Eurartesim (Dihydroartemisinin-piperaquine) ACT gegen Malaria erhält Marktzulassung von EMA
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Zum ersten Mal überhaupt hat die European Medicines Agency (EMA) in einem zentralisierten Verfahren eine Artemisininkombinationstherapie (ACT) zur Behandlung der unkomplizierten durch P. falciparum ausgelösten Malaria zugelassen. Diese ACT mit Eurartesim(R) (Dihydroartemisinin-piperaquine) wurde in einem Gemeinschaftsprojekt von Sigma-Tau s.p.a Industrie Farmaceutiche Riunite (Italien) und der gemeinnützigen virtuellen Forschungs- und Entwicklungsorganisation Medicines for Malaria Venture (MMV) entwickelt. Für die Entwicklung von Eurartesim erhielt Sigma-Tau als erstes italienisches Unternehmen von den 27 EMA-Mitgliedsstaaten eine Marktzulassung für ein Malariamedikament.
Eurartesim wird in der Regel gut vertragen und ist durch seine Verabreichungsform (einmal täglich über drei Tage) relativ patientenfreundlich. Darüber hinaus haben klinische Prüfungen ergeben, dass Eurartesim im Unterschied zu anderen zugelassenen ACTs besser und länger vor neuen Malariainfektionen schützt.
Grundlage der Genehmigung durch die EMA sind umfassende klinische Studien, in denen die Sicherheit und Wirksamkeit von Eurartesim mit denen von Artemether-lumefantrine oder Artesunate-mefloquine verglichen wurden. "Klinische Studien an mit Eurartesim behandelten Patienten haben hohe Genesungsraten von über 95 % ergeben," sagt Marco Corsi, Medical Director bei Sigma-Tau.