QIAGEN und EQT einigen sich auf milliardenschweres Übernahmeangebot

Aufsichtsrat und Vorstand von QIAGEN unterstützen die Transaktion uneingeschränkt

22.10.2026
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Symbolbild

QIAGEN N.V. und der EQT XI Fonds („EQT Private Equity“) haben eine Vereinbarung bekannt gegeben, nach welcher Crown NL Bidco B.V. (die „Bieterin”) seine Entscheidung bekannt gegeben hat, ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot in bar für den Kauf aller ausstehenden QIAGEN-Aktien zu je 46,50 Euro pro Aktie zu unterbreiten (das „Übernahmeangebot“).

Die Bieterin ist eine Holdinggesellschaft, die mittelbar vom EQT XI Fonds kontrolliert wird, mit weiteren indirekten Beteiligungen der Co-Investoren Luxinva S.A. (einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft der Abu Dhabi Investment Authority (ADIA)) und CPP Investment Board Europe Inc. (einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft von Canada Pension Plan Investment Board (CPP Investments)). EQT Private Equity wird von verbundenen Unternehmen der EQT AB mit Sitz in Stockholm, Schweden („EQT“), verwaltet und kontrolliert.

Dem Übernahmeangebot ging eine umfassende Prüfung durch Aufsichtsrat und Vorstand von QIAGEN (die „QIAGEN-Gremien“) voraus. Im Zuge dieser wurden die strategischen Perspektiven von QIAGEN bewertet und Gespräche sowohl mit strategischen Interessenten als auch mit Finanzinvestoren geführt. Die QIAGEN-Gremien sind überzeugt, dass die Transaktion das beste Umfeld für die nächste Wachstumsphase von QIAGEN schafft. In privater Eigentümerschaft erhält QIAGEN mehr Flexibilität, langfristig zu investieren, und den Aktionären bietet die Transaktion zugleich einen attraktiven und sicheren Wert ihrer Beteiligung in bar.

Die Bieterin wird den QIAGEN-Aktionären eine Barzahlung in Höhe von 46,50 Euro je QIAGEN-Aktie (der „Angebotspreis“) anbieten. Dies entspricht einer attraktiven Prämie von 40,3 % auf den XETRA-Schlusskurs von 33,15 Euro je QIAGEN-Aktie am 8. Juli 2026, dem letzten Handelstag vor der Veröffentlichung von Marktgerüchten über Übernahmeinteressen von Private-Equity-Gesellschaften, 

sowie von 46,9 % auf den volumengewichteten Durchschnittskurs (VWAP) der letzten drei Monate an der XETRA von 31,66 Euro je QIAGEN-Aktie bis einschließlich 8. Juli 2026.

Die Transaktion bewertet QIAGEN mit einem Unternehmenswert von rund 10,8 Milliarden Euro (rund 12,1 Milliarden US-Dollar zu aktuellen Wechselkursen, einschließlich einer Nettoverschuldung von rund 1,1 Milliarden US-Dollar).

Strategische Prüfung spricht für geplante Transaktion und Partnerschaft mit EQT Private Equity

Die QIAGEN-Gremien sind einstimmig zu der Auffassung gelangt, dass die Transaktion unter Berücksichtigung der Interessen der Stakeholder von QIAGEN im besten Interesse von QIAGEN und seines Geschäfts liegt.

Stephen H. Rusckowski, Vorsitzender des Aufsichtsrats von QIAGEN, sagt: „Diese Transaktion bietet den Aktionären einen attraktiven Wert und schafft für QIAGEN zugleich die richtigen Voraussetzungen für die nächste Entwicklungsphase als privates Unternehmen. Wir haben sowohl die Zukunft von QIAGEN als eigenständiges Unternehmen als auch die Alternativen, die sich aus Gesprächen mit strategischen Interessenten und Finanzinvestoren ergeben haben, sorgfältig abgewogen. Auf dieser Grundlage sind wir einstimmig zu dem Schluss gekommen, dass dies der beste Weg für QIAGEN, seine Aktionäre und weitere Stakeholder ist.“

