Meine Merkliste
my.bionity.com  
Login  

Genomanalyse von Meeresbakterien: Großes Verbundprojekt in Niedersachsen

15.03.2007

Eine wichtige Gruppe von Meeresbakterien, die so genannte Roseobacter-Gruppe, steht im Mittelpunkt eines Genomprojekts, an dem verschiedene niedersächsische Forschungseinrichtungen beteiligt sind und für das das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur jetzt Fördermittel in Höhe von 1,8 Mio. Euro aus dem Niedersächsischen Vorab der VolkswagenStiftung zur Verfügung stellt.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Meinhard Simon (Institut für Chemie und Biologie des Meeres der Universität Oldenburg - ICBM) werden in diesem Verbundprojekt die Sequenzen von acht Bakteriengenomen dieser Gruppe umfassend analysiert.

Die Roseobacter-Bakteriengruppe gehört zu den am weitesten verbreiteten Mikroorganismen in oberflächennahen Schichten der Meere und in Lebensräumen am Meeresboden. Sie zeichnet sich durch einen ungewöhnlich vielseitigen Stoffwechsel aus, der auch für biotechnologische Anwendungen interessante Substanzen liefert. Das Projekt soll einen wesentlichen Beitrag leisten, um das Vorkommen dieser Bakteriengruppe in und ihre Anpassung an unterschiedliche Lebensräume im Meer besser verstehen zu können. Es schafft zudem eine wichtige Voraussetzung für mögliche biotechnologische Anwendungen von Bakterien der Roseobacter-Gruppe.

Die beteiligten Mikrobiologen gehören zum Oldenburger ICBM (Dr. Thorsten Brinkhoff, Prof. Dr. Ralf Rabus, Prof. Dr. Meinhard Simon), dem Institut für Mikrobiologie und Genetik der Universität Göttingen (Prof. Dr. Wolfgang Liebl, PD Dr. Rolf Daniel, Göttinger Genomics Laboratory), der Universität Braunschweig (Prof. Dr. Dieter Jahn), dem Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (PD Dr. Irene Wagner-Döbler) und der Deutschen Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen in Braunschweig (Dr. Silke Pradella, Prof. Dr. Erko Stackebrandt). Die Rohsequenzierung der Genome, die jetzt erforscht werden, war von Brinkhoff, Simon und Wagner-Döbler in internationalen Projekten eingeworben worden.

Fakten, Hintergründe, Dossiers
Mehr über Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung
Mehr über Uni Oldenburg
  • News

    Anaerobe Bakterien als Schatztruhe

    Sie mögen Alkohol und Milchsäure, vor allem aber aromatische Verbindungen wie Toluol oder Ethylbenzol: Eine außergewöhnliche Gruppe von Bakterien hat sich darauf spezialisiert, besonders stabile organische Verbindungen abzubauen, ohne dabei auf Sauerstoff als Reaktionshelfer zurückgreifen z ... mehr

    Pflanzenforschung: Neuer Mechanismus bei der Genregulation gefunden

    Ein Team von Wissenschaftlern um den Oldenburger Pflanzengenetiker Prof. Dr. Sascha Laubinger hat einen neuen genetischen Mechanismus entdeckt, der Pflanzen ermöglicht, schnell auf Stress wie Kälte oder Wassermangel zu reagieren. Durch gezielte molekulargenetische Experimente mit der Ackers ... mehr

    Netzhauterkrankung: Forscher identifizieren verändertes Gen

    Ein einziges verändertes Gen im menschlichen Erbgut kann große Effekte haben. Die sogenannte Makula-Dystrophie, bei der die Stelle des schärfsten Sehens in der Netzhaut des Auges erkrankt ist, lässt sich auf eine solche sogenannte Punktmutation zurückführen. Wissenschaftlern um die Oldenbur ... mehr

  • Universitäten

    Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

    Mit über 80 Studiengängen bietet die Universität Oldenburg ein breites Spektrum an Studienmöglichkeiten aus den Natur-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften, Sozial-, Sprach-, Kulturwissenschaften, Erziehungs- und Bildungswissenschaften sowie der InformatikMathematik. Bei der Umsetzung de ... mehr

Mehr über TU Braunschweig
Mehr über Uni Göttingen
  • News

    Wie sich die Zelle selber schützt

    Weil bestimmte Anteile der Zelle, die eine Übersetzung der Erbsubstanz enthalten, vom Zellkern in einen anderen Teil der Zelle wandern, werden sie vom Zugriff von Zellmaschinen, den sogenannten Spleißosomen, geschützt. Geschieht dies nicht, ist die gesamte Zelle in Gefahr und es können Kreb ... mehr

    Parkinson-Forscher testen neuen Ansatz gegen motorische Störungen

    Wissenschaftler des DZNE und der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) haben bei Mäusen motorische Störungen lindern können, die denen von Patienten mit Parkinson ähneln. Die Tiere wurden mit einer Substanz behandelt, die sich auf Nerven- und Immunzellen des Gehirns auswirkt. Bewährt sich der ... mehr

    Alzheimer-Forschung: Inge und Fritz-Kleekamm-Preis 2018 für zwei Forscher aus Göttingen

    Die Alzheimer Stiftung Göttingen hat den Inge und Fritz-Kleekamm-Preis 2018 für herausragende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Alzheimer-Forschung verliehen. Mit dem Preis fördert die „Alzheimer Stiftung Göttingen“ innovative, translationale Forschungsvorhaben aus dem Bereich d ... mehr

  • Universitäten

    Georg-August-Universität Göttingen

    Dem kritischen Geist der Aufklärung verpflichtet, wurde die Georg-August-Universität Göttingen 1737 gegründet. Im Laufe ihrer Geschichte gelang es der Georgia Augusta immer wieder, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von Weltrang an sich zu binden. Sie haben die internationale Reputati ... mehr

Mehr über Volkswagen
Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.