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Mit künstlicher Intelligenz schneller und zuverlässiger zum radiologischen Befund

Seedfinanzierung für Berliner Start-up

11.04.2019

geralt, pixabay.com, CC0

Durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz schneller und zuverlässiger zum medizinischen Befund (Symbolbild).

Durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz schneller und zuverlässiger zum medizinischen Befund: Die mediaire GmbH entwickelt ein innovatives Verfahren, das dem Radiologen hilft, neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer oder Multiple Sklerose früher und schneller zu erkennen. Der High-Tech Gründerfonds (HTGF) investiert zusammen mit einer privaten Investorengruppe einen hohen sechsstelligen Betrag in das Wachstum dieses Berliner Start-ups.

Die mediaire GmbH ist angetreten, die Patientensicherheit zu erhöhen und den Praxisalltag in der Radiologie zu erleichtern. Aktuell hat ein Radiologe durchschnittlich nur 3 Sekunden Zeit, um jedes Bild einer langen Aufnahmeserie anzusehen und auf dessen Basis seine Diagnose zu erstellen. Dies führt zwangsläufig dazu, dass die Diagnosequalität durch die vorhandene Überforderung des Menschen eher abnimmt, anstatt auf Basis technischer Entwicklung besser zu werden. Prinzipiell könnten Methoden des maschinellen Lernens zu einer signifikanten Verbesserung dieses Zustands führen. Jedoch stehen ihrem weiten Einsatz auch Hürden wie die geringe Anzahl an annotierten Daten, der Black-Box-Charakter beim Deep-Learning und die regulatorischen Anforderungen an ein Medizinprodukt im Weg. Außerdem muss eine unterstützende Software perfekt an den Workflow des Radiologen angepasst sein und die strengen gesetzlichen Anforderungen an einen sicheren Umgang mit sensiblen Patientendaten erfüllen.

Hier setzt die mediaire GmbH an und ermöglicht mit ihrer Softwarelösung vollautomatisiert innerhalb weniger Minuten ein präzises Untersuchungsergebnis und einen Diagnosevorschlag. Damit wird dem Radiologen mit modernster Technologie eine Diagnoseunterstützung ermöglicht, noch während sich der Patient in der Praxis befindet. Für diese automatische Diagnoseunterstützung setzt mediaire Deep-Learning-Methoden für die Erkennung und Berechnung von Biomarkern ein, die speziell darauf ausgelegt sind, mit einer begrenzten Anzahl an annotierten Daten, eine besonders hohe Ergebnisqualität zu erzielen. Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass die Software erstmals vollständig in das IT-System der Radiologie integriert ist und die Patientendaten die Praxis somit niemals verlassen.

Dr. Andreas Lemke, Mitgründer und CEO blickt voller Zuversicht in die Zukunft: „Mit der erfolgreichen Zertifizierung zum Medizinprodukt und der abgeschlossenen Seed-Finanzierung konnten innerhalb eines Jahres einige der wichtigsten Meilensteine erreicht werden. Wenn wir diese Geschwindigkeit beibehalten, können wir es wirklich schaffen die Radiologie nachhaltig zu gestalten.“

Auch Prof. Henrik Michaely, Mitgründer und Nutzer von mediaires Softwareoprodukten, ist zuversichtlich: “Dank mediaires Software md.Brain wird die Gehirnvolumetrie in kürzester Zeit automatisiert durchgeführt und so kann ich die Ergebnisse noch während des Termins mit dem Patienten durchsprechen. Ich freue mich sehr, dass wir dieses Ziel gemeinsam erreichen konnten und blicke voller Vorfreude in das was jetzt noch kommt”

“Uns hat es beeindruckt wie die mediaire mit nur wenigen Mitteln ihr Softwareprodukt “md.Brain” entwickelt hat um Radiologen bei komplexen Fragestellungen bei der Auswertung von Gehirn-MRTs zu unterstützen. Vor allem die intuitive Bedienung der Software gepaart mit der technischen und medizinischen Expertise der mediaire mit einem klaren Marktfokus stellen wertvolle Assets der mediaire dar. Wir sind überzeugt, dass es die mediaire hiermit schaffen wird den Markt der KI unterstützten Diagnostik in der Radiologie zu revolutionieren” erklärt Dr. Juri Bach, Investment Manager beim HTGF.

Sebastian Burian, Vertreter eines privaten Investorenkonsortiums, fügt hinzu: „Wir freuen uns, mit Mediaire zusammenzuarbeiten und die Umsetzung ihrer Vision zur Revolutionierung der Radiologie zu unterstützen. Diese Kapitalerhöhung schafft dem Unternehmen eine solide Kapitalstruktur, um dies zu ermöglichen. Mediaire verfügt nun über die finanzielle Grundlage, um das kürzlich zertifizierte Gehirnvolumetrieprodukt für seine Kunden bereitzustellen und gleichzeitig in neue Forschung und Entwicklung zu investieren. Wir alle freuen uns darauf, die Radiologie für Patienten und Radiologen zukünftig positiv zu gestalten“.

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