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Neue Wirkstoffe aus dem Nordpolarmeer

LDC und Arctic University of Norway bilden Partnerschaft

08.10.2014

Die Lead Discovery Center GmbH (LDC) und die Arctic University of Norway (UiT) werden zukünftig kooperieren, um neue pharmazeutische Wirkstoffe aus dem marinen arktischen Umfeld zu entdecken. Dabei liegt der Fokus auf der Bekämpfung von Krankheiten, für die dringend wirksame Therapien benötigt werden.
Im Rahmen der Kooperation stellt die UiT ihre Substanzbibliothek zur Verfügung, die aus unterschiedlichsten Organismen des Nordpolarmeeres gewonnen wurde. Diese Sammlung an Naturstoffen stellt eine für die Wirkstoffentwicklung hochinteressante neue Quelle an bioaktiven Stoffen dar. Durch die extremen abiotischen und biotischen Umweltfaktoren in der Arktis wurde die Evolution von hochspezialisierten Organismen vorangetrieben, die unzählige, bis heute unbekannte Substanzen enthalten.

“Diese bioaktiven Substanzen haben ein unglaubliches Potential und wir sind begeistert, es zusammen mit der UiT für die Erforschung neuer Therapien nutzen zu können“, kommentiert Dr. Bert Klebl, Geschäftsführer und wissenschaftlicher Leiter des LDC. „Außerdem freuen wir uns darauf, als zukünftiger Partner der UiT dort bereits initiierte Wirkstoffprojekte gemeinsam bis zum Stadium einer validierten Leitstruktur weiter zu entwickeln“.

Entsprechend der Kooperationsvereinbarung wird die UiT Substanzbibliothek am LDC für Screening Kampagnen eingesetzt, die sich gegen gut untersuchte biologische Zielstrukturen (Targets) richten. LDC hat Zugriff auf zahlreiche Targets, auch über sein dichtes akademisches Netzwerk. Darüber hinaus sollen auch Wirkstoffentwicklungsprojekte betrieben werden, die auf UiT Targets basieren.

LDC  und UiT wollen während der 5-jährigen Kooperation in allen Phasen intensiv zusammenarbeiten, von der Phase der Target-Auswahl bis hin zur Phase der Kommerzialisierung von Leitstrukturen. Die UiT liefert vor allem ihre Projekt-spezifische Expertise, die Substanzbibliothek und finanzielle Ressourcen. Das LDC trägt sein umfassendes Know-How im Bereich Wirkstoffidentifizierung und -entwicklung sowie sein industrielles Netzwerk bei. Potentielle Gewinne, die aus erfolgreicher Kommerzialisierung eines Wirkstoffs resultieren, werden zwischen den Partnern geteilt.

“Wir betrachten es als Prilvileg, mit einer solch angesehenen und renommierten translationalen Forschungseinrichtung mit einer beeindruckenden Erfolgsgeschichte zusammenzuarbeiten,“ sagt  die Dekanin der Fakulty for Biosciences, Fisheries and Economics, UiT, Edel Elvevoll. „Die Kollaboration mit dem LDC erhöht unsere Fähigkeit signifikant, neue Medikamente auf der Basis von Substanzen aus arktischen Organismen zu entdecken und entwickeln.“

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