Presse: Torrent Pharmaceuticals will 5 Mrd Dollar für Mercks Generika bieten
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(dpa-AFX) Der indische Pharmakonzern Torrent Pharmaceuticals will einem Pressebericht zufolge gemeinsam mit einem Private-Equity-Investor mehr als fünf Milliarden US-Dollar für das weltweite Generika-Geschäft der Merck KGaA bieten. Torrent Pharmaceutical habe sich mit diesem Ziel mit dem ungenannten Private-Equity-Investor zusammengetan, berichtet die "Times of India" ohne Nennung von Quellen. Torrent Pharmaceuticals reihe sich damit in die Riege der Interessenten für das Generika-Geschäft des Pharma- und Spezialchemiekonzerns aus Darmstadt ein. Ein Sprecher von Torrent Pharmaceuticals wollte sich laut der Zeitung nicht äußern.
Unterdessen erfuhr die britische dpa-AFX-Partneragentur AFX News, der indische Pharmakonzern Ranbaxy Laboratories habe kein Interesse mehr am Kauf der Generika-Sparte und ziehe sich angesichts der "irrationalen Bewertung" aus dem Bieterrennen zurück. Ranbaxy sei nicht im Kaufrausch und werde nichts zukaufen, was den Shareholder-Value nicht vergrößert, sagte ein Ranbaxy-Manager. Ranbaxy-Chef Malvinder Singh hatte den geplanten Start des Due Dilligence-Prozesses für Februar angekündigt.
Der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck kann laut einem Pressebericht von Mitte März mit Geboten in Höhe von 5 bis 6,5 Milliarden Dollar (3,8-5 Mrd. Euro) rechnen. Die Generikasparte von Merck ist nach den jüngsten Übernahmen in der Branche der Einschätzung von Analysten zufolge die vorerst letzte Gelegenheit, das Geschäft mit günstigen Nachahmermedikamenten auszubauen.