Doppelerfolg für ETH-Jungunternehmen an den Venture Awards

Baxiva setzt auf Zuckerstrukturen für Breitband-Impfstoffe und RegCheck prüft regulatorische Dokumente mit KI

23.06.2026
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Das RegCheck-Team an der Preisverleihung der Venture Awards 2026: Aharon Yechezkel, Anna-Marie Makarova und Alistair Venables (v.l.n.r.).

Mit Baxiva und RegCheck haben gleich zwei Jungunternehmen aus dem Umfeld der ETH Zürich an den Venture Awards den ersten Platz in ihrer Kategorie erzielt. Die Auszeichnungen wurden am 15. Juni 2026 in Lausanne verliehen.

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Das Baxiva-Team an der Preisverleihung der Venture Awards 2026: Christoph Rutschmann, Tim Keys und Johannes Karl Mühl (v.l.n.r.).

Baxiva entwickelt Impfstoffe, die dem Immunsystem helfen sollen, bestimmte Bakterien früh zu erkennen und gezielt zu bekämpfen. Dafür nutzt das Unternehmen charakteristische Zuckerstrukturen auf der Oberfläche der Bakterien. Diese verbindet es mit virusähnlichen Partikeln, damit das Immunsystem besonders gut auf sie reagiert. Die Technologie könnte es ermöglichen, mehrere Bakterienstämme mit einem einzigen Impfstoff abzudecken.

Das am weitesten fortgeschrittene Programm von Baxiva richtet sich gegen krankheitserregende Stämme von Escherichia coli (E. coli). Diese Bakterien gehören zu den häufigsten Verursachern von Harnwegsinfektionen und werden zunehmend resistent gegen Antibiotika. 

Baxiva ist aus Forschungsarbeiten an der ETH Zürich hervorgegangen. Mitgründerin Giorgia Greter entwickelte das Projekt als ETH Pioneer Fellow weiter. Mehr über sie und ihre Forschung ist in diesem ETH-Portrait zu erfahren. Das Unternehmen wurde 2025 gegründet.

Ein Probelauf für die regulatorische Prüfung

RegCheck entwickelt eine KI-Plattform für Unternehmen, die strenge Vorschriften erfüllen müssen – etwa in der Medizintechnik. Die Software prüft ihre Unterlagen und zeigt frühzeitig, wo Angaben fehlen oder etwas nicht zusammenpasst. So können Unternehmen Fehler beheben, bevor sie ihre Dokumente bei einer Behörde oder Prüfstelle einreichen. Die Plattform kann zudem laufend überwachen, ob Dokumentationen und interne Abläufe weiterhin den regulatorischen Vorgaben entsprechen – etwa wenn sich eine Norm ändert.

Das Angebot richtet sich jedoch nicht nur an Unternehmen, sondern kann auch Zertifizierungsstellen sowie Auditorinnen und Auditoren bei ihrer Arbeit unterstützen.

RegCheck trägt das Label ETH-Start-up. Dieses zeichnet Unternehmen aus, die von heutigen oder ehemaligen ETH-Angehörigen gegründet wurden, deren Geschäftsmodell aber nicht unmittelbar auf Forschungsergebnissen der Hochschule beruht.

Neben Baxiva und RegCheck stand mit Aithon Robotics ein weiteres ETH-Jungunternehmen im Finale, und zwar in der Kategorie «Industrials & Engineering». Das Unternehmen entwickelt Drohnen für die Inspektion und Wartung schwer zugänglicher Infrastruktur.

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