Merck steigt mit 50-Mio.-Dollar-Deal in Markt für genetische Kardiomyopathien ein

Merck kooperiert mit Saturnus Bio und sichert sich eine Kaufoption auf das von Versant Ventures gegründete Biotech

25.06.2026
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Symbolbild

Merck hat eine strategische Forschungskollaboration mit Saturnus Bio bekannt gegeben, einem von Versant Ventures gegründeten Biotech-Unternehmen. Gegenstand dieser Zusammenarbeit ist der Aufbau eines grundlegenden Portfolios auf dem vielversprechenden Therapiegebiet seltener genetisch bedingter Kardiomyopathien. Merck hat sich zum Ziel gesetzt, den erheblichen Behandlungsbedarf bei seltenen Erkrankungen durch zielgerichtete Therapien zu adressieren. Die Partnerschaft mit Saturnus Bio unterstreicht dieses Engagement.

„Der Start von Saturnus durch eine grundlegende Partnerschaft mit Merck veranschaulicht Versants Strategie, mit Pharmaunternehmen zusammenzuarbeiten, um eine neue Medizinforschung in Bereichen mit hohem ungedecktem medizinischem Bedarf zu entwickeln“, sagte Rick Dewey, MD, Entrepreneur-in-Residence bei Versant Ventures und CEO von Saturnus. „Das Unternehmen ist gut aufgestellt, um die Entwicklung seiner Pipeline von First-in-Class-Medikamenten für genetische Kardiomyopathien zu beschleunigen.“

Die auf die Forschungsphase ausgerichtete Partnerschaft folgt einem „Build-to-Buy“-Ansatz: Merck leistet eine Vorauszahlung in Höhe von 50 Mio. US-Dollar zur Finanzierung der Forschungsaktivitäten von Saturnus Bio und sichert sich damit eine Minderheitsbeteiligung an dem Unternehmen. Hinzu kommen weitere erfolgsabhängige Zahlungen für bestimmte Meilensteine in der präklinischen Phase, durch welche die Entwicklung neuartiger Wirkstoffkandidaten für Patienten mit genetisch bedingter Kardiomyopathie unterstützt werden soll. Merck verfügt über das exklusive Recht zur Akquisition von Saturnus Bio gegen eine vorab festgelegte Optionszahlung sowie zusätzliche erfolgsabhängige Kaufpreisbestandteile (Earn‑out‑Zahlungen).

Der Schwerpunkt der strategischen Partnerschaft liegt auf kardiovaskulärer Präzisionsmedizin der nächsten Generation: Mithilfe gezielter Genmodulation soll die Behandlung seltener monogener Kardiomyopathien verbessert werden, bei denen eine erhebliche Therapielücke besteht. Für das Herz-Kreislauf-Geschäft von Merck eröffnen genetisch bedingte Erkrankungen des Herzmuskels den Einstieg in einen Markt, in dem es bislang keine zugelassenen Therapien für genetische Erkrankungsauslöser gibt, weshalb hier ein erheblicher ungedeckter Bedarf besteht.

Merck hat sich zum Ziel gesetzt, mithilfe fortschrittlicher Technologien und datenwissenschaftlicher Ansätze (Data Science) die Entdeckung, Entwicklung und Bereitstellung bahnbrechender Medikamente zu beschleunigen. Diese Partnerschaft untermauert die übergeordnete Strategie des Unternehmens, die Produktivität der Forschung und den Output seiner Pipeline nachhaltig zu steigern. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Indikationen, bei denen durch gründliche präklinische Tests und frühe klinische Prüfungen Risiken gemindert werden können, um einem größeren Patientenkreis den Zugang zu wirksamen Therapien zu ermöglichen.

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