EIB und HERA Invest fördern Ethris' mRNA-Portfolio mit €30 Millionen
Münchner Biotech treibt nasales Antivirale in Phase 2b voran
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Die Ethris GmbH, ein Biotechnologieunternehmen im klinischen Stadium, das Pionierarbeit im Bereich der RNA-Therapeutika und -Impfstoffe der nächsten Generation leistet, die Europäische Investitionsbank (EIB) und die Generaldirektion für Gesundheitsnotfallvorsorge und -reaktion (DG HERA) der Europäischen Kommission gaben eine Finanzierungsvereinbarung in Höhe von 30 Millionen Euro bekannt, um die weitere klinische Entwicklung des Ethris-Portfolios an mRNA-Produkten für Atemwegserkrankungen voranzutreiben.
Dazu gehören der führende mRNA-basierte Wirkstoffkandidat des Unternehmens, ETH47, der auf Asthma und chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ausgerichtet ist, sowie weitere Programme, insbesondere ETH52 und ETH53, die sich auf mukosale Influenza-Impfstoffe und die Pandemievorsorge konzentrieren. Die Unterzeichnungszeremonie fand am Hauptsitz von Ethris in München statt.
ETH47 wird derzeit in einer Phase-2a-Studie hinsichtlich seiner antiviralen Wirksamkeit bei Patienten mit Asthma untersucht und soll künftig auch bei COPD-Patienten getestet werden, da Virusinfektionen wichtige Auslöser für Asthma- und COPD-Exazerbationen sind und von den derzeitigen Therapien nicht abgedeckt werden. Die Finanzierung wird die Weiterführung von ETH47 in Phase-2b-Studien bei Patienten mit Asthma und COPD unterstützen.
„Die Finanzierung der EIB im Rahmen von HERA Invest wird es uns ermöglichen, den klinischen Proof-of-Concept für unseren neuartigen Ansatz zur Bekämpfung viraler Bedrohungen direkt am Eintrittspunkt weiter zu untermauern“, sagte Dr. Carsten Rudolph, Vorstandsvorsitzender und Mitbegründer von Ethris. „ETH47 ist darauf ausgelegt, die natürliche angeborene Immunantwort des Körpers zu aktivieren, anstatt auf spezifische virale Proteine abzuzielen, was ihm ein breites Potenzial an antiviraler Wirksamkeit gegen eine Vielzahl von Virusfamilien verleiht. Wir sind davon überzeugt, dass diese Plattform das Potenzial hat, die Lebensqualität der Menschen nicht nur durch die Vorbeugung von Exazerbationen bei chronischen Atemwegserkrankungen wie Asthma und COPD zu verbessern, sondern auch durch die Verhinderung der Virusübertragung – und damit einen vielversprechenden Ansatz für die Pandemievorsorge bietet.“
Nicola Beer, Vizepräsidentin der Europäischen Investitionsbank, kommentierte: „Die EIB ist stolz darauf, Ethris dabei zu unterstützen, eine vielversprechende europäische mRNA-Innovation vom Labor zum Patienten zu bringen. ETH47 könnte einen neuen, lokal verabreichten Ansatz für virusbedingte Asthma- und COPD-Exazerbationen bieten, während die Entwicklung als Nasenspray das Potenzial für eine nicht-invasive Verabreichung birgt – vorbehaltlich des klinischen und regulatorischen Erfolgs. Durch unsere Zusammenarbeit mit HERA trägt diese Finanzierung dazu bei, Europas Vorsorge für künftige Gesundheitsbedrohungen zu stärken. Diese Investition unterstreicht zudem unser umfassendes Engagement für die Stärkung des europäischen Ökosystems im Bereich Pharmazie und Biotechnologie sowie für die Förderung von Innovationen im Gesundheitswesen, der Widerstandsfähigkeit und der Pandemievorsorge.“
Laurent Muschel, stellvertretender Leiter der GD HERA, fügte hinzu: „Die heutige HERA-Invest-Vereinbarung wird ein Unternehmen unterstützen, das auf mehreren innovativen Elementen aufbaut, um Impfstoff- und Therapiekandidaten parallel zu entwickeln. Es hat das Potenzial der mRNA-Technologien erschlossen und diese stabiler und einfacher zu verabreichen gemacht. Es entwickelt Produkte, die intranasal verabreicht werden können und so eine lokale Reaktion an der Eintrittsstelle des Erregers ermöglichen. Zudem schlägt es vor, die Infektionserreger mit einem Therapeutikum zu bekämpfen, das auf das Wirtssystem abzielt und nicht direkt auf den Erreger selbst, was es ermöglichen könnte, mehrere Virusfamilien gleichzeitig zu bekämpfen, anstatt sich jeweils nur auf einen Erreger zu konzentrieren. Heute ist die Entwicklung von Impfstoffen und antiviralen Medikamenten wichtiger denn je, um neu auftretende Bedrohungen zu bekämpfen. Unsere Investition ist Teil dieser Antwort.“
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