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Mikrokalorimetrie bei der Entwicklung von Meningitis-Impfstoff

10.05.2016

Dr. David Staunton, Dozent für Biochemie an der Universität Oxford (UK), befürwortet die Differential-Scanning-Kalorimetrie (DSC) als erste Technologie-Wahl bei der Charakterisierung rekombinanter Proteine. Anhand diverser Testreihen zur Charakterisierung von Proteinen bewertete er die DSC neben anderen Methoden, wie beispielsweise der Thermal Shift Assays, und zeigt dabei die Vorteile und Grenzen der einzelnen Methoden auf. Dr. Staunton kommt zu dem Schluss, dass die DSC ein "Goldstandard“ zur Stabilitäts-Charakterisierung ist. Diese Technologie sollte als erstes zur Bestimmung des Protein-Schmelzpunktes und zur Verifizierung anderer Techniken verwendet werden. Besonders effizient wird das Screening mit vollautomatischen Systemen, betont er.

Bei dem Technologie-Vergleich anhand der Studien zum Faktor H-Bindungsprotein (fHbp), als Impfstoffkandidat für Neisseria meningitidis, stützt sich Dr. Staunton auf die Veröffentlichung „Nonfunctional Variant 3 Factor H Binding Proteins as Meningococcal Vaccine Candidates“ (Infection and Immunity, 2014 Mar; 82(3):1157-1163), bei der er Co-Autor war. Die Studie untersucht bestehende Impfverfahren und die Entwicklungsphasen für funktionell inaktive, aber immunogene Impfstoffkandidaten, wie fHbp. Diese Studie nutzt das Malvern MicroCal VP-Capillary DSC System für alle DSC-Experimente.

Natalia Markova, Wissenschaftlerin für MicroCal Systeme bei Malvern Instruments meint: "Seit der DSC-Einführung in den frühen 60er Jahren gibt es unzählige Anwendungen im Bereich Life Science und pharmazeutische Entwicklung. Immer wieder ist es sehr spannend und beeindruckend wie neue Applikationen, wie diese zum Beispiel, entstehen und sich die Methoden und Möglichkeiten erweitern."

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