BluCon Biotech und LG Chem schließen einzigartige Investitionsvereinbarung

Die Technologie von BluCon Biotech hat das Potenzial, den weltweiten Kunststoffmarkt zu verändern

16.03.2023 - Deutschland

BluCon Biotech GmbH, ein deutsches Biotech-Unternehmen, und LG Chem Ltd., ein koreanischer Chemiekonzern, haben eine Investitionsvereinbarung geschlossen, um die patentrechtlich geschützte Technologie von BluCon Biotech zu erweitern und zu kommerzialisieren und um das Bioökonomie-Portfolio von LG Chem zu ergänzen.

Computer-generated image

BluCon Biotech plant, ihr Verfahren zur Umwandlung von Rohstoffen wie Weizenstroh in Biokunststoffe auch auf andere Rohstoffe wie Maisstroh, Bagasse, Baumwollstängel, Stärke und Algen anzuwenden (Symbolbild).

Die Technologie von BluCon Biotech hat das Potenzial, den weltweiten Kunststoffmarkt zu verändern. Die direkte Fermentation von lignozellulosehaltigen Rohstoffen zu Milchsäure macht die Herstellung des Biokunststoffs PLA zu einem Preis möglich, der erlaubt, daß PLA mit aus Erdöl hergestellten Kunststoffen konkurrieren kann. Damit trägt das BluCon Biotech Verfahren zur nachhaltigen Bioökonomie bei. BluCon Biotech GmbH und LG Chem Ltd. haben vereinbart, gemeinsam an einem neuartigen Verfahren zur Umwandlung von lignozellulosehaltigen Non-Food-Rohstoffen in hochreine Milchsäure zu arbeiten, einem Vorprodukt für den biobasierten und biologisch abbaubaren Kunststoff PLA (poly lactic acid).

"Die patentrechtlich geschützte Technologie von BluCon ist hocheffizient und einzigartig. Sie ist weltweit die erste, die lignozellulosehaltige Biomasse in einem Bioreaktor direkt zu Milchsäure vergärt. Dies wird zu einem kommerziell tragfähigen Prozess führen der Milchsäure zu niedrigeren Kosten als herkömmliche Methoden herstellen kann und biobasierte Kunststoffe damit wettbewerbsfähig mit fossil basierten Kunststoffen macht", sagt Mitgründer und Geschäftsführer Dr. Albrecht Läufer.

Durch die Verwendung von Reststoffen aus Land- und Forstwirtschaft oder Abfallströmen, z. B. aus der Zellstoff- und Papierindustrie, vermeidet BluCon nicht nur die Konkurrenz der chemischen Produktion mit der Nahrungsmittelkette, sondern trägt auch zum Umweltschutz bei, indem es Luftverschmutzung und CO2-Emissionen vermeidet, die durch die Verbrennung von Stroh oder Bagasse in vielen Ländern noch entstehen.

Blu-Con hat Fördermittel vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz erhalten,um die Fermentationstechnologie vom Labor in den Pilotmaßstab zu skalieren. "Wir sind stolz auf die Investition und Unterstützung von LG Chem, einem der größten Chemieunternehmen der Welt, das sich klar dazu verpflichtet hat, bis 2030 ein klimaneutrales Wachstum und bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen", sagt Mitgründer und Geschäftsführer Markus Fehr.

BluCon Biotech plant, ihr Verfahren zur Umwandlung von Rohstoffen wie Weizenstroh in Biokunststoffe auch auf andere Rohstoffe wie Maisstroh, Bagasse, Baumwollstängel, Stärke und Algen anzuwenden. BluCon wird ihre Herstelltechnologie für Milchsäure aus Lignozelluloserohstoffen an Investoren z.B. aus der chemischen oder Agrar- oder Kunststoffindustrie lizenzieren. Dadurch werden Einnahmen in Form von Meilensteinzahlungen, Lizenzgebühren und Servicegebühren erzielt. Die Milchsäurefabriken werden in Gebieten mit großer landwirtschaftlicher Produktion angesiedelt sein. Dies kann dazu beitragen, die Entwicklung ländlicher Gebiete weltweit voranzutreiben. Darüber hinaus kann die Technologieplattform von BluCon Biotech auch für die Herstellung anderer biobasierter Produkte wie Ethanol oder Bernsteinsäure verwendet werden.

Weitere News aus dem Ressort Wirtschaft & Finanzen

Meistgelesene News

Weitere News von unseren anderen Portalen

Revolutioniert künstliche Intelligenz die Life Sciences?

Da tut sich was in der Life-Science-Branche …

So sieht echter Pioniergeist aus: Jede Menge innovative Start-ups bringen frische Ideen, Herzblut und Unternehmergeist auf, um die Welt von morgen zum Positiven zu verändern. Tauchen Sie ein in die Welt dieser Jungunternehmen und nutzen Sie die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme mit den Gründern.