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Drei Todesfälle: Bornavirus für Menschen doch gefährlich

28.03.2018

RPN; pixabay.com; CC0

Spitzmaus, Symbolbild

(dpa) - Drei Patienten in Deutschland sind an den Folgen einer Viruserkrankung gestorben, die bisher nur bei Tieren beobachtet wurde. Die Betroffenen hatten eine Gehirnentzündung, die höchstwahrscheinlich durch das klassische Bornavirus ausgelöst worden sei, sagte der Leiter des Instituts für Virusdiagnostik am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) in Greifswald, Martin Beer. Er und das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin gehen davon aus, dass es sich um die ersten gesicherten Bornavirus-Nachweise beim Menschen überhaupt handelt. Das RKI berichtete kürzlich von den Fällen, in denen das FLI von Ende 2016 an hinzugezogen wurde.

Zwei der Patienten hätten sich mit hoher Sicherheit über transplantierte Organe des gleichen Spenders angesteckt, so Beer. «Wir gehen bei diesem Geschehen von einem sehr seltenen Einzelfall aus.» Der dritte Todesfall steht nicht mit der Transplantation in Zusammenhang - Details wurden aber nicht genannt. Bei Pferden sind Infektionen mit dem Erreger seit mehr als 100 Jahren bekannt.

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