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CureVac entwickelt mRNA-Impfstoffe gegen Influenza und Malaria

Laufende Kooperation mit der Bill & Melinda Gates Stiftung um zwei weitere Impfstoffprogramme erweitert

15.02.2018

Das biopharmazeutische Unternehmen CureVac AG gibt bekannt, dass die Bill & Melinda Gates Stiftung zwei weitere Programme zur Entwicklung innovativer Impfstoffe finanzieren wird. Auf Basis von CureVacs RNActive®-Technologie sollen Wirkstoffe zum Schutz vor Influenza und Malaria entwickelt werden. Die schnell und flexibel produzierbaren mRNA-Impfstoffe haben das Potenzial, die gegenwärtige weltweite Impfproblematik zu lösen.

„Wir freuen uns, dass die Bill & Melinda Gates Stiftung unsere laufende Zusammenarbeit auf Influenza und Malaria – zwei der größten globalen Gesundheitsprobleme – ausgedehnt hat”, kommentiert Dr. Ingmar Hoerr, Mitgründer und Vorstandsvorsitzender der CureVac AG. „Wenn es uns gelingt, das Potenzial der mRNA-Plattform für die Entwicklung eines universellen Influenza-Impfstoffs auszuschöpfen, könnte davon ein Großteil der Weltbevölkerung profitieren. Unsere mRNA-Plattform ermöglicht unter anderem eine kosteneffiziente und schnelle Impfstoffherstellung.”

Influenza stellt ein jährlich wiederkehrendes, weltweites Gesundheitsproblem dar, das aktuell sogar noch schwerwiegender als in den Jahren zuvor ist: Der Grippevirusstamm H3N2 ist nicht nur eine der gefährlicheren Formen, er mutierte auch weiter, während der dafür vorgesehene Impfstoff bereits ab dem Frühjahr langwierig in Hühnereiern produziert wurde. Aufgrund dieser Mutationen ist die Wirksamkeit der in Hühnereiern hergestellten H3N2-Impfstoffe nicht mehr voll gewährleistet. Bei den deutlich schneller produzierbaren mRNA-Impfstoffen würde dieses Anpassungsproblem entfallen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass jährlich etwa 290.000 bis 650.000 Menschen an Influenza sterben. Weltweit kommt es ohne ein bestimmtes saisonales Muster immer wieder zu Epidemien und Ausbrüchen. CureVac und die Gates Stiftung planen, einen universellen Influenza-Impfstoff auf mRNA-Basis zu entwickeln, der einen breiten und langlebigen Schutz gegen alle Stämme der Influenza A für mehr als eine Saison bietet. Dieser könnte den saisonalen Impfstoff ersetzen und die jährliche Produktion eines immer wieder neu angepassten Grippeimpfstoffes überflüssig machen.

Malaria stellt mit 216 Millionen Infizierten und 445.000 Toten im Jahr 2016 ebenfalls eine sehr schwerwiegende Infektionskrankheit dar.  CureVac und die Gates Stiftung planen, gegen diese Tropenkrankheit einen mRNA-basierten Impfstoff zu entwickeln, der auf Plasmodium falciparum abzielt. Hierbei handelt es sich um den Erreger der Malaria, der die größte Gefahr für den Menschen darstellt. 

Im März 2015 hat die Bill & Melinda Gates Stiftung 46 Millionen Euro (52 Millionen US-Dollar) in CureVac investiert, um die kontinuierliche Weiterentwicklung von CureVacs mRNA-Plattform und den Bau einer Produktionsanlage nach GMP-Standard (Good Manufacturing Practice) im industriellen Maßstab zu unterstützen. Die Vereinbarung sieht zudem vor, dass die Stiftung zusätzliche Mittel für die Entwicklung prophylaktischer Impfstoffe bereitstellt. Dabei sollen insbesondere Infektionskrankheiten adressiert werden, von denen überdurchschnittlich viele Menschen in den ärmsten Ländern der Welt betroffen sind. Im Rahmen der Zusammenarbeit wird CureVac jedes Produkt, das mit finanziellen Mitteln der Stiftung entwickelt wurde, zu einem für Entwicklungsländer angemessenen Preis zugänglich machen. Außerhalb dieser Länder steht es CureVac frei, die Produkte entweder selbst oder über Auslizensierungen zu vermarkten.

Fakten, Hintergründe, Dossiers
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