15.04.2021 - Avantor

Avantor übernimmt die Ritter GmbH und deren Tochterunternehmen

Avantor, Inc. gab bekannt, dass eine endgültige Vereinbarung zum Erwerb der in Privatbesitz befindlichen Ritter GmbH und derer verbundenen Unternehmen im Rahmen einer Bargeldtransaktion mit einem Aktienkaufpreis von rund 890 Mio. EUR im Voraus getroffen wurde. Diese unterliegt abschließenden Anpassungen beim Abschluss und zusätzlichen Zahlungen, die auf dem Erreichen zukünftiger Meilensteine der Geschäftsleistung basieren.

Ritter hat seinen Hauptsitz in Schwabmünchen und ist Hersteller hochwertiger Robotic und Liquid Handling Verbrauchsmaterialien, einschließlich leitfähiger Spitzen, die nach hohen Standards hergestellt werden. Die geschäftskritischen Verbrauchsmaterialien werden in einer Vielzahl von molekularen Screening- und Diagnoseapplikationen eingesetzt. Dies umfasst Echtzeit-Polymerasekettenreaktionen (polymerase chain reaction, PCR), nichtmolekulare Assays, wie Immunoassays, aufkommende In-vitro-Diagnosetechnologien (in vitro diagnostics, IVD), einschließlich next generation sequencing (NGS), sowie Applikationen im Rahmen der Wirkstoffentdeckung und klinischer Pharma- und Biotech-Studien. Zusammengenommen stellen diese Applikationen einen adressierbaren Markt von fast 7 Milliarden USD mit einem attraktiven langfristigen Wachstumspotenzial dar.

Die hochpräzise Produktionsstätte von Ritter umfasst 40.000 Quadratmeter spezialisierte Produktionsfläche, sowie 6.000 Quadratmeter Reinräume der ISO-Klasse 8, die eine erhebliche Kapazität für weiteres Wachstum bieten. Ein Großteil des aktuellen Geschäfts von Ritter konzentriert sich auf die Betreuung von Diagnosesystemanbietern und Liquid Handling OEMs. Die geografische und kommerzielle Reichweite des weltweit führenden Avantor-Kanals und der tiefe Kundenzugang werden das Umsatzpotenzial erheblich verbessern und breitere Aftermarket-Möglichkeiten bieten.

"Die Übernahme von Ritter ist der nächste Schritt in der laufenden Transformation von Avantor", sagte Michael Stubblefield, President und CEO von Avantor. "Der Zusammenschluss wird unser firmeneigenes Angebot für die Endmärkte Biopharma und Gesundheitswesen erheblich erweitern, und das Angebot von Avantor für kritische Laborautomatisation-Workflows erheblich verbessern. Unsere kombinierten Geschäftsbereiche weisen ähnliche Merkmale auf, darunter ein häufig wiederkehrendes, spezifikationsgesteuertes Umsatzprofil und ein verbrauchsmaterialgesteuertes Produktportfolio, das nach strengen Standards hergestellt wird und unsere einzigartige Customer Value Proposition verbessert."

"Die geplante Transaktion hilft sowohl beiden Parteien, als auch bestehenden und neuen Kunden", sagte Johannes von Stauffenberg, CEO von Ritter. "Das breite Portfolio von Avantor wird von Tausenden von Wissenschaftlern und Laboren in nahezu jeder Phase der wichtigsten Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsaktivitäten genutzt. Wir freuen uns, unsere hochpräzisen Produkte und hochmodernen Fertigungskapazitäten mit der globalen Reichweite und der starken Leidenschaft von Avantor für wissenschaftliche Durchbrüche zu kombinieren."

Die Transaktion nutzt die nachgewiesene Erfolgsbilanz von Fusionen und Übernahmen durch Avantor, bei Transaktionen, deren Größe von kleinen bis zu großen, prägenden Akquisitionen reicht. Seit 2011 hat das Unternehmen 40 Transaktionen erfolgreich abgeschlossen, mehr als 8 Mrd. USD Kapital eingesetzt und EBITDA-Synergien von weit über 350 Mio. USD erzielt.

"Wir freuen uns darauf, Ritters hochqualifizierte Teammitglieder in Deutschland und Slowenien in die Avantor-Familie aufzunehmen", fügte Stubblefield hinzu. "Ähnlich wie Avantor bedient Ritter stark regulierte, spezifikationsgesteuerte Applikationen und setzt auf ein kollaborationsbasiertes Innovationsmodell, um seine Kunden zu bedienen. Beide Unternehmen teilen eine starke Kultur der Innovation und Exzellenz, sowie eine klare Verpflichtung zur Nachhaltigkeit."

Finanzdaten und Abschlussdetails

Es wird erwartet, dass die Transaktion das bereinigte Ergebnis je Aktie (EPS) nach Abschluss sofort positiv beeinflusst, und das Umsatzwachstum sowie Margenprofil von Avantor verbessern wird.

Avantor geht davon aus, die Bargeldtransaktion aus verfügbarem Kassenbestand und der Verwendung von inkrementellen befristeten Darlehen zu finanzieren. Das Unternehmen geht davon aus, dass sich die bereinigte Nettoverschuldungsquote zum Zeitpunkt des Abschlusses dem 4,1-fachen der Nettoverschuldung gegenüber dem bereinigten Pro-forma-LTM-EBITDA annähern wird, mit einem anschließenden raschen Schuldenabbau.

Die Transaktion wird voraussichtlich im dritten Quartal 2021 abgeschlossen und unterliegt den üblichen Bedingungen, einschließlich des Erhalts der geltenden behördlichen Genehmigungen.

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