25.10.2018 - CureVac AG

CureVac geht mit mRNA-Impfstoff in die klinische Phase

Erste Daten zur intramuskulären Anwendung des neu entwickelten Impfstoffs erwartet

Das biopharmazeutische Unternehmen CureVac AG, Pionier im Bereich mRNA-basierter Impfstoffe und Therapeutika, gibt heute den Beginn einer klinischen Phase-I-Dosis-Eskalationsstudie mit seinem mRNA-basierten Tollwutimpfstoff CV7202 bekannt. Dabei handelt es sich um die erste klinische Anwendung eines mit CureVacs sequenzoptimierter mRNA-Technologie entwickelten Vakzins ohne chemische Basenmodifikation unter Verwendung von Lipidnanopartikeln (LNPs), welches auf eine starke, sichere und langanhaltende Immunantwort abzielt. Diese Studie untersucht die Sicherheit, Reaktogenität sowie die Bildung einer potenziell schützenden Immunantwort gegen das Tollwutvirus.

CV7202 ist ein prophylaktischer mRNA-basierter Impfstoff, der das Glykoprotein des Tollwutvirus‘ RABV G kodiert und mit neu entwickelten LNPs formuliert ist. CureVac optimiert die Eigenschaften der mRNA wie etwa ihre Stabilität und Immunogenität durch die Verwendung verbesserter, natürlich vorkommender Basensequenzen. Hierdurch wird das Immunsystem gezielt stimuliert und eine Immunantwort gegen das auf der mRNA kodierte Antigen ausgelöst. Somit können auf dieser Plattformtechnologie potente prophylaktische Impfstoffe zur Prävention von Infektionskrankheiten, zum Beispiel Tollwut, und auch Immuntherapien zur Krebsbehandlung entwickelt werden. 

„Der Einschluss des ersten Probanden in diese klinische Tollwutstudie ist ein bedeutender Meilenstein für CureVac. Hiermit können wir das Potenzial unserer RNA Technologie bestätigen, auch bei Impfstoff-naiven Menschen, die also bisher noch nie eine entsprechende Tollwutimpfung erhalten haben, eine schützende Immunantwort auszulösen. Dies unterscheidet sich von Impfstoffen, die – wie beispielsweise bei der Influenza-Impfung – eine bereits vorhandene Immunantwort lediglich auffrischen“, erklärt Dan Menichella, CEO von CureVac. „Unser Ziel ist es, das Impfschema der heute zugelassenen Tollwutimpfstoffe, die drei bis fünf zeitversetzte Applikationen erfordern, deutlich zu verbessern, indem wir mit nur ein oder zwei Impfungen einen langanhaltenden Schutz erzielen. Diese Studie ist ein wichtiger Schritt zur Validierung des Potenzials unserer mRNA-basierten Vakzin-Plattform sowie unserer Produkt-Pipeline, die wir bald um weitere Wirkstoffkandidaten für Onkologie und seltene Krankheiten erweitern werden.“ 

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