analytica 2026: Fünf Messehallen voll mit Innovationen

Mehr als 1.100 Aussteller präsentieren ihre Neuheiten

05.03.2026
© Messe München GmbH

Mehr als 1.100 Aussteller präsentieren ihre Neuheiten vom 24. bis 27. März 2026 auf der analytica in München.

Vom Asbest-Scanner über forensische DNA-Kits bis zu neuen Massenspektrometern für die Entwicklung von Gentherapien: Mehr als 1.100 Aussteller präsentieren ihre Neuheiten vom 24. bis 27. März 2026 in München auf der analytica, Weltleitmesse für Labortechnik, Analytik und Biotechnologie. Besonders viele Innovationen verzeichnen die Ausstellungsbereiche Digitalisierung, Robotik und KI sowie die instrumentelle Analytik mit zahlreichen neuen oder weiterentwickelten Geräten.

​Der Labormarkt verändert sich rasant, denn die Innovationskraft der Branche ist ungebrochen. „Künstliche Intelligenz zählt zu den zentralen Treibern, zugleich präsentieren die analytica Aussteller eine Vielzahl neuer Geräte und technischer Weiterentwicklungen“, erklärt Susanne Grödl, Exhibition Director der analytica. Mit besonderer Spannung werden neun Weltpremieren erwartet, angekündigt von den Ausstellern AnalytiChem (B1.314), Knauer (A2.303), Mettler-Toledo (A2.101), Thermo Fisher (B1.101, B1.106), Velp (A1.304), Verder (A1.302) und Waldner (B2.302).

​KI-Tools und leistungsstärkere Geräte

​In der Datenanalyse und Strukturaufklärung spielt Künstliche Intelligenz eine immer größere Rolle. Hier sind Start-ups ganz vorne dabei. Die Software METIS von ChemInnovation (A1.226A) identifiziert nicht nur bekannte, sondern auch vollkommen unbekannte Substanzen aus GC-MS-Daten. Neben Datenbanken mit mehr als zehn Millionen Spektren kommt dabei eine KI zum Einsatz, die Fragmentationsmuster in Massenspektren interpretiert.

​FACCTs (A3.503-1), eine Ausgründung der Max-Planck-Gesellschaft, wiederum setzt bei der Spektrenauswertung und Strukturaufklärung auf quantenchemische Simulationen. In München zeigt das Unternehmen seine Software Toucan mit einem NMR-Dashboard, das zum Verständnis von NMR-Spektren und NMR-Eigenschaften der Analyten beiträgt.

​Zugleich wird die Analysentechnik immer leistungsstärker. Waters (A1.328) zeigt mit Xevo CDMS ein Massenspektrometer, dass die direkte Massenmessung und Charakterisierung von extrem großen und hochgradig heterogenen Biomolekülen erlaubt. Das sind bahnbrechende Neuigkeiten für die Entwicklung von mRNA-Therapeutika und Gentherapien, denn selbst virale Gen-Transporter lassen sich mit dem Gerät untersuchen.

​Sogar bei Routinemessungen wie der Bestimmung des pH-Wertes gibt es Neuigkeiten. Das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS (A3.312) entwickelt hierfür eine Chiptechnik, die sich in kleine Geräte integrieren lässt. Auf der analytica werden erste Testkits für Anwendungen in der Medizin, Biologie, Landwirtschaft und Umweltanalytik zu sehen sein.

​Von Hautanalytik bis Gebäudesanierung: Neue Geräte für spezielle Zwecke

​Last but not least gibt es auf der analytica etliche faszinierende Geräte für Spezialanwendungen zu entdecken. Das In-vivo-Raman-Spektrometer RZ-660 von HORIBA Jobin Yvon (A2.402) etwa macht Hautanalysen ohne Probenentnahme oder sonstige Eingriffe möglich – ideal für nicht-invasive Hautbeurteilungen und mikrometergenaue Untersuchungen direkt an Probanden in der medizinischen und kosmetischen Forschung.

​Alle forensischen Analytiker werden sich über das Kit Paradyme 27GY von Promega (A3.305) freuen. Dank einer erweiterten Polymerase-Technik, der sogenannten Reduced-Stutter-Technik, reduziert es Artefakte, vereinfacht die Interpretation von Mischspuren und liefert klarere DNA-Profile, auch von beschädigter oder alter DNA.

​Und wer asbesthaltige Materialien in Sekundenschnelle erkennen muss, etwa bei Materialkontrollen an Recyclinghöfen oder bei Gebäudesanierungen, wird sich für den Asbest-Scanner ASBpro von analyticon instruments (A2.309) begeistern. Das Handgerät basiert auf der NIR-Spektroskopie, passt in jede Hosentasche und lässt sich über eine Smartphone-App bedienen – sogar von Nicht-Fachleuten.

​Schon diese wenigen Beispiele unterstreichen die Dynamik der Branche. „Die analytica ist der Ort, an dem Innovationen aus der modernen Analytik präsentiert, aber auch diskutiert und eingeordnet werden“, fasst Susanne Grödl zusammen. „Und indem wir Hersteller, Anwender, Forscher und Investoren zusammenbringen, stellen wir die Weichen für zukünftige Entwicklungen und halten den Innovationszyklus am Laufen.“

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