Regensburger Startup brainjo erhält 2 Mio. Euro für VR-Therapie speziell für Kinder mit ADHS

VR ermöglicht, was klassische Therapie nicht erreicht

22.04.2026
brainjo

Die beiden Gründer Christian Gnerlich (links) und Markus Wensauer (rechts).

Zu wenige Therapieplätze, zu lange Wartelisten, zu viele Menschen ohne Versorgung: Das Regensburger Digital-Health-Startup brainjo will das ändern – mit Virtual Reality (VR) als verschreibungsfähige Therapieergänzung und hoher Adhärenz. Das Unternehmen hat dafür eine Seed-Finanzierung über 2 Mio. Euro abgeschlossen. Angeführt wird die Runde vom High-Tech Gründerfonds (HTGF); zu den weiteren Investoren zählen strategische Partner sowie Business Angels, darunter Andreas Weinhut aus Regensburg und better ventures aus München.

VR ermöglicht, was klassische Therapie nicht erreicht

brainjo entwickelt digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA), die von Therapeutinnen, Therapeuten oder Ärztinnen und Ärzten verordnet und von der Krankenkasse erstattet werden. Der Ansatz: nicht die klassische Psychotherapie ersetzen, sondern die Lücken schließen, die das System lässt. Patientinnen und Patienten erhalten so Zugang zu einer immersiven, individualisierten und skalierbaren Therapieform, ergänzend zu bestehenden Behandlungsangeboten und direkt von zuhause.

“Wir sind schon seit längerem in Austausch mit dem agilen und dynamischen Team der brainjo. Speziell der strategische Fit von VR-Therapie ist eine ideale Ergänzung für unser Therapieangebot.“ — Dr. Felix Lambrecht, MEDICE – The Health Family.

Kapital für den nächsten großen Schritt

Die Seed-Finanzierung ist der Startschuss für die nächste Phase: Mit dem frischen Kapital finanziert brainjo die Zulassung seiner ersten VR-DiGA – einer digitalen Therapieanwendung speziell für Kinder mit ADHS, entwickelt gemeinsam mit der MEDICE Health Family. Die Marktzulassung ist für 2028 geplant.

„Wir waren von Anfang an überzeugt – vom Team, von der Technologie und vom Markt. Digitale Therapien in der Psychotherapie stecken noch in den Anfängen, aber das Potenzial ist enorm. Was brainjo von rein softwarebasierten Lösungen unterscheidet, ist die Tiefe der Immersion durch Virtual Reality – ein klinisch relevanter Ansatz, den wir gemeinsam mit Studiendaten fundieren werden und somit die Adhärenz steigern. “ – Dr. Jörg Traub, Principal beim HTGF.

„Mit einem starken Netz aus Business Angels, der MEDICE Health Family als strategischer Partner und dem HTGF als führendem europäischen Seed-Investor sind wir perfekt aufgestellt, um unsere Lösungen in die Versorgung zu bringen und multimodale Therapieangebote für Patientinnen und Patienten zu etablieren.“ Markus Wensauer, Co-Founder und CEO von brainjo.

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