Fehler in pharmazeutischen Prozessen minimieren und Risiken reduzieren

Tiroler Start-up Innerspace sichert sich 5,7 Mio. Euro für weitere Expansion in den USA

06.02.2024
Innerspace

Innspace-Gründer (von links): Walter Ischia, Sebastian Scheler, Andreas Berger.

Das Innsbrucker Tech-Start-Up Innerspace, das mit Hilfe von Software und Virtual Reality (VR) eine Risikobewertung der Produktionsprozesse sowie das effektive Training des Reinraumpersonals führender Pharmaunternehmen ermöglicht, kann seinen Wachstumskurs nach einer sehr erfolgreichen Finanzierungsrunde weiter vorantreiben. Bereits im Juli investierte US-Investor Riverside in das Tiroler Unternehmen. Wenige Tage vor dem Jahreswechsel finalisierte Innerspace mit dem neuen Leadinvestor Matterwave Ventures eine substanzielle Seedrunde. Die bestehenden drei Investoren MAD Ventures, aws Gründungsfonds und High-Tech Gründerfonds investierten ebenfalls wieder.

"Das große Interesse der Investoren bestärkt uns natürlich, auf einem erfolgreichen Weg zu sein. Digitale Zwillinge für Prozessdesign und Training sind für kritische Herstellungsprozesse essenziell. Wir zählen bereits mehrere der größten Pharmaunternehmen weltweit zu unseren Kunden und werden sowohl Umsatz als auch Anzahl der Kunden in den kommenden Jahren vervielfachen", Walter Ischia, CFO von Innerspace.

"Innerspace ermöglicht seinen Kunden, Qualitätsprobleme zu vermeiden und produktionsinhärente Kontaminationsrisiken zu minimieren. Wir waren beeindruckt von der angesammelten Expertise des Teams in einer der höchstregulierten Industrien überhaupt. Die Technologie ermöglicht signifikante Prozessverbesserungen und damit einhergehend einen sehr substanziellen Kundennutzen", Benedikt Kronberger, Partner bei Matterwave Ventures.

Mit dem frischen Kapital wird Innerspace seine Marktpräsenz international ausbauen und die einzigartige „Frame-by-Frame“ Technologie weiterentwickeln. Das Tiroler Unternehmen setzt in Zukunft noch stärker auf den großen Wachstumsmarkt Amerika. Zahlreiche namhafte Unternehmen aus der Pharmabranche weltweit vertrauen bereits auf das Know-how des Unternehmens.

"Die notwendige Sorgfalt und Genauigkeit bei der Herstellung von Medikamenten hat sich bisher simplen Digitalisierungsansätzen entzogen. Mit unserem proprietären Frame-by-Frame Ansatz brechen wir diese Barriere. Design, Weiterentwicklung und Einlernen jeglicher Art von Herstellungsverfahren können nun im digitalen Zwilling erledigt werden. Das spart enorm Zeit und Geld und erhöht dabei auch noch die Verfahrenssicherheit und Qualität", Sebastian Scheler, Mitgründer und Chief Methodologist von Innerspace.

Einen weiteren Meilenstein in der jungen Unternehmensgeschichte schaffte Innerspace ebenfalls im abgelaufenen Geschäftsjahr: Die global agierende „Parenteral Drug Association“ (PDA), die mehr als 10.500 Mitglieder hat, und Innerspace gaben eine langfristige strategische Partnerschaft zur Entwicklung von weltweit anerkannten PDA-Schulungskursen bekannt. Diese enge Kooperation beinhaltet den Einsatz der Innerspace Technologie, also VR-Simulatoren mit Frame-by-Frame-Risikoprofilerstellungsfunktionen in den Standardtrainings der PDA. Ziel dieser Partnerschaft ist es, global eine Reihe von Trainingskursen für Fachleute in der pharmazeutischen und biopharmazeutischen Industrie anzubieten.

"Die Kurse enthalten dabei essenzielle VR-Module, die einerseits viel effektiver und immersiver sind als traditionelle Methoden, andererseits eine Unmenge an Daten liefern, was Menschen schwerer oder leichter lernen und wo Risiken bestehen, die man durch mehr Training oder aber durch Prozess-Redesign optimieren kann", Sebastian Scheler.

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