12.08.2022 - Tel Aviv University (TAU)

Durchbruch könnte Soldaten mit posttraumatischer Belastungsstörung helfen

Das Vorhandensein bestimmter Bakterien im Speichel kann auf ein posttraumatisches Ereignis hinweisen

Ein wissenschaftlicher Durchbruch der Universitäten Tel Aviv und Haifa könnte eine schnelle, objektive und genaue Diagnose von Menschen, die an einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) leiden, anhand von Speichelproben ermöglichen. Im Rahmen der Studie charakterisierten die Forscher die psychologischen, sozialen und medizinischen Bedingungen von etwa 200 Teilnehmern, während sie gleichzeitig Speichelproben von ihnen sammelten.

Die Ergebnisse dieser Studie zeigen ein typisches mikrobielles Bild im Speichel von Soldatenveteranen, die kampfbedingte Stressreaktionen (aus dem ersten Libanonkrieg) erlebt haben und derzeit an einem Posttrauma leiden.

Den Forschern zufolge könnten diese Ergebnisse in Zukunft dazu beitragen, eine genaue und objektive Diagnose von Menschen zu stellen, die an einem Posttrauma leiden, und Medikamente zu entwickeln, die mit dem Mikrobiom in Verbindung stehen (in Verbindung mit der mikrobiellen Ökologie des Körpers).

Diese Studie wurde in der ZeitschriftMOLECULAR PSYCHIATRY von NATURE veröffentlicht.

Die Studie war eine gemeinsame Anstrengung von herausragenden Wissenschaftlern aus verschiedenen Bereichen. Sie wurde von Professor Illana Gozes geleitet und umfasste Professor Noam Shomron, Dr. Shlomo Sragovich und den Doktoranden Guy Shapira (alle von der Sackler-Fakultät für Medizin und der Sagol-Schule für Neurowissenschaften der TAU) sowie Prof. Zahava Solomon von der Gershon-Gordon-Fakultät für Sozialwissenschaften der TAU und Prof. Abraham Sagi-Schwartz und die Doktorandin Ella Levert-Levitt vom Zentrum für die Erforschung der kindlichen Entwicklung und der Schule für psychologische Wissenschaften der Universität Haifa. Die Teilnehmer an der Studie stammten aus einer größeren Kohorte von Probanden einer umfassenden, vier Jahrzehnte dauernden Studie von Prof. Solomon über Veteranen.

Die Studie wurde auch von der Abteilung für Gesundheit und Wohlbefinden des IDF-Sanitätskorps und von Dr. Ariel Ben Yehuda unterstützt, dem ehemaligen Leiter der genannten Abteilung und derzeitigen Abteilungsleiter im Mental Health Medical Center in Shalvata, Clallit Health Services. Bei der Studie wurde auch mit der Charité-Universitätsmedizin in Berlin und ihren Mikrobiologie-Experten Dr. Markus M. Heimesaat und Professor Stefan Bereswill sowie mit der Universität Hongkong, die die Auswirkungen der Luftverschmutzung untersucht, und den Professoren Victor Li und Jacqueline Lam zusammengearbeitet.

Die Forscher testeten eine einzigartige Gruppe von etwa 200 israelischen Veteranen, die 1982 im ersten Libanonkrieg gekämpft hatten. Der Test umfasste verschiedene psychologische Aspekte, darunter Schlaf, Appetitstörungen, Schuldgefühle, Selbstmordgedanken, soziale Unterstützung und Unterstützung durch den Ehepartner, Feindseligkeit, Lebenszufriedenheit sowie Fragen zu Demografie, Psychopathologie, Wohlfahrt, Gesundheit und Bildung.

Beim Vergleich der Ergebnisse der mikrobiellen Verteilung der Probanden mit den psychologischen Ergebnissen und ihren Antworten auf die Fragebögen zum Wohlbefinden stellten die Forscher der Universitäten Tel Aviv und Haifa fest, dass Menschen mit PTBS und hohen psychopathologischen Anzeichen das gleiche Bild von Bakterien im Speichel aufweisen (eine einzigartige mikrobiologische Signatur im Mund). Den Forschern zufolge ist diese Studie insofern von Bedeutung, als wir zum ersten Mal in der Lage sein könnten, Posttraumata anhand objektiver Kriterien und nicht nur anhand von Verhaltenskriterien zu diagnostizieren. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die Speichelbakterien derjenigen, die der Luftverschmutzung ausgesetzt waren, mit dem Bild der PTBS korrelierten, während die Anzahl der Bildungsjahre einen schützenden Einfluss und ein umgekehrtes Bild der mikrobiellen Ökologie im Speichel ergab.

Prof. Illana Gozes: "Soweit wir wissen, ist dies die erste Darstellung einer mikrobiellen Signatur im Speichel bei Soldatenveteranen mit PTSD. Wir waren überrascht zu entdecken, dass bei etwa einem Drittel der PTBS-Patienten nie ein Posttrauma diagnostiziert worden war, so dass sie vom Verteidigungsministerium und den offiziellen Behörden nie eine Anerkennung erhielten.

Es muss betont werden, dass die Diagnose eines Posttraumas bisher ausschließlich auf psychologischen und psychiatrischen Maßnahmen beruhte. Dank dieser Studie könnte es in Zukunft möglich sein, objektive molekulare und biologische Merkmale zur Unterscheidung von PSTD-Patienten heranzuziehen und dabei auch Umwelteinflüsse zu berücksichtigen. Wir hoffen, dass diese neue Entdeckung und die in dieser Studie beschriebenen mikrobiellen Signaturen die Diagnose posttraumatischer Veteranensoldaten erleichtern, damit sie eine angemessene Behandlung erhalten können."

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