29.07.2020 - Sandoz International GmbH

Novartis investitiert mehr als EUR 150 Millionen in Penicillin-Produktion in Kundl

Es ist die letzte verbliebene vertikal integrierte Antibiotika-Produktion in Europa und der westlichen Welt

Novartis und ihre Generika-Division Sandoz freuen sich, Pläne für ein gemeinsames Investitionsvorhaben mit der österreichischen Bundesregierung anzukündigen, um die integrierte Herstellung von Antibiotika in Europa langfristig zu stärken. Konkret sollen in einem Schulterschluss mehr als EUR 150 Millionen am Standort Kundl in Tirol investiert werden. 

Sandoz CEO Richard Saynor erklärte zur Ankündigung: „Dieses Vorhaben ist ein großartiges Beispiel für die enge Zusammenarbeit zwischen der öffentlichen Hand und dem privaten Sektor, um langfristig die Patienteninteressen innerhalb und außerhalb Europas zu sichern. Antibiotika sind das Rückgrat moderner Medizin, und unser Werk in Kundl in Österreich ist die letzte verbliebene voll integrierte Antibiotikaproduktion in der westlichen Welt, in der sowohl die Wirkstoffe als auch Fertigformen hergestellt werden. Dieses gemeinsame Investitionsvorhaben soll dazu beitragen, dass dies auch so bleibt.“

Die Novartis-Division Sandoz plant in den kommenden fünf Jahren mehr als EUR 150 Millionen zu investieren, um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der integrierten Antibiotikaproduktion in Kundl zu sichern. Das soll durch Prozesse auf dem neuesten Stand der Technik und optimierten Prozessen für aktive pharmazeutische Wirkstoffe (APIs) und fertige Darreichungsformen (FDF) erzielt werden.

Im Rahmen des gemeinsamen Vorhabens – das noch der formellen Zustimmung beider Partner bedarf – wird die österreichische Bundesregierung Fördermittel von rund EUR 50 Millionen zur Verfügung stellen bzw. koordinieren. Dies ist Teil der Bemühungen der österreichischen Bundesregierung, die in Europa ansäßige Produktion von wichtigen Medikamenten zu stärken. Novartis und die österreichische Regierung rechnen mit einem formellen Abschluss des Abkommens noch vor Ende des Jahres.

Michael Kocher, Country President Novartis Austria, fügt hinzu: „Das ist ein weiteres hervorragendes Beispiel für das starke Bekenntnis von Novartis zu unseren Produktionsstandorten in Österreich. In den vergangenen 25 Jahren haben wir mehr als EUR 2,5 Milliarden in Österreich investiert. Wir schätzen den Schulterschluss mit der österreichischen Bundesregierung sehr, um die Antibiotika-Produktion in Österreich zu halten. Wichtig ist nun, dass wir im Dialog bleiben, um nachhaltige Preismodelle für Generika zu gestalten, die eine kostendeckende Produktion in Europa erlauben.“

Mit den Fördermitteln, die die Österreichische Regierung ermöglicht, wird die Entwicklung neuer Prozesstechnologie für die Wirkstoffherstellung von Penicillin-Präparate unterstützt. Sandoz verpflichtet sich trotz des immensen globalen Preisdrucks – besonders aus China –, relevante Penicilin-Wirkstoffproduktion für die nächsten 10 Jahre in Europa zu halten. Sandoz produziert ausreichend Penicillin in Kundl, um potenziell den ganzen europaweiten Bedarf zu decken. 

Negative Preisspirale brechen und Zugang zu innovativen Therapien sichern

Novartis Österreich-Chef Kocher äußerte sich auch zu jüngsten Überlegungen, eine Wirkstoff-Verschreibung in Österreich einzuführen. „Auf der einen Seite in europäische Produktion zu investieren und auf der anderen Seite den Preisdruck zu Gunsten von Produzenten aus anderen Teilen der Welt zu erhöhen, ist widersprüchlich.“ Einmal mehr betonte er, dass die negative Preisspirale bei Generika durchbrochen werden müsse. „Wir sind bereits an dem Punkt angelangt, dass eine Therapie-Einheit eines potenziell lebensrettenden Antibiotikums so viel kostet wie ein Kaugummi. Das ist nicht nachhaltig.“

Auch im Bereich neuer, bahnbrechender Therapie-Entwicklungen ist Novartis führend und es wird an den österreichischen Standorten nicht nur produziert, sondern auch geforscht und entwickelt. „Mir ist es sehr wichtig, dass neue Therapien auch tatsächlich bei den Patienten ankommen, die diese benötigen.“ Hierzu brauche es weitere Gespräche mit Entscheidungsträgern in Regierung und Sozialversicherung.

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