Life-Science-Unternehmen“, sagte Jamshid Ehsani, Partner bei Apollo. „Diese Transaktion spiegelt den zentralen Zweck unserer ‚High Grade Capital Solutions‘-Plattform wider – nämlich Blue-Chip-Unternehmen große Mengen an flexiblem und maßgeschneidertem Kapital zur Verfügung zu stellen – und sie ermöglicht es Bayer, seine Bilanz zu stärken und gleichzeitig die volle operative Kontrolle über sein Kerngeschäft zu behalten.“
Der Abschluss der Transaktion wird – vorbehaltlich der Zustimmung durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden und der üblichen Abschlussbedingungen – für das dritte Quartal 2026 erwartet. BofA Securities und Deutsche Bank fungierten als Finanzberater von Bayer und Linklaters LLP als Rechtsberater. Apollo wurde von Latham & Watkins LLP, Paul, Weiss, Rifkind, Wharton & Garrison LLP sowie NautaDutilh N.V. juristisch beraten.