29.01.2020 - Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA

Forscher führen Coronavirus-Ausbruch in China auf Schlangen zurück

Neu auftretende Virusinfektionen - von der Vogelgrippe über Ebola - bis hin zu Zika-Infektionen - stellen eine große Bedrohung für die globale öffentliche Gesundheit dar, und das Verständnis ihrer Ursprünge kann den Ermittlern helfen, Abwehrstrategien gegen künftige Ausbrüche zu entwickeln. Eine neue Studie liefert wichtige Erkenntnisse über die möglichen Ursachen des jüngsten Ausbruchs der viralen Lungenentzündung in China, der Mitte Dezember begann und sich nun auf Hongkong, Singapur, Thailand und Japan ausbreitet. Die Ergebnisse wurden online im Journal of Medical Virology veröffentlicht.

Die Studie stellt fest, dass Patienten, die sich mit dem Virus infizierten - einem Virustyp, der als Coronavirus bezeichnet wird und von der Weltgesundheitsorganisation als 2019-nCoV bezeichnet wurde -, auf einem Großmarkt, auf dem Meeresfrüchte, Geflügel, Schlangen, Fledermäuse und Nutztiere verkauft wurden, Wildtieren ausgesetzt waren.

Durch eine detaillierte genetische Analyse des Virus und den Vergleich mit verfügbaren genetischen Informationen über verschiedene Viren aus verschiedenen geografischen Gebieten und Wirtsarten kamen die Forscher zu dem Schluss, dass das 2019-nCoV ein Virus zu sein scheint, das aus einer Kombination eines in Fledermäusen gefundenen Coronavirus und eines anderen Coronavirus unbekannter Herkunft gebildet wurde. Das resultierende Virus entwickelte eine Mischung oder "Rekombination" eines Virusproteins, das Rezeptoren auf den Wirtszellen erkennt und an diese bindet. Eine solche Erkennung ist der Schlüssel, um Viren in die Wirtszellen eindringen zu lassen, was zu Infektionen und Krankheiten führen kann.

Schließlich deckte das Team Beweise dafür auf, dass das 2019-nCoV wahrscheinlich in Schlangen lebte, bevor es auf Menschen übertragen wurde. Die Rekombination innerhalb des viralen Rezeptor-Bindungsproteins könnte eine artenübergreifende Übertragung von der Schlange auf den Menschen ermöglicht haben.

"Die Ergebnisse unserer evolutionären Analyse legen zum ersten Mal nahe, dass die Schlange das wahrscheinlichste Wildtierreservoir für den 2019-nCoV ist", schrieben die Autoren. "Neue Informationen, die wir aus unserer evolutionären Analyse gewonnen haben, sind für eine wirksame Kontrolle des Ausbruchs der 2019-nCoV-induzierten Lungenentzündung von großer Bedeutung.

Ein begleitender Leitartikel stellt fest, dass, obwohl die ultimative Kontrolle von neu auftretenden Virusinfektionen die Entdeckung und Entwicklung von wirksamen Impfstoffen und/oder antiviralen Medikamenten erfordert, die derzeit zugelassenen antiviralen Medikamente gegen das 2019-nCoV getestet werden sollten.

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