Novartis baut in Deutschland um: Wehr wird geschlossen, Halle wächst

Während 220 Stellen in Wehr wegfallen, investiert Novartis 35 Mio. Euro in Halle

07.05.2026
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Symbolbild

Novartis hat Pläne bekannt gegeben, den Produktionsstandort in Wehr bis voraussichtlich Ende 2028 zu schließen. In Wehr werden feste orale Darreichungsformen – Tabletten und Kapseln – für überwiegend etablierte Produkte aus dem Novartis-Portfolio unter Einsatz bewährter Technologien hergestellt. Der Standort ist nicht mehr wettbewerbsfähig.

Die geplante Schließung wird voraussichtlich zum Abbau von rund 220 Arbeitsplätzen führen. Alle geplanten Veränderungen sind nun Gegenstand von gesetzlichen Informations- und Konsultationsverfahren mit den zuständigen Arbeitnehmervertretungen. Novartis verpflichtet sich, die geplanten Veränderungen verantwortungsvoll, transparent und in enger Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat zu gestalten und dabei eine sozialverträgliche Umsetzung sicherzustellen.

„Wir sind uns der Unsicherheit bewusst, die diese Ankündigung für unsere Kolleginnen und Kollegen am Standort Wehr mit sich bringt. Wir werden während des gesamten Prozesses eng, transparent und respektvoll mit unseren Mitarbeitenden sowie mit der Gemeinde Wehr zusammenarbeiten“, sagte Steffen Lang, President Operations bei Novartis. „Wir danken dem Team für seinen langjährigen Einsatz und die konstant hohe Qualität seiner Arbeit.“

Novartis verfügt über eine starke Präsenz in Deutschland und trägt damit zur Versorgung der Patientinnen und Patienten mit innovativen Arzneimitteln bei. Die geplante Schließung in Wehr hat keine Auswirkungen auf die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Medikamenten. Das Unternehmen bekennt sich weiterhin klar zum Standort Deutschland, wird sein Engagement in Forschung und Entwicklung, insbesondere im Bereich klinischer Studien, und die enge Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen und medizinischen Institutionen sowie Patientengruppen fortsetzen.

Im Rahmen eines langfristigen Engagements konzentriert sich Novartis zudem auf die Weiterentwicklung innovativer Fertigungstechnologien in Deutschland. Wie bereits 2025 angekündigt, investiert Novartis 35 Millionen Euro in eine neue Produktionsstätte für Radioligandentherapien in Halle (Sachsen-Anhalt). Der geplante Standort wird innovative, personalisierte Krebstherapien für Patientinnen und Patienten in Deutschland herstellen und soll 2027 den Betrieb aufnehmen.

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