Deutschland und Frankreich gemeinsam in der Krebsforschung

12.06.2006

Deutschland und Frankreich starten ein neues Förderprogramm zur Krebsforschung. Wissenschaftler beider Länder und insbesondere der Nachwuchs, sollen künftig bei der Zusammenarbeit auf diesem Gebiet unterstützt werden, sagte Staatssekretär Frieder Meyer-Krahmer in Paris. Dort stellte er das neue deutsch-französische Krebsforschungsprogramm anlässlich des "Deuxième Salon Européen de la Recherche et de l'Innovation" vor, den er gemeinsam mit dem französischen Forschungsminister François Goulard eröffnete.

Wenn sich Arbeitsgruppen in ihren Kompetenzen ergänzen, könnten die Forschungsziele schneller und effizienter erreicht werden, sagte Meyer-Krahmer. Mit der binationalen Forschungsausrichtung könnten außerdem junge Wissenschaftler in beiden Systemen erfolgreich arbeiten und die Kooperation beider Länder nachhaltig verankern. "Die deutsch-französische Initiative in der Krebsforschung ist ein wichtiger Impuls für den Europäischen Forschungsraum" sagte Meyer-Krahmer.

In Deutschland wird die Kooperation vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), in Frankreich von Institut National du Cancer (INCa) betreut. Das Programm, das die gesamte thematische Breite der Krebsforschung adressiert, finanziert diejenigen Kosten, die durch den Wissenschaftleraustausch entstehen. Dies schließt Laborbesuche, Gastaufenthalte, Konferenzreisen, Stipendien für Doktoranden und Postdoktoranden und Sachbeihilfen für Arbeiten im Gastlabor ein. Die Projekte laufen über maximal zwei Jahre und können eine Förderung von bis zu 50.000 Euro erhalten. Gemeinsame Anträge können bis zum 15. August 2006 vorgelegt werden. Bis 2008 sind zwei weitere Bekanntmachungen vorgesehen.

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