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Start-up will Blasenkrebsdiagnostik revolutionieren

Gewinner des Businessplan Wettbewerbs Medizinwirtschaft 2018 ausgezeichnet

26.10.2018

Startbahn Ruhr GmbH

Dr. Andrea Bhangu-Uhlmann

Zehn innovative Gründungsteams der Medizinwirtschaft konnten am vergangenen Freitag bei ZENIT GmbH die verdiente Anerkennung ihrer sechsmonatigen Arbeit erfahren. Pro Ruhrgebiet und Startbahn Ruhr ehrten in einer feierlichen Prämierung die 10 innovativsten Geschäftskonzepte des Businessplan Wettbewerbs Medizinwirtschaft 2018. Dieser bundesweite Wettbewerb ist der einzige, der auf medizinwirtschaftliche Gründer spezialisiert ist. Er wird gemeinsam von pro Ruhrgebiet e.V. und der Startbahn Ruhr GmbH, beide mit Sitz in Essen, ausgerichtet. Der Businessplan Wettbewerb Medizinwirtschaft hilft den Gründern mit der Begleitung durch Mentoren und Spezialisten, einen fachlich hochqualifizierten Businessplan zu schreiben.

Bei dem Wettbewerb, konnten insgesamt 40 Teams und 87 Teilnehmer ihren Businessplan erarbeiten. Die fertigen Pläne wurden von jeweils vier Gutachtern bewertet. Das letzte Wort hatte eine siebenköpfige Jury aus Fachleuten und Investoren. Besonders der hohe Innovationsgrad der Geschäftsideen aus dem Bereich Digital Health und Biotech hatte die Jury stark beeindruckt, wie der Vorsitzende von pro Ruhrgebiet e.V. ,Helmut an de Meulen, Gründer und Aufsichtsrat Materna GmbH Information & Communications SE, Dortmund, hervorhob.

Bei der Parade der 10 Besten waren u. a. dabei eine Stammzellentherapie mit neuartigen Biomaterialbeschichtungen für die Zellkultur, ein taktiles Graphikdisplay für blinde Menschen, Erholung vom Tinnitus mit Musik oder auch digitale Lösungen für nachhaltige Gesundheit und Prävention.

Platz 1: UroQuant aus Bad Abbach

Das Start-up will die Diagnose von Blasenkrebs, die teuerste Krebsform in der Behandlung, durch eine einfache Urinprobe revolutionieren. Das bisherige Standardverfahren ist invasiv und sehr schmerzhaft und hat nur eine Trefferquote von weniger als 50 %. Das Team Dr. Andreas Bhangu-Uhlmann, Dr. Werner Deiniger und Dr. Stefan Miller unterzieht die Urinproben der Patienten einem massenspektroskopischen Verfahren auf spezifische Erkennungsmuster von Proteinen des Harnblasenkrebses und hat eine Sensitivität von mehr als 90 %.

Das Preisgeld für den 1. Platz von 5.000 Euro wurde von der NRW.BANK gestiftet.

Zwei Start-ups auf Platz 2

Das Rennen war dicht an dicht, so konnten sich gleich zwei Start-ups den 2. Platz sichern und ein dritter Platz entfällt: GenuSport und mediaire

GenuSport aus Peine hat einen mobilen innovativen Knietrainer entwickelt. Mit Hilfe eines Computerspiels kann nun prä- und postoperativ Kraft und Beweglichkeit mit Spaß trainiert werden und das ortsunabhängig. Der Markt ist groß; immerhin gibt es allein in Deutschland 700.000 Betroffenen pro Jahr, die sich eine Knieverletzung zuziehen. Der GenuSport Knietrainer wurde in verschiedenen unabhängigen Studien auf seine Wirksamkeit untersucht. Das Team besteht aus Dr. Thomas Sanay Weber-Spickschen, Dr. Georg Heiber, Christoph Jabs und Matthias Funk.

Mediaire GmbH ist ein Start-up aus Berlin. Das Team bestehend aus Dr. Andreas Lemke, Dr. Jörg Döpfert, Prof. Dr. Henrik Michaely, Prof. Dr. Michael Fenchel und Dr. Gordana Apic entwickelt eine auf künstlicher Intelligenz basierte Software zur Analyse von medizinischen Bilddaten in der Radiologie - eine digitale Innovation, verbunden mit einem hohen Datenschutz. Damit soll die Befundungsqualität und die Geschwindigkeit nachhaltig verbessert werden sowie Fehler vermieden werden. Gleichzeitig können für das Gesundheitssystem hohe Kosten eingespart werden.  Die erste Phase des Projekts beschäftigt sich mit detaillierten volumetrischen Gehirnoptometrie-Berichten.