Jonathan M. Pratt, Geschäftsführer von QIAGEN, sagt: „In meiner bisherigen Zeit bei QIAGEN konnte ich mich selbst von der Qualität unserer Mitarbeitenden, unserer Technologien und unserer Kundenbeziehungen überzeugen. Gleichzeitig sehe ich klare Chancen, auf diesen Stärken aufzubauen und unseren Kunden noch mehr zu bieten. Als privates Unternehmen können wir schneller handeln und haben mehr Spielraum, unsere Ressourcen dort einzusetzen, wo sie unsere langfristige Strategie am besten ergänzen. Das kann uns helfen, das Unternehmen entlang unserer Prioritäten auszurichten und unseren Mitarbeitenden mehr Möglichkeiten zu bieten, Innovationen voranzutreiben, sich beruflich weiterzuentwickeln und die Zukunft von QIAGEN mitzugestalten.”

Roland Sackers, Chief Financial Officer von QIAGEN, sagt: „Diese Vereinbarung bietet unseren Aktionären eine attraktive Prämie. Gleichzeitig gewinnt QIAGEN mit EQT einen starken Partner, der unsere strategischen Prioritäten und unsere Vision für die Zukunft teilt. Mit der Unterstützung und den Ressourcen von EQT haben wir mehr Möglichkeiten, neue Chancen wahrzunehmen und unsere Kompetenzen weiterzuentwickeln. Dabei bauen wir auf den hervorragenden Grundlagen auf, die unsere Teams geschaffen haben.“

Matteo Thun-Hohenstein, Partner bei EQT, sagt: „QIAGEN ist ein herausragendes, weltweit führendes Unternehmen im Markt für Life-Science-Instrumente und Diagnostik. Wir verfolgen die Entwicklung des Unternehmens seit vielen Jahren und schätzen den hervorragenden Ruf und den positiven Beitrag seiner Produkte und Dienstleistungen. Sie unterstützen Kunden dabei, Spitzenforschung voranzutreiben, die Behandlungsergebnisse für Patientinnen und Patienten zu verbessern und wertvolle Erkenntnisse aus biologischen Proben zu gewinnen. Das Management und die Mitarbeitenden von QIAGEN haben ein herausragendes Unternehmen mit einem Portfolio hochattraktiver Produkte und angesehener Marken, starken Marktpositionen und umfassender technischer Expertise aufgebaut. EQT bringt umfassende Branchenerfahrung, ein globales Netzwerk und operative Kompetenz mit. Wir sind stolz darauf, gemeinsam mit den hochqualifizierten und talentierten Mitarbeitenden von QIAGEN weiter in die kontinuierliche Produktinnovation und das Wachstum von QIAGEN zu investieren.”

Michael Bauer, Global Co-Head Healthcare bei EQT, sagt: „Dies ist eine wegweisende Transaktion für EQT. Sie unterstreicht die umfassende Branchenexpertise, die Investmenterfahrung und das einzigartige Netzwerk, das wir in den vergangenen drei Jahrzehnten aufgebaut haben. QIAGEN steht im Zentrum der modernen Life-Sciences- und Diagnostikbranche, und wir freuen uns darauf, mit dem Unternehmen zusammenzuarbeiten. Wir sind stolz, gemeinsam mit ADIA und CPP Investments zu investieren. Ihre langfristige Perspektive und ihre Erfahrung mit großen Transaktionen machen sie zu herausragenden Partnern.“

Langfristige Eigentümerschaft, um die Strategie von QIAGEN zu unterstützen

Im Rahmen des Business Combination Agreements (das „BCA“) hat EQT Private Equity vereinbart, die langfristige Entwicklung von QIAGEN zu unterstützen. Dazu gehören Zusagen in Bezug auf die Strategie, das Geschäft, die wichtigsten Marken, die operative Präsenz, die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von QIAGEN sowie Regelungen für die Mitarbeitenden, eine solide Finanzierungsstruktur und die Exzellenzkultur des Unternehmens. Nach Abschluss der Transaktion wird QIAGEN weiterhin unter dem Namen und der Marke QIAGEN agieren.

