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Millionenschwerer Breakthrough Prize für Svante Pääbo

Entschlüsselung alten Erbguts als wissenschaftlicher Durchbruch ausgezeichnet

17.11.2015

© Frank Vinken

Svante Pääbo ist Direktor am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie, Leipzig.

Einer der Breakthrough Prizes 2016 in Life Sciences geht an den Max-Planck-Direktor Svante Pääbo für seine wegweisende Forschung bei der Sequenzierung alter DNA und alter Genome. Seine Forschung führte zu neuen Erkenntnissen zur Herkunft des modernen Menschen und dessen Beziehungen zu ausgestorbenen Verwandten, wie dem Neandertaler, sowie hinsichtlich der Evolution von menschlichen Populationen und für den modernen Menschen typischer Eigenschaften. Die sieben Auszeichnungen, jede mit einem Preisgeld von drei Millionen US-Dollar dotiert, wurden den Preisträgern am 8. November im amerikanischen Silicon Valley verliehen.

Der 1955 in Stockholm, Schweden, geborene Svante Pääbo studierte an der Universität Uppsala ab 1975 Ägyptologie, Russisch und Wissenschaftsgeschichte und ab 1977 Medizin, und promovierte im Jahr 1986 über ein zellbiologisches Thema. Er setzte seine Forschungen am Institut für Molekularbiologie II der Universität Zürich, am Imperial Cancer Research Fund in London und an der Abteilung Biochemie der University of California, Berkeley fort. Im Jahr 1990 kam Pääbo nach Deutschland, wo er zunächst an der Ludwig-Maximilians-Universität in München die Professur für Allgemeine Biologie und Zoologie übernahm. Seit 1997 leitet er die Abteilung für Evolutionäre Genetik am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig.

Der Breakthrough-Preis wurde 2012 unter anderem von Sergey Brin (Google) und Mark Zuckerberg (Facebook) ins Leben gerufen und ehrt besonders herausragende Forscher und ihre bahnbrechenden Entdeckungen. Er wird in den Lebenswissenschaften, Physik und Mathematik vergeben. 

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