Der 2. Preis von jeweils 1.500 Euro wird gemeinsam gesponsert von der Deutschen Ärzte- und Apothekerbank eG, Essen mit 2.000 Euro und mit 1.000 des High-Tech Gründerfonds, Bonn.

Sonderpreis geht nach Dortmund

Den Sonderpreis des MedEcon Ruhr e.V., errang das Team Dr. Rüdiger Beck, Prof. Stefan Diestel, Marion Riede und Martin Kaiser mit weiteren Teammitgliedern aus Dortmund. Das Start-up vivamind hat eine E-Health Analyse und Informationsplattform für Prävention und Gesundheitsförderung entwickelt, die sich auf mehr als 60 Indikatoren stützt, für die vivamind Algorithmen entwickelt hat. Auf allen handelsüblichen Endgeräten erhält der Nutzer einen Kompass für die Steuerung seines Gesundheitsmanagements und kann digital, kompakt und zu jeder Zeit und an jedem Ort, sein Gesundheitsprofil einsehen und aktualisieren. Neben gesundheitsbewussten Menschen sind Zielgruppen von vivamind u.a. Krankenkassen, Präventionszentren und Unternehmen.

Der Preis hat einen Wert von 2.000 Euro (von 1.000 Euro in bar und zwei beitragsfreie Jahre zu je 500 Euro)

Die TOP 10

TOP 10 der Phase 2 (in alphabetischer Reihenfolge)

Geschäftsidee
denovoMATRIX, Dresden Stammzellentherapie - Neuartige Biomaterialbeschichtungen für die Zellkultur
Diabberry, Bad Sarrow Erkennen des Kohlehydratanteils in jeder Nahrung für Diabetiker
GenuSport GmbH, Peine Spielerisch wieder mit werden mit dem GenuSport Knietrainer
In Harmony, Dresden Erholung vom Tinnitus mit Musik
Inventivio GmbH, Nürnberg Das taktile Graphikdisplay für blinde Menschen
mediaire GmbH, Berlin Digitale Revolution in der Radiologie
proTon, Hannover Die Vision, die Welt wieder hörbar zu machen für Menschen mit Hörbeeinträchtigungen
UroQuant GmbH, Bad Abbach Non-invasive Bladder Cancer Diagnostics (Blasenkrebsdiagnostik)
Visseiro GmbH, Berlin Technologie für kontaktlose, implizierte Vitalparametermessung

Vivamind GmbH, Dortmund

Digitale Lösungen für nachhaltige Gesundheit und Prävention

Wegen seiner klaren branchenspezifischen Fokussierung hat der Businessplan Wettbewerb Medizinwirtschaft bei Gründern seit langem hohes Renommee. Hervorzuheben ist, dass der Wettbewerb rein privatwirtschaftlich finanziert wird. „Das ist ein riesiger Kraftakt, der von hoch professionellem, ehrenamtlichem Engagement getragen wird“, erläutert Dr. Ute Günther, Geschäftsführerin Startbahn Ruhr und sie fügt hinzu: „Dass so viele hochkarätige Teams am Wettbewerb teilgenommen haben, ist für uns großer Ansporn und bedeutet, dass Gründer besonders auf Qualität und die Intensität der Betreuung setzen.“

Ziel des Businessplan Wettbewerbs Medizinwirtschaft ist es, zukunftsweisende medizinwirtschaftliche Ideen mit Marktpotential in eine aussichtsreiche Startposition zu bringen und die Gründung und Ansiedlung innovativer Unternehmen der Medizin- und Gesundheitswirtschaft zu fördern. In sechs Monaten begleitet der Businessplan Wettbewerb Medizinwirtschaft Gründungsinteressierte aus ganz Deutschland von der Idee zum fundierten Businessplan. Der Wettbewerb arbeitet Hand in Hand mit Netzwerken der Medizinwirtschaft und zahlreichen Partnern, um wachstumsstarke Unternehmensgründungen in dieser Branche zu initiieren und zukunftsträchtige Arbeitsplätze zu schaffen.

Die Teilnahme am Businessplan Wettbewerb Medizinwirtschaft ist kostenfrei und steht bundesweit allen offen, die eine innovative medizinwirtschaftliche Produkt- oder Dienstleistungsidee zu einem soliden Businessplan entwickeln wollen, um damit ein Unternehmen zu gründen. Auch Unternehmen der Gesundheitswirtschaft, die sich noch im ersten Jahr nach der Gründung befinden, können teilnehmen.

Der  nächste Businessplan Wettbewerb Medizinwirtschaft 2019 startet am 1. März 2019.

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