EQT zählt weltweit zu den führenden Investoren und verwaltet ein Vermögen von 354 Milliarden Euro. Seit drei Jahrzehnten unterstützt EQT als aktiver Eigentümer Unternehmen dabei, sich weiterzuentwickeln und zukunftsfähig aufzustellen. EQT verfügt über umfassende Erfahrung in der Gesundheits- und LifeSciences-Branche. Diese Expertise stützt sich auf ein Team von rund 100 Investmentexperten in 15 Ländern. Weltweit hat EQT mehr als 30 Milliarden Euro in über 210 Unternehmen im Gesundheitssektor investiert. Zu den aktuellen und ehemaligen Portfoliounternehmen von EQT zählen SPT Labtech, Galderma, Parexel, Aldevron, Dako und HemoCue. Diese Investitionen unterstreichen die umfassende Erfahrung von EQT im Life-Sciences-Sektor, insbesondere in Bereichen, die eng mit den Geschäftsschwerpunkten von QIAGEN verbunden sind.

Überblick über die Transaktion und erforderliche Genehmigungen 

Die QIAGEN-Gremien haben das BCA einstimmig genehmigt und unterstützen die Transaktion.

Die QIAGEN-Gremien haben das Übernahmeangebot sowie bestimmte gesellschaftsrechtliche Maßnahmen, die nach Abschluss des Übernahmeangebots umgesetzt werden sollen und mit denen die

Bieterin das gesamte Geschäft von QIAGEN vollständig übernehmen kann (die „Post-ClosingMaßnahmen“), sorgfältig geprüft.

Gemäß den Bestimmungen und vorbehaltlich der Bedingungen des BCA, werden die QIAGEN-Gremien den QIAGEN-Aktionären empfehlen, ihre Aktien im Rahmen des Übernahmeangebots anzudienen und auf einer außerordentlichen Hauptversammlung, die während der ersten Annahmefrist stattfinden soll (die „Außerordentliche Hauptversammlung“), für die Beschlüsse zu den Post-Closing-Maßnahmen und den damit verbundenen Governance-Themen zu stimmen. Ihre formelle Empfehlung wird nach Veröffentlichung der Angebotsunterlage (die „Angebotsunterlage“) durch die Bieterin in einer Stellungnahme veröffentlicht. 

Das Übernahmeangebot wird unter dem Vorbehalt  des Erreichens einer Mindestannahmeschwelle in Höhe von 50 % des ausstehenden Grundkapitals des Unternehmens zuzüglich einer QIAGEN-Aktie, der Fassung bestimmter Beschlüsse durch die der Außerordentlichen Hauptversammlung einschließlich der Zustimmung zu den Post-Closing-Maßnahmen, der eines gesonderten Beschluss der QIAGEN-Gremien zur Umsetzung der Post-Closing-Maßnahmen (der „Umsetzungsbeschluss“), fusionskontrollrechtlicher und investitionsprüfungsrechtlicher Freigaben sowie bestimmter weiterer, in der Angebotsunterlage zum Übernahmeangebot enthaltener Bedingungen stehen.

Die Umsetzung der Post-Closing-Maßnahmen wird dazu führen, dass die Bieterin den gesamten Geschäftsbetrieb des Unternehmens erwirbt und sämtliche Aktionäre des Unternehmens, die das Übernahmeangebot nicht angenommen haben, eine Barzahlung je QIAGEN-Aktie in Höhe des

Angebotspreises abzüglich anwendbarer Quellensteuern erhalten. Dies kann dazu führen, dass die Aktionäre einen geringeren Nettobetrag erhalten, als wenn sie das Übernahmeangebot angenommen hätten. Im Zusammenhang mit der Umsetzung der Post-Closing-Maßnahmen soll die Börsennotierung der QIAGEN-Aktien an der Frankfurter Wertpapierbörse und der New York Stock Exchange beendet werden.

Gemäß dem BCA werden die QIAGEN-Gremien den Umsetzungsbeschluss fassen, wenn die Außerordentliche Hauptversammlung den Post-Closing-Maßnahmen mit einer Mehrheit von mindestens 80 % der abgegebenen Stimmen zugestimmten hat. Andernfalls fassen die QIAGEN-Gremien den Umsetzungsbeschluss nach eigenem Ermessen, sofern sie im Einklang mit ihren Treuepflichten zu dem Schluss gelangen, dass die Durchführung der Transaktion, einschließlich der Post-Closing-Maßnahmen, unter Berücksichtigung der Interessen der Aktionäre und anderer Stakeholder im besten Interesse von QIAGEN liegt und die Transaktion die Unterstützung einer erheblichen Mehrheit der Aktionäre findet.

