10.11.2021 - Eisbach Bio GmbH

Entwicklung gezielter antiviraler Wirkstoffe gegen SARS-CoV-2

Start-up Eisbach Bio im IZB bei München erhält 6,7 Millionen Euro von der Bayerischen Staatsregierung

Eisbach Bio, ein Biotechnologie-Start-up, das auf die molekularen Maschinen abzielt, die menschliche Krankheiten auslösen, erhielt bereits im Juli 2021 eine Förderung über 8 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Ende Oktober gab das Unternehmen eine weitere finanzielle Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie (StMWi) für die präklinische und klinische Entwicklung eines firmeneigenen SARS-CoV-2-Helikase-Inhibitors und seiner Backups bekannt. Die Förderung in Höhe von 6,7 Mio. Euro dient der Entwicklung des unternehmenseigenen Therapeutikums COVID-19 und dem Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der Biotech-Szene in Bayern im Rahmen des Programms BayTherapie 2020. Eisbach Bio ist im Innovations- und Gründerzentrum Biotechnologie (IZB) in Martinsried bei München ansässig.

Eisbachs CEO, Dr. Adrian Schomburg, kommentierte: "Unser Team ist dankbar für die staatliche Unterstützung bei der Entwicklung unserer Medikamentenkandidaten. Die Biotech-Szene in Bayern und darüber hinaus wird von diesem Projekt profitieren. Unsere Forschungsfortschritte zeigen, wie sich bayerische Unternehmen im Kampf gegen COVID-19 engagieren und eine führende Rolle bei der Entwicklung von Innovationen und therapeutischen Lösungen einnehmen."

Prof. Andreas Ladurner, Eisbachs CSO, fügte hinzu: "Wir sind entschlossen, ein nachhaltiges Medikament mit einem guten Sicherheitsprofil zu entwickeln. Das geförderte BayTherapie2020-Programm wird es uns ermöglichen, mehr Ressourcen für die Forschung und Entwicklung von EIS4363 bereitzustellen, was unsere Chancen auf die Entwicklung eines dringend benötigten neuen antiviralen Medikaments für die Weltgemeinschaft deutlich erhöht."

Die finanzielle Unterstützung ergänzt die staatlich geförderten Zuschüsse des Unternehmens für die Entwicklung seiner neuartigen zielgerichteten antiviralen Medikamente. Eisbach treibt seine IND-befähigenden Arbeiten zügig voran und rechnet damit, im zweiten Quartal 2022 klinische Studien der Phase I für den nominierten Wirkstoff COVID-19 beginnen zu können.

Ziel von Eisbach ist es, ein sicheres, nachhaltiges und zielgerichtetes antivirales Medikament mit spezifischer Wirkung gegen das SARS-CoV-2-Virus in die Klinik zu bringen, um das Fortschreiten der Krankheit zu verringern und die Pandemie weltweit zu beenden. Auf der Grundlage seines molekularen Fachwissens entwickelte das Unternehmen EIS4363, einen niedermolekularen Inhibitor des SARS-CoV-2-Helikase-Enzyms Nsp13, das für die virale Replikation von entscheidender Bedeutung ist und das am meisten konservierte Nicht-Strukturprotein innerhalb der erweiterten Coronavirus-Familie darstellt. Ziel dieses Projekts ist es, die chemische Struktur des präklinischen Kandidaten EIS4363 weiterzuentwickeln und die Wirksamkeit in Tiermodellen weiter zu steigern. Weitere Forschungsarbeiten werden auf die Entwicklung einer hochwirksamen, oralen Kombinationstherapie mit Medikamenten, die auf die RNA-abhängige RNA-Polymerase (RdRP) abzielen, wie z.B. Molnupiravir, ausgerichtet sein.

„Wir sind sehr stolz, dass ein Start-up aus dem IZB an der weltweiten Bekämpfung der Corona-Pandemie einen erheblichen Beitrag leistet. So wünschen wir dem Team von Eisbach Bio viel Erfolg bei der Umsetzung ihrer innovativen Technologie“, kommentiert Dr. Peter Hanns Zobel, Geschäftsführer des IZB, die positive Entwicklung des Unternehmens.

Fakten, Hintergründe, Dossiers
  • Medikamentenentwicklung
  • antivirale Medikamente
Mehr über Eisbach Bio
  • News

    Nutzung von Deep Learning zur Entwicklung nachhaltiger COVID-19-Inhibitoren

    Die Eisbach Bio GmbH und das Team von Prof. Dr.-Ing. Naim Bajcinca von der Technischen Universität Kaiserlautern (TUK) kündigen eine Zusammenarbeit an, bei der sie Deep Learning einsetzen werden, um entstehende Mutationen im Genom von SARS-CoV-2 zu verfolgen und nachhaltige niedermolekulare ... mehr

    Corona-Medikamenten-Entwicklung beschleunigen

    Im Kampf gegen die COVID-19 Pandemie können nicht nur Impfungen hilfreich sein, sondern vielleicht schon bald auch Medikamente. Jetzt hat PTA Pharma-Technischer Apparatebau der Münchner Start-up Firma Eisbach Bio eine Reinraumwerkbank gespendet, um den Entwicklungsprozess zu beschleunigen. ... mehr

    COVID-19: Start-up Eisbach Bio erhält 8 Millionen Euro staatliche Förderung

    Eisbach Bio, ein Biotechnologie-Unternehmen, das auf die molekularen Maschinen abzielt, die menschliche Krankheiten verursachen, gab eine zusätzliche finanzielle Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) für die klinische Entwicklung seines First-in-Class SARS-Co ... mehr

  • Firmen

    Eisbach Bio GmbH

    Eisbach entwickelt neuartige Medikamente, die molekulare Maschinen stören, die für Tumore mit definierten genetischen Schwachstellen im Kontext von DNA-Schäden und -Reparatur (DDR) essentiell sind. Die firmeneigene Plattform schafft gezielte Therapien, die krankheitsrelevante Schwachstellen ... mehr

Mehr über Fördergesellschaft IZB