Merck vergibt Förderpreis „Advance Biotech Grant“ in Nordamerika an Hiba Therapeutics

Das Bostoner Start-up entwickelt mit TROIKA eine programmierbare T-Zell-Engager-Plattform gegen solide Tumoren

26.06.2026
Merck KGaA

Hiba Therapeutics Gewinner des 2026 North American Advance Biotech Grant bei der BIO International Convention 2026.

Merck hat im Rahmen der BIO International Convention Hiba Therapeutics als Gewinner der diesjährigen Vergaberunde seines „Advance Biotech Grant“-Programms in Nordamerika bekannt gegeben.

Das US-amerikanische Biotech-Start-up mit Sitz in Boston entwickelt eine modulare, programmierbare Biologika-Plattform namens TROIKA, die auf sogenannten T-Zell-Engagern basiert. Mithilfe der Tumorantigen-agnostischen Plattform sollen tumorresidente T-Zellen aktiviert werden, um Krebszellen innerhalb der Mikroumgebung des Tumors gezielt abzutöten. Entwickelt wird die Technologie für ein breites Indikationsspektrum bei soliden Tumoren. Derzeit konzentriert sich das Start-up vor allem auf Lungenkrebs, Kopf-Hals-Tumoren, Darmkrebs, pädiatrisches Glioblastom sowie Bauchspeicheldrüsenkrebs.

„Hiba Therapeutics ist ein wissenschaftsbasiertes Unternehmen, das entschlossen neue Ansätze verfolgt und damit genau für jene Art von Unternehmen steht, für deren Förderung wir unser ‚Advance Biotech Grant‘-Programm ursprünglich ins Leben gerufen haben“, sagte Sebastián Arana, Leiter der Geschäftseinheit Process Solutions im Unternehmensbereichs Life Science von Merck. „Die TROIKA-Plattform des Unternehmens basiert auf einem hochgradig zielgerichteten Ansatz mit großem Potenzial bei soliden Tumoren. Wir freuen uns, mit unseren Technologien, unserem Fachwissen und der Unterstützung bei der Prozessentwicklung dazu beizutragen, diese vielversprechende Forschungsarbeit in Richtung einer skalierbaren Produktion voranzubringen.“

Die TROIKA-Plattform von Hiba Therapeutics vereint die Präzision von T-Zell-Therapien mit der Skalierbarkeit von Biologika und soll eine der größten Herausforderungen in der Krebsmedizin bewältigen: die selektive Bekämpfung von Tumoren bei gleichzeitiger Begrenzung der systemischen Toxizität, wie sie bei anderen herkömmlichen Behandlungsansätzen auftreten kann. Außerdem soll sie zusammen mit bestehenden Therapien – einschließlich Chemotherapien und Immun-Checkpoint-Therapien – eingesetzt werden können, um eine deutliche Reduktion des Tumorvolumens (Deep Response) sowie ein länger anhaltendes Ansprechen zu erzielen.

Im Rahmen des Förderprogramms erhält Hiba Therapeutics Zugang zu den innovativen Produkten und Technologien von Merck, darunter die kürzlich eingeführte Zelllinie CHOZN® Elite. Dabei handelt es sich um eine leistungsstarke Plattform für die Proteinexpression in Säugetierzellen, die bei der Entwicklung und Herstellung komplexer Biologika zum Einsatz kommen kann. Die Zusammenarbeit mit Merck erfolgt außerdem im Rahmen seines Emprove®-Programms und seiner M Lab™ Collaboration Center. Die Kunden-Kooperationszentren vermitteln praktische Erfahrungen mit technischen Lösungen und Unterstützung bei der Prozessoptimierung, während das Emprove®-Programm mit seinen hochqualitativen Produkten, der zugehörigen detaillierten Dokumentation und dem zielgerichteten Support das Risikomanagement und die Einhaltung von behördlichen Vorschriften vereinfacht. Diese Ressourcen werden Hiba Therapeutics bei der Skalierung seiner Prozesse, der Optimierung der Herstellung und der Einhaltung von behördlichen Anforderungen unterstützen.

Merck hat das „Advance Biotech Grant“-Programm im Jahr 2014 ins Leben gerufen, um jungen Biotech-Unternehmen dabei zu helfen, vielversprechende wissenschaftliche Ansätze in potenzielle Therapien für behandlungsbedürftige Patientinnen und Patienten umzusetzen. Bis heute haben mehr als 40 Unternehmen weltweit Sachleistungen und technische Unterstützung in verschiedenen Therapiebereichen erhalten, darunter Krebserkrankungen, neurologische Störungen und Herz-Kreislauf-Krankheiten. Merck wird sein globales Förderprogramm mit der bevorstehenden Vergabe weiterer Advance Biotech Grants in den Regionen Asien-Pazifik, Europa sowie Mittlerer Osten und Afrika fortsetzen.

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