Um festzustellen, ob die Transaktion von einer deutlichen Mehrheit der QIAGEN-Aktionäre unterstützt wird und ob das Abstimmungsergebnis die tatsächliche Unterstützung unter den Aktionären angemessen widerspiegelt, können die QIAGEN-Gremien unter anderem berücksichtigen, wie hoch der Anteil der Stimmen ist, die für die Post-Closing-Maßnahmen abgegeben wurden und wie viele Aktionäre an der Außerordentlichen Hauptversammlung teilgenommen haben. Darüber hinaus kann in Erwägung gezogen werden, wie viele langfristige Aktionäre im Vergleich zu den Stimmen solcher Aktionäre, die ihre Aktien erst nach Bekanntgabe der Transaktion erworben haben, um die Transaktion zu verhindern oder ereignisgetriebene Hedgefonds-Strategien zu verfolgen, für die Post-Closing-Maßnahmen gestimmt haben. 

Der Abschluss des Übernahmeangebots wird derzeit für Mitte 2027 erwartet. Sollte das Übernahmeangebot nicht innerhalb von zehn Monaten ab dem Datum der Bekanntgabe abgeschlossen sein, weil erforderliche regulatorische Genehmigungen noch ausstehen, kann QIAGEN gemäß dem BCA beschließen, den Aktionären eine Zwischendividende von bis zu 0,47 US-Dollar je Aktie zu zahlen. Eine solche Dividende würde nicht vom Angebotspreis abgezogen werden.

Bis zum Abschluss des Übernahmeangebots wird QIAGEN weiterhin als unabhängiges Unternehmen unter der Leitung des derzeitigen Managements geführt.

Nächste Schritte

Das Übernahmeangebot erfolgt gemäß den Bedingungen, die in der von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („Bafin“) zu genehmigenden Angebotsunterlage dargelegt sind. Die Angebotsunterlage wird nach der Gestattung durch die Bafin veröffentlicht. Mit dem Zeitpunkt der Veröffentlichung beginnt die Annahmefrist für das Übernahmeangebot. Zum selben Zeitpunkt wird die Bieterin das Übernahmeangebot in den Vereinigten Staaten einleiten und bei der U.S. Securities and Exchange Commission („SEC“) ein Tender Offer Statement auf Schedule TO einreichen. Die Angebotsunterlage (auf Deutsch und in einer unverbindlichen englischen Übersetzung) sowie weitere

Informationen zum Übernahmeangebot werden gemäß dem deutschen Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG) auf der Website der Bieterin unter https://eqt-offer.com/veröffentlicht. Das Schedule TO sowie die zugehörigen Unterlagen werden über die Website der SEC unter http://www.sec.govzugänglich sein. 

Finanzierungssicherheit

EQT Private Equity hat verbindliche Eigen- und Fremdkapitalfinanzierungen gesichert, die ausreichen, um den im Rahmen des Übernahmeangebots zu zahlenden Kaufpreis sowie die damit verbundenen Transaktionskosten zu finanzieren. Das Übernahmeangebot steht unter keinem Finanzierungsvorbehalt. Morgan Stanley, Jefferies, Deutsche Bank, SMBC, Crédit Agricole und UniCredit treten als Bookrunner und Lead Arranger für die zugesagte Fremdkapitalfinanzierung auf.

Berater

Moelis & Company LLC und Goldman Sachs Bank Europe SE treten als Finanzberater von QIAGEN auf, Perella Weinberg Partners als Finanzberater des Aufsichtsrats. De Brauw Blackstone Westbroek N.V., Linklaters LLP und Davis Polk & Wardwell LLP sind als Rechtsberater von QIAGEN tätig.

Morgan Stanley & Co. International plc („Morgan Stanley“) und Jefferies LLC („Jefferies”) treten als leitende Finanzberater von EQT Private Equity und Deutsche Bank als Finanzberater auf. Milbank ist als leitender Rechtsberater tätig, mit Stibbe und Paul Weiss als weitere Rechtsberater. Clifford Chance ist als Rechtsberater von ADIA und Freshfields als Rechtsberater von CPP Investments tätig.

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