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Roche droht bei geplanter Übernahme von Spark Therapeutics Gegenwehr

03.04.2019

(dpa-AFX) Dem Pharmakonzern Roche weht bei der geplanten Übernahme des US-Unternehmens Spark Therapeutics ein kräftiger Wind von Investorenseite entgegen. Mehrere Aktionäre des US-Spezialisten für Gentherapie haben an einem Gericht in Delaware Klage gegen die eigene Firmenspitze eingereicht und torpedieren damit die Transaktion.

Die Begründung klingt bei allen Klägern mehr oder weniger ähnlich, wie aus den bei der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC einsehbaren Anklageschriften hervorgeht. Sie werfen Spark Therapeutics vor, wichtige Informationen unterschlagen zu haben.

Das Management von Spark hatte seinen Aktionären im Rahmen der Übernahmeofferte von Roche Ende Februar empfohlen, das Angebot von 114,50 US-Dollar je Anteilsschein anzunehmen. Insgesamt würde die Transaktion die Basler etwa 4,8 Milliarden US-Dollar kosten. Das Angebot an die Aktionäre läuft bis Mittwoch den 3. April um Mitternacht.

Wie es nun in einer der Klageschriften heißt, ist es nicht nachvollziehbar, ob der offerierte Preis auch "fair" ist. Spark sei aber laut US-Recht dazu verpflichtet, seinen Aktionären in einem Empfehlungsschreiben zu begründen, weshalb das Angebot von Roche die eigene Firma richtig bewertet.

In diesem Schreiben habe Spark teilweise unvollständige oder auch irreführende Informationen zu Themen wie etwa den Finanzprognosen gemacht, bemängeln die Kläger. Sie fordern, dass diese offengelegt werden.

Wie es in dem SEC-Text heisst, sind Spark Therapeutics und der Verwaltungsrat der Gesellschaft der Ansicht, dass die Beschwerden unbegründet sind. Die Gesellschaft, der Verwaltungsrat der Gesellschaft und die Roche Holdings beabsichtigen, sich entschieden gegen solche Ansprüche zu wehren.

Roche wollte die Klage auf Anfrage von der Schweizer Finanznachrichten-Agentur AWP nicht kommentieren.

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