28.06.2021 - Eppendorf AG

Eppendorf Award for Young European Investigators 2021 geht an Tanmay Bharat

„Seine Arbeit hat weitreichende allgemeine Auswirkungen und öffnet auch die Tür für die Entwicklung neuer Antibiotika, die dringend benötigt werden“

Zum 26. Mal vergibt das Hamburger Life-Sciences-Unternehmen Eppendorf AG in diesem Jahr seinen Forschungspreis. Die unabhängige Jury unter Vorsitz von Prof. Reinhard Jahn wählte Dr. Tanmay Bharat, Sir William Dunn School of Pathology, University of Oxford, Großbritannien zum Gewinner des Eppendorf Award for European Investigators 2021.

Tanmay Bharat, Jahrgang 1985, erhält die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung für seine bahnbrechenden Arbeiten zur Struktur und Funktion der extrazellulären Oberflächenschichten, die prokaryotische Zellen umgeben und schützen.

„Insbesondere erklärt seine Forschung, wie filamentöse Phagen (symbiotische Viren, die von den Bakterien freigesetzt werden) pathogene Bakterien vor dem Angriff bestimmter Antibiotika schützen“, so die Jury. „Seine Arbeit hat weitreichende allgemeine Auswirkungen und öffnet auch die Tür für die Entwicklung neuer Antibiotika, die dringend benötigt werden.“

Tanmay Bharat: „Ich fühle mich sehr geehrt, den prestigeträchtigen Eppendorf Award zu erhalten. Dieser Preis ist ein direktes Ergebnis der Beiträge meiner talentierten Kollegen und Mitarbeiter und würdigt die Bedeutung der in meinem Labor durchgeführten Forschung. Wir untersuchen, wie pathogene Bakterien multizelluläre Gemeinschaften bilden, die Biofilme genannt werden, mit besonderem Augenmerk auf Zelloberflächenmolekülen, die Bakterien einsetzen, um einer antibiotischen Behandlung innerhalb von Biofilmen zu entgehen. Angesichts der immer größer werdenden Bedrohung durch antimikrobielle Resistenzen wird unsere Grundlagenforschung zur Entwicklung von Strategien für therapeutische Interventionen gegen bakterielle Infektionen beitragen.“

Aufgrund der noch immer anhaltenden COVID-19 Krisenlage gab es am 24. Juni 2021 eine virtuelle Preisverleihung mit Livestream, in der gleichzeitig auch der Preisträger 2020, Prof. Dr. Randall Platt von der ETH Zürich geehrt wurde.

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