Evotec und Bayer entwickeln neue Therapien im Kampf gegen Nieren-Erkrankungen

23.09.2016 - Deutschland

Evotec AG gab eine fünfjährige Multi-Target-Allianz mit Bayer bekannt. Im Rahmen der Zusammenarbeit sollen mehrere klinische Kandidaten für die Behandlung von Nierenerkrankungen, wie etwa chronische Nierenerkrankungen bei Patienten mit Diabetes, entwickelt werden. Beide Partner werden neuartige Zielmoleküle und umfangreiche, modernste Technologieplattformen in die Allianz einbringen und gleichermaßen für die präklinische Entwicklung potenzieller klinischer Kandidaten verantwortlich sein.

„Chronische Nierenerkrankungen stellen für Patienten schwere Erkrankungen dar, für die derzeit nur unzureichende Behandlungsoptionen verfügbar sind. Unsere neue Forschungsallianz mit Evotec ergänzt Bayers Forschungsaktivitäten auf diesem Gebiet, auf dem es immer noch einen hohen medizinischen Bedarf gibt“, sagte Professor Andreas Busch, Mitglied des Executive Committee der Pharmaceuticals Division von der Bayer AG und Head of Drug Discovery. „Wir freuen uns, die Zusammenarbeit mit einem so starken Partner wie Evotec im Rahmen  der Entwicklung neuer Wirkstoffkandidaten zum Wohl der Patienten fortzuführen.“

Dr. Cord Dohrmann, Chief Scientific Officer von Evotec, kommentierte: „Diese Forschungsallianz legt einen besonderen Fokus auf chronische Nierenerkrankungen, der häufigsten Ursache von terminalem Nierenversagen. Derzeit stehen Patienten, die unter terminalem Nierenversagen leiden, Dialyse oder Nierentransplantation als einzige Behandlungsoptionen zur Verfügung, da es keine wirksamen Behandlungsmethoden gibt, die das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen oder umkehren können. Wir sind sehr stolz und freuen uns, unsere Bemühungen im Bereich Nierenerkrankungen, einem Bereich mit enormem ungedeckten medizinischen Bedarf, gemeinsam mit Bayer erweitern zu können.“ Im Rahmen der Vereinbarung erhält Bayer exklusiven Zugang zu ausgewählten Wirkstoffstrukturen sowie zu Evotecs CureNephron-Pipeline. Die Verantwortung für eine anschließende Entwicklung und Vermarktung geeigneter Kandidaten wird allein bei Bayer liegen. Die Zahlungen an Evotec, bestehend aus Forschungszahlungen und einer nicht bekannt gegebenen Lizenzgebühr, werden im Verlauf der Partnerschaft mindestens 14 Mio. € betragen. Darüber hinaus hat Evotec Anspruch auf präklinische, klinische und umsatzabhängige Meilensteinzahlungen von potenziell über 300 Mio. € sowie abgestufte Umsatzbeteiligungen im unteren zweistelligen Prozentbereich auf Umsätze der Produkte, die aus der Zusammenarbeit hervorgehen.

Im Jahr 2012 sind Bayer und Evotec bereits eine fünfjährige strategische Partnerschaft zur Behandlung von Endometriose eingegangen, die sich derzeit im vierten Jahr befindet. Im Rahmen der Partnerschaft wurden bisher vier präklinische Kandidaten entwickelt und ein klinisches first-in-class Programm initiiert.

Weitere News aus dem Ressort Forschung & Entwicklung

Meistgelesene News

Weitere News von unseren anderen Portalen

Erkennen, Verstehen, Heilen: Die Welt der Diagnostik

Zuletzt betrachtete Inhalte

Rauchen und Antibiotikare­sistenzen: Wie Zigarettenab­fälle die Verbreitung resistenter Keime fördern - Rauchen wird indirekt zur Gesundheitsgefahr

Rauchen und Antibiotikare­sistenzen: Wie Zigarettenab­fälle die Verbreitung resistenter Keime fördern - Rauchen wird indirekt zur Gesundheitsgefahr

Ultrahochverarbeitete Lebensmittel können das Gehirn beeinträchtigen und zu übermäßigem Essen führen - Nicht alle verarbeiteten Lebensmittel sind problematisch

Ultrahochverarbeitete Lebensmittel können das Gehirn beeinträchtigen und zu übermäßigem Essen führen - Nicht alle verarbeiteten Lebensmittel sind problematisch

Start-up AveThera erwirbt Fraunhofer-Standort für Biologika-Produktion - Das junge Biotech-Unternehmen übernimmt Pharma-Biotechnologie-Einheit samt Mitarbeitern

Start-up AveThera erwirbt Fraunhofer-Standort für Biologika-Produktion - Das junge Biotech-Unternehmen übernimmt Pharma-Biotechnologie-Einheit samt Mitarbeitern

Wissenschaftler finden Gene, die wahrscheinlich für chronische Schmerzen verantwortlich sind

Roche investiert am Standort Deutschland 158 Millionen Euro in die Entwicklung therapeutischer Proteine - Kapazitätserweiterung in der frühen Erforschung und technischen Entwicklung therapeutischer Proteine stärkt deren Bereitstellung für präklinische und klinische Studien

Fluoreszierende blaue Cumarine in einer Heilpflanze könnten uns helfen, in das Innere von Zellen zu sehen

Fluoreszierende blaue Cumarine in einer Heilpflanze könnten uns helfen, in das Innere von Zellen zu sehen

"Sonnenbrille für die Haut": Merck erwirbt Exklusivrechte für neuartige mikroverkapselte UV-Lichtschutzfilter

Lehrbücher müssen umgeschrieben werden: RNA, nicht DNA, ist die Hauptursache für akuten Sonnenbrand - "Diese neuen Erkenntnisse stellen die Dinge auf den Kopf": Studienergebnis verändert unser Verständnis von Sonnenbrand und den Abwehrmechanismen der Haut

Lehrbücher müssen umgeschrieben werden: RNA, nicht DNA, ist die Hauptursache für akuten Sonnenbrand - "Diese neuen Erkenntnisse stellen die Dinge auf den Kopf": Studienergebnis verändert unser Verständnis von Sonnenbrand und den Abwehrmechanismen der Haut

Female Founders Monitor 2022: Immer mehr Frauen gründen Startups - Gender-Gap im Ökosystem weiterhin groß - Initiativen und Netzwerke besonders für Gründerinnen wichtig

Female Founders Monitor 2022: Immer mehr Frauen gründen Startups - Gender-Gap im Ökosystem weiterhin groß - Initiativen und Netzwerke besonders für Gründerinnen wichtig