LMU München und Life Science Factory bündeln Kräfte für mehr Innovation im Biotech-Sektor

Zusammenarbeit soll Translation biotechnologischer Forschung beschleunigen und Start-ups früher mit Infrastruktur, Netzwerken und Know-how verbinden

03.07.2026
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Symbolbild

Die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und die Life Science Factory München (LSF) haben eine strategische Partnerschaft geschlossen. Ziel ist es, Forschung, Gründung und unternehmerische Umsetzung im Life-Science-Bereich enger zu verzahnen. Damit wollen beide Partner dazu beitragen, dass biotechnologische Innovationen schneller aus dem Labor in die Anwendung gelangen und junge Gründungsteams einen besseren Zugang zu Infrastruktur, Netzwerken und Unterstützungsangeboten erhalten.

Vier Säulen für mehr Wirkung im Ökosystem

Die Kooperation ist entlang folgender vier Felder angelegt: Scouting, Validation, Networking und Visibility. Das Ziel besteht darin, wissenschaftlich getriebene Gründungspotenziale frühzeitig zu erkennen, gemeinsam zu prüfen, mit passenden Netzwerken zu verbinden und sichtbarer zu machen. Dadurch sollen Forschende, Start-ups und Partner aus dem Ökosystem besser zusammenfinden.

Dabei fließen kontinuierlich Impulse aus dem Start-up-, Investoren- und Industrieumfeld ein. Die Kooperation versteht sich nicht als abgeschlossenes Modell, sondern als offener Austauschprozess, der auf die Bedarfe des Biotech-Ökosystems reagiert und sich mit dessen Entwicklung weiter schärfen soll.

Zwei starke Partner für Forschung und Gründung

Die Ludwig-Maximilians-Universität München zählt zu den forschungsstärksten Universitäten Europas. Im Bereich der Lebenswissenschaften ist sie ein zentraler Akteur an der Schnittstelle zwischen Grundlagenforschung und Anwendung. Die Life Science Factory, eine Initiative des Life-Science-Konzerns Sartorius, unterstützt Start-ups und wissenschaftlich geprägte Gründungsteams mit Labor- und Coworking-Flächen, Mentoring und Zugang zu Industrie- und Investoren-Netzwerken. Gemeinsam wollen beide Institutionen ihre jeweiligen Stärken bündeln, um die Überführung wissenschaftlicher Erkenntnisse in Gründungen, Produkte und wirtschaftliche Wertschöpfung zu erleichtern.

„Mit der Kooperation zwischen der LMU und der Life Science Factory schaffen wir eine Verbindung von wissenschaftlicher Exzellenz und unternehmerischer Umsetzung, die für die Life Sciences entscheidend ist“, sagt Ellen Goel, Geschäftsführerin der Life Science Factory. „Wir wollen Forschende und Gründungsteams mit den Strukturen unterstützen, die sie benötigen, um ihre Ideen in die Praxis umzusetzen.“ Goel selbst bringt internationale Erfahrung aus Singapur in die Zusammenarbeit ein und kennt die Anforderungen daran, wie Translation global gedacht und in einem lokalen Innovationsökosystem wirksam umgesetzt werden kann.

Philipp Baaske, Vizepräsident für Entrepreneurship LMU München und Mitgründer der NanoTemper Technologies GmbH, einem weltweit führenden Anbieter biophysikalischer Messgeräte, ergänzt: „Der Transfer von Wissenschaft in Wirtschaft gelingt nicht nebenbei — er braucht verlässliche und schlanke Strukturen, gute Netzwerke und den engen Austausch zwischen Wissenschaft und Entrepreneurship. Gemeinsam mit der Life Science Factory schaffen wir genau das Ökosystem, das Gründungsteams brauchen, um ihre Ideen schneller in marktreife Lösungen zu übersetzen und die Unternehmen von morgen zu bauen."

Gemeinsam Strukturen für Translation schaffen

Die Kooperation ist auf einen längerfristigen Austausch angelegt. Vorgesehen sind unter anderem gemeinsame Formate, die Vernetzung der jeweiligen Communities sowie der Aufbau von Zugängen für Forschende, Start-ups, Investoren und weitere Partner aus dem Biotech-Ökosystem. Ziel ist es, die Brücke zwischen akademischer Forschung und unternehmerischer Anwendung systematisch zu stärken.

Mit dieser Partnerschaft leisten die LMU und die Life Science Factory einen praktischen Beitrag dazu, die Ziele des EU Biotech Acts in konkrete Formate und tragfähige Strukturen zu übersetzen. Der europäische Rechtsrahmen soll die Bedingungen für klinische Studien, Innovation und Skalierung verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit Europas im Biotech-Sektor stärken.

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