Sepsis: Breitband-PCR Test erhält in-vitro Diagnostik Zulassung
Neuartiger Test ermöglicht schnelle und verlässliche Routinediagnostik
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SepsiTest™ ist ein PCR-basierter Breitbandtest zur frühzeitigen und schnellen Identifikation von Sepsiserregern. In weniger als vier Stunden ermöglicht SepsiTest™ laut Unternehmen den eindeutigen Nachweis von Krankheitskeimen im Blut und weist über 345 verschiedene Bakterien nach. Der PCR-Schnelltest erhielt jetzt die CE IVD-Markierung nach In-Vitro Diagnostika-Verordnung und steht damit ab sofort für die Sepsis-Routinediagnostik zur Verfügung.
Darstellung von GRAM-negativen Stäbchenbakterien, die eine Zellgewebeoberfläche besiedeln. Eine Vielzahl von Erreger dieser Bakteriengruppe ist für Sepsis-Infektionen verantwortlich. GRAM-negative Erreger gehören zu den am schwersten behandelbaren Bakterien, da sie über Mechanismen zur Ausbildung von Antibiotikaresistenzen verfügen.
© sebastian kaulitzki / Fotolia.de
Derzeit werden Sepsiserreger standardmäßig über einen mikrobiologischen Test nachgewiesen. Das sogenannte Blutkulturverfahren benötigt in aller Regel zwei Tage für einen Befund, in Einzelfällen dauert die Befundung aber 5 Tage oder noch länger. Daher arbeiteten Molekularbiologen seit geraumer Zeit an einem ergänzenden DNA-basierten Schnelltest. Im Gegensatz zu anderen molekularbiologischen Tests erlaubt die neuartige Breitbanddiagnostik von Molzym nach eigenen Angaben den Nachweis aller Infektionserreger und ermöglicht damit dem behandelnden Arzt erstmals frühzeitig sehr gezielte Therapiestrategien. Neuere Untersuchungen des Kompetenznetzwerks Sepsis (SepNet) gehen davon aus, dass sich die Überlebenschancen von Patienten durch eine frühzeitige und gezielte Therapie künftig signifikant erhöhen lassen.
„Die Breitbandmolekulardiagnostik wird substanziell dazu beitragen, dass der behandelnde Arzt sehr schnell eine spezifische Therapie einleiten kann“, erläutert Prof. Dr. Michael Lorenz, wissenschaftlicher Leiter von Molzym.