22.07.2020 - Tubulis Technologies

Tubulis schließt €10,7M-Serie-A-Finanzierung ab

Weiterentwicklung neuartiger Antikörper-Wirkstoff-Konjugate

Tubulis gab den Abschluss einer Serie-A-Finanzierungsrunde in Höhe von 10,7 Millionen Euro bekannt. Hiermit soll die Entwicklung einer neuen Klasse hochstabiler und wirksamer Antibody Drug Conjugates (ADCs, „Antikörper-Wirkstoff-Konjugate“) vorangetrieben und das weitere Wachstum des Unternehmens gefördert werden. Die Finanzierungsrunde wurde gemeinsam von BioMedPartners und dem High-Tech Gründerfonds (HTGF) angeführt mit weiteren Beteiligungen von Seventure Partners, coparion, Bayern Kapital und OCCIDENT sowie vermögenden Privatpersonen und den Gründern. Tubulis ist eine Ausgründung, welche 2019 aus dem Leibniz-Forschungsinstitut Berlin (FMP) und der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München hervorging, um das therapeutische Potenzial von ADCs für die Behandlung von Krebs und anderen Krankheiten zu realisieren.

"Tubulis’ Ziel ist es, mit Hilfe unserer dualen Plattform perfekt auf die jeweilige Krankheit abgestimmte ADCs zu entwickeln. Die Finanzierung durch ein so erfahrenes Konsortium ist eine weitere Validierung unserer Technologie und reflektiert die derzeitige Renaissance, die das Feld der ADCs erlebt. Das gewonnene Kapital ermöglicht es uns, die Plattformen weiter voranzutreiben und unsere ersten beiden ausgewählten ADC-Kandidaten in Richtung Klinik zu entwickeln", sagt Dominik Schumacher, CEO und Mitbegründer von Tubulis.

"Tubulis geht die aktuellen Limitierungen bei ADCs direkt an und gestaltet aktiv die Zukunft von ADC-Therapeutika für die Behandlung einer Vielzahl verschiedener Erkrankungen. Wir freuen uns darauf, das Tubulis-Team beim Aufbau ihres Unternehmens in diesem stark wachsenden Bereich, der dringend innovative Lösungen benötigt, zu unterstützen", sagt Michael Wacker, Partner bei BioMedPartners.

Tubulis’ einzigartiges und vielseitig einsetzbares ADC-Portfolio besteht aus zwei firmeneignen Technologien. Diese basieren auf wissenschaftlichen Ergebnissen der Forschungsgruppen von Prof. Christian Hackenberger (FMP), Prof. Heinrich Leonhardt (LMU) und Dr. Jonas Helma-Smets, welche alle Mitgründer des Unternehmens sind. Des Weiteren fungiert Jonas Helma-Smets als CSO des Unternehmens.

Beide Plattformen adressieren die Komplexität des modernen ADC-Designs in Bezug auf Proteinformat, Wirkstoffpotenz und Wirkstoff-Hydrophobizität. Die P5-Konjugation ist eine neuartige Technologie für Cystein-selektive Konjugationen. Sie erlaubt die Entwicklung besonders stabiler ADCs mit einer beispiellosen Linker-Stabilität und chemischen Flexibilität. Diese ermöglicht eine schnelle Identifizierung potenzieller Entwicklungskandidaten. Die Tub-tag®-Plattform ist durch die Biologie der Mikrotubuli inspiriert. Die Tub-tag® Modifizierung des Antikörpers schafft eine vorteilhafte Mikroumgebung für die Kopplung anspruchsvollster Wirkstoffe. Darüber hinaus reduziert der aus dem menschlichen System abgeleitete Tub-tag® das Risiko unerwünschter Immunreaktionen. Die Kombination dieser Plattformen adressiert die wichtigsten Herausforderungen in diesem Feld, ADC-Stabilität sowie vom Wirkstoff abgeleitete Toxizität. Tubulis will diese Technologien bevorzugt für die interne Wirkstoffidentifizierung und Entwicklung nutzen, mit dem Ziel neuartige ADCs zu generieren, die tief in die Biologie der jeweiligen Indikation eingreifen.

Während der Spin-off-Phase wurde das Unternehmen bereits mit mehreren Start-up-Preisen ausgezeichnet. Hierzu gehören unter anderem der “Outstanding Start-up Award” der Venture.Med 2019, der “Leibniz Entrepreneurship Award” sowie die Auszeichnung als offizielle “EIT Health Success Story”. Des Weiteren ist Tubulis ein vom EIT Health Investor Network unterstütztes Unternehmen.

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