Bruker steigt bei Organ-on-a-Chip-Spezialist MIMETAS ein
Entdeckung und Entwicklung von Arzneimitteln unter Berücksichtigung der menschlichen Physiologie
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Die Bruker Corporation gab eine Mehrheitsbeteiligung an MIMETAS B.V. bekannt, einem Entwickler von „Organ-on-a-Chip“-Plattformen sowie fortschrittlichen Modellen für menschliches Gewebe und Krankheiten für die Arzneimittelforschung und -entwicklung. Die Beteiligung erweitert Brukers postgenomische Lösungen für die Forschung im Bereich der Krankheitsbiologie sowie für die Wirkstoffforschung und -entwicklung um mikrophysiologische Systeme (MPS), auch als „New Approach Methodologies“ (NAMs) bezeichnet, die auf für die menschliche Physiologie relevanten Modellsystemen basieren.
MIMETAS bietet skalierbare „Organ-on-a-Chip“-Lösungen für die Kultivierung und Analyse von menschenrelevanten Geweben im Hochdurchsatz-Plattenformat. Die OrganoPlate®-Plattform ermöglicht fortschrittliche Krankheitsmodellierung, Wirkstofftests und Sicherheitsbewertungen. Im Uhrzeigersinn von rechts unten: Migration von Immunzellen aus einem Blutgefäß, ein vaskularisiertes Lebermodell, ein Darmtubulus, ein aus einem Kolonorganoid gewonnener Tubulus und ein vaskularisiertes Lungenmodell
Bruker Corporation
MIMETAS entwickelt skalierbare „Organ-on-a-Chip“-Plattformen und menschliche Gewebemodelle, die es Forschern ermöglichen, Krankheitsmechanismen und Reaktionen auf Wirkstoffe in durchbluteten, biologisch relevanten Systemen zu untersuchen. Die „OrganoPlate®“-Plattform kombiniert ein Standard-Mikrotiterplattenformat mit membranfreien mikrofluidischen Gewebekulturen und unterstützt Bildgebung, automatisierte Handhabung sowie Forschungs- und Entwicklungsabläufe mit höherem Durchsatz. Bruker plant, diese Fähigkeiten mit seinen Technologien in den Bereichen Proteomik, Metabolomik, NMR, präklinische Bildgebung und räumliche Biologie zu kombinieren.
„Für das Verständnis der Krankheitsbiologie und die Bewertung von Therapiekandidaten gewinnen physiologisch relevante Gewebe- und Krankheitsmodelle zunehmend an Bedeutung“, sagte Frank H. Laukien, Präsident und CEO der Bruker Corporation. „Die einzigartigen MIMETAS-‚Organ-on-a-Chip‘-Plattformen ergänzen die Kompetenzen von Bruker in den Bereichen Multiomik, räumliche Biologie und präklinische Bildgebung. Wir sind davon überzeugt, dass humanisierte mikrophysiologische Systeme, sogenannte NAMs, eine vielversprechende Zukunft haben und zunehmend in der Wirkstoffforschung, -entwicklung und präklinischen Prüfung zum Einsatz kommen werden.“
Das MIMETAS-Portfolio umfasst die OrganoPlate-Plattform für die „Organ-on-a-Chip“-Forschung, OrganoReady®-Gewebe- und Organoid-Produkte, zugehörige Instrumente sowie Auftragsforschungsdienstleistungen. Die Unternehmen planen die Entwicklung integrierter Produkt- und Dienstleistungs-Workflows, die diese humanen Modellsysteme mit den Technologien und Dienstleistungen von Bruker zur molekularen und zellulären Charakterisierung verbinden.
Ein leitender wissenschaftlicher Direktor eines globalen Pharmaunternehmens kommentierte: „Das OrganoReady-Kolon-Organoid-Modell in Kombination mit dem OrganoTEER®-System ist mittlerweile vollständig in unseren Workflow für Toxizitätstests integriert. Die Plattform fügt sich nahtlos in unser Routinescreening ein und unterstützt die Erzeugung konsistenter, reproduzierbarer Daten.“
„Der Zusammenschluss mit Bruker eröffnet uns die Möglichkeit, unsere Plattformen zu skalieren und fortschrittliche menschliche Gewebemodelle weltweit mehr Forschern zugänglich zu machen“, sagten Paul Vulto und Jos Joore, Mitbegründer und Co-CEOs von MIMETAS. „Durch die Kombination unserer OrganoPlate- und OrganoReady-Lösungen mit den Technologien von Bruker zur molekularen und zellulären Charakterisierung wollen wir stärker integrierte Arbeitsabläufe für die Krankheitsforschung, die Wirkstoffbewertung und die Arzneimittelentwicklung anbieten.“
Bruker und MIMETAS bedienen Forscher aus den Bereichen Pharmazie und Biotechnologie mit sich ergänzenden Technologien. Der Zusammenschluss soll fortschrittliche menschliche Gewebemodelle mit molekularer, zellulärer und räumlicher Charakterisierung verbinden und so die Gewinnung von Erkenntnissen für die Krankheitsforschung, Entscheidungen in der Arzneimittelentwicklung sowie Grundlagenmodelle für künstliche Intelligenz unterstützen.
Finanzielle Details der Transaktion wurden nicht bekannt gegeben. MIMETAS wird weiterhin unter seiner etablierten Marke und mit seinem bisherigen Management tätig sein.
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