Dynamic42 und EPO wollen Vorhersagen in der Hirntumorforschung deutlich verbessern
Strategische Kooperation bringt Organ-on-Chip-Technologie in die präklinische Glioblastom-Forschung
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In der Hirntumorforschung stoßen präklinische Modelle oft an ihre Grenzen. Hier setzen die Jenaer Dynamic42 GmbH und die EPO Experimental Pharmacology & Oncology Berlin-Buch GmbH an: In einer strategischen Zusammenarbeit wollen sie Organ-on-Chip-Technologien stärker in die präklinische Wirkstoffentwicklung integrieren.
Die Kooperation bringt die Organ-on-Chip-Plattformen von Dynamic42 mit der Expertise von EPO in der translationalen Onkologie zusammen. EPO steuert zudem umfassend charakterisierte Tumormodelle und patientenbasiertes Material bei. Gemeinsam entwickeln die Teams experimentelle Ansätze, die die menschliche Tumorbiologie realitätsnäher abbilden und belastbarere Daten für die klinische Entwicklung liefern.
Im Fokus der ersten gemeinsamen Projekte stehen Glioblastome sowie die Blut-Hirn-Schranke (Blood–Brain Barrier, BBB). Mithilfe eines humanbasierten BBB-on-Chip-Modells von Dynamic42 untersuchen die Partner, wie sich Unterschiede zwischen menschlicher und nicht-menschlicher Biologie auf das Ansprechen von Therapien auswirken und warum viele Wirkstoffe in der Hirntumorforschung nicht die erwartete Wirksamkeit zeigen.
„Zu oft basieren zentrale Entscheidungen in der Wirkstoffentwicklung auf Daten, die die menschliche Biologie nur unzureichend widerspiegeln“, sagt Dr. Thomas Sommermann, Head of Cancer Science bei Dynamic42. „Das wollen wir ändern. Indem wir humanbasierte Modelle früher in den Entwicklungsprozess integrieren, lassen sich Entscheidungen fundierter treffen und Risiken in späten Entwicklungsphasen reduzieren.“
„Für uns steht die Stärkung der translationalen Verbindung im Mittelpunkt“, ergänzt Jens Hoffmann, CEO von EPO. „Durch die Integration moderner In-vitro-Systeme eröffnen sich neue Perspektiven für die Tumorbiologie und für robustere experimentelle Ansätze.“
Die Zusammenarbeit ist als komplementärer Ansatz angelegt, der etablierte präklinische In-vivo-Expertise mit innovativen, humanbasierten In-vitro-Technologien verknüpft. Sie unterstützt damit stärker biologiegetriebene Forschungsstrategien und leistet zugleich einen Beitrag zur Umsetzung der 3R-Prinzipien (Replace, Reduce, Refine), die auf eine Reduktion und gezieltere Nutzung von Tierversuchen abzielen.
Neben der gemeinsamen Forschung umfasst die Kooperation auch die Entwicklung neuer Modelle, die Ausarbeitung von Vermarktungsstrategien sowie einen engen wissenschaftlichen Austausch, einschließlich der Zusammenarbeit von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern beider Unternehmen.
Erste Ergebnisse der Zusammenarbeit präsentieren Dynamic42 und EPO auf dem American Association for Cancer Research® (AACR) Annual Meeting 2026¹. Interessierte sind eingeladen, sich am gemeinsamen Stand (#536) über die Projekte und Kooperationsmöglichkeiten zu informieren.
Beide Unternehmen planen, die Zusammenarbeit weiter auszubauen, zusätzliche Indikationen zu erschließen und Organ-on-Chip-Technologien in weiteren Bereichen der Wirkstoffentwicklung einzusetzen.
1Not affiliated with or endorsed by AACR.
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