24.08.2022 - University College London (UCL)

Schlechte Herzgesundheit sagt vorzeitige Gehirnalterung voraus

Mehrere Risikofaktoren für ein vorzeitig alterndes Gehirn identifiziert

Ein Team unter der Leitung von UCL-Forschern hat mit Hilfe von MRT-Scans und maschinellem Lernen das Alter des Gehirns von Menschen geschätzt und dabei mehrere Risikofaktoren für ein vorzeitig alterndes Gehirn ermittelt.

Sie fanden heraus, dass ein schlechterer kardiovaskulärer Gesundheitszustand im Alter von 36 Jahren ein höheres Hirnalter im späteren Leben vorhersagte, während Männer tendenziell auch ältere Gehirne hatten als gleichaltrige Frauen, wie sie in The Lancet Healthy Longevity berichten.

Ein höheres Hirnalter ging mit etwas schlechteren Ergebnissen bei kognitiven Tests einher und sagte auch eine stärkere Schrumpfung (Atrophie) des Gehirns in den folgenden zwei Jahren voraus, was darauf hindeutet, dass es ein wichtiger klinischer Marker für Menschen mit dem Risiko eines kognitiven Rückgangs oder anderer hirnbezogener Erkrankungen sein könnte.

Hauptautor Professor Jonathan Schott (UCL Dementia Research Centre, UCL Queen Square Institute of Neurology) sagte: "Wir haben festgestellt, dass die Menschen in dieser Studie zwar alle ein sehr ähnliches tatsächliches Alter hatten, dass aber das Alter, das das Computermodell für ihre Gehirne voraussagte, sehr stark variierte. Wir hoffen, dass diese Technik eines Tages ein nützliches Instrument sein könnte, um Menschen zu identifizieren, bei denen das Risiko einer beschleunigten Alterung besteht, so dass ihnen frühzeitige, gezielte Präventionsstrategien zur Verbesserung ihrer Gehirngesundheit angeboten werden können."

Die Forscher wendeten ein bewährtes MRT-basiertes maschinelles Lernmodell an, um das Hirnalter der Teilnehmer an der von Alzheimer's Research UK finanzierten Insight 46-Studie unter der Leitung von Professor Schott zu schätzen. Die Teilnehmer der Insight 46-Studie stammen aus der britischen Geburtskohorte des Medical Research Council National Survey of Health and Development (NSHD) 1946. Da die Teilnehmer ihr ganzes Leben lang an der Studie teilgenommen hatten, konnten die Forscher ihr aktuelles Hirnalter mit verschiedenen Faktoren aus dem gesamten Lebensverlauf vergleichen.

Die Teilnehmer waren alle zwischen 69 und 72 Jahre alt, aber ihr geschätztes Hirnalter reichte von 46 bis 93.

Die Forscher konnten etwa ein Drittel der Schwankungen im Hirnalter erklären, indem sie verschiedene Faktoren aus dem gesamten Lebensverlauf betrachteten.

Menschen mit einer schlechteren kardiovaskulären Gesundheit im Alter von 36 oder 69 Jahren wiesen eine schlechtere Gehirngesundheit auf, ebenso wie diejenigen mit einer erhöhten zerebrovaskulären Erkrankung im MRT (in Bezug auf den Blutfluss und die Blutgefäße im Gehirn). Dies deckt sich mit einer früheren Studie unter der Leitung von Professor Schott, in der festgestellt wurde, dass ein hoher Blutdruck im Alter von 36 Jahren eine schlechtere Hirngesundheit im späteren Leben voraussagt.

In der Studie wurde kein Zusammenhang zwischen der kognitiven Funktion in der Kindheit, dem Bildungsniveau oder dem sozioökonomischen Status und einer vorzeitigen Alterung des Gehirns festgestellt.

Die Forscher fanden auch heraus, dass ein höheres Hirnalter mit einer höheren Konzentration des Neurofilament-Leichtproteins (NfL) im Blut verbunden war. Man geht davon aus, dass eine erhöhte NfL-Konzentration auf eine Schädigung der Nervenzellen zurückzuführen ist und zunehmend als nützlicher Marker für die Neurodegeneration anerkannt wird.

Dr. Sara Imarisio, Leiterin der Forschungsabteilung von Alzheimer's Research UK, sagte: "Die Studie Insight 46 trägt dazu bei, mehr über die komplexe Beziehung zwischen den verschiedenen Faktoren zu erfahren, die die Gesundheit des Gehirns von Menschen im Laufe ihres Lebens beeinflussen. Mit Hilfe des maschinellen Lernens haben die Forscher in dieser Studie weitere Beweise dafür gefunden, dass eine schlechtere Herzgesundheit in der Lebensmitte mit einer stärkeren Schrumpfung des Gehirns im späteren Leben verbunden ist. Wir sind der engagierten Gruppe von Menschen, die ihr ganzes Leben lang zur Forschung beigetragen haben, um diese Arbeit zu ermöglichen, unglaublich dankbar."

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