06.11.2018 - Rutgers, The State University of New Jersey

Fortschrittliche Stammzelltherapie mit biologisch abbaubarem Gerüst

Neue Technologie zielt auf Erkrankungen und Verletzungen des zentralen Nervensystems ab

Rutgers Wissenschaftler haben ein winziges, biologisch abbaubares Gerüst geschaffen, um Stammzellen zu transplantieren und Medikamente zu verteilen, die bei der Behandlung von Alzheimer- und Parkinson-Krankheiten, alternden Hirndegenerationen, Rückenmarksverletzungen und traumatischen Hirnverletzungen helfen können.

Die Stammzelltransplantation, die als Behandlung von Erkrankungen des zentralen Nervensystems vielversprechend ist, wurde durch niedrige Zellüberlebensraten, unvollständige Zelldifferenzierung und begrenztes Wachstum neuronaler Verbindungen behindert.

So entwarfen Rutgers Wissenschaftler Biogerüste, die natürliches Gewebe nachahmen und gute Ergebnisse in Reagenzgläsern und Mäusen erzielten, so eine Studie. Diese Gerüste in Nanogröße versprechen eine fortschrittliche Stammzelltransplantation und neuronales Tissue Engineering. Die Stammzelltherapie führt dazu, dass Stammzellen zu Neuronen werden und neuronale Schaltkreise wiederherstellen können.

"Es war eine große Herausforderung, eine zuverlässige therapeutische Methode zur Behandlung von Krankheiten und Verletzungen des Zentralnervensystems zu entwickeln", sagte der Senior-Autor KiBum Lee, Professor am Department of Chemistry and Chemical Biology der Rutgers University-New Brunswick. "Unser Ansatz zur verbesserten Stammzelltransplantation ist eine innovative potenzielle Lösung."

In Zusammenarbeit mit Neurowissenschaftlern und Klinikern wollen die Forscher die Nanogerüste an größeren Tieren testen und schließlich zu klinischen Studien zur Behandlung von Rückenmarksverletzungen übergehen. Auch für die regenerative Medizin ist die gerüstbasierte Technologie vielversprechend.

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