10.06.2020 - Statista GmbH

Corona-Krise lässt Gründungsgeschehen zunächst scheinbar unberührt

Bisher knapp 700 Gründungen: Das deutsche Startup-Geschehen in 2020

Gemeinsam mit startupdetector analysiert Statista im Startup Quarterly Dossier das Gründungsgeschehen in Deutschland. Bereits 692 Neugründungen fanden im ersten Quartal 2020 statt, über 100 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Mit fast 160 Neugründungen bleibt Berlin die deutsche Gründermetropole, darauf folgen Bayern (133) und Nordrhein-Westfalen (116). Erschreckend ist im neuen Jahrzehnt die Geschlechterverteilung: mit rund 10 Prozent bleibt der Frauenanteil unter den Gründenden sehr niedrig. So ist der durchschnittliche Gründer ein Mann im Alter von 36,5 Jahren.

Skalierbare Geschäftsmodelle aus den Bereichen Software und eCommerce führen die Liste an und machen zusammen knapp ein Drittel aller Neugründungen aus. Mit einem Durchschnittsalter von 1,8 Jahren gingen Startups in ihre erste Finanzierungsrunde. In Deutschland für sie die wichtigsten Investoren: Business Angels. Sie machen über 75 Prozent der aktiven Investoren aus und finanzieren rund die Hälfte der Startups. Die großen deutschen Venture Capitalists haben ein diversifiziertes Portfolio: Der High-Tech Gründerfonds unterstützt als öffentlich-private Institution im ersten Quartal die meisten Startups (20) mit Risikokapital. Das macht ihn zum größten und aktivsten Frühphaseninvestor innerhalb der Bundesrepublik. An zweiter Stelle folgte der Accelerator APX, ein Zusammenschluss von Axel Springer und Porsche (10).  

Die Corona-Krise lässt das Gründungsgeschehen zunächst scheinbar unberührt, da bei der Zählung einer Gründung eine durchschnittliche Zeitverzögerung von rund 48 Tagen vom Notartermin bis zur Eintragung im Handelsregister vorliegt. Erst im zweiten Startup Quarterly von Statista und startupdetector werden diese Folgen sichtbar werden.

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