23.07.2010 - Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

W. Hirsch Institut für Tropenmedizin gegründet

Die Vertragsunterzeichnung am Mittwoch, den 21. Juli, zwischen der Adama University in Äthiopien und Heinrich-Heine-Universität / Universitätsklinikum Düsseldorf besiegelt die Gründung des W. Hirsch Instituts für Tropenmedizin an der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie des Universitätsklinikums Düsseldorf. Standort des Institutes ist der Medizin-Campus der Adama University in der 2.200 m hoch gelegenen Stadt Asela.

Der Institutsbau wird finanziert durch eine Spende des Düsseldorfer Unternehmers Wolfgang Hirsch, dem Gründer und Geschäftsführenden Gesellschafter der Hirsch Gruppe. Mit seinem Engagement möchte er die Internationalisierungsbestrebungen der Düsseldorfer Klinik unterstützen sowie die bilaterale Beziehung zwischen ihr und der äthiopischen Universität stärken. Das Institut soll der Erforschung von Tropenkrankheiten und dem regelmäßigen Wissens- und Forschungstransfer zwischen den beiden Ländern dienen sowie die Adama University beim Ausbau ihrer medizinischen Leistungsfähigkeit tatkräftig unterstützen.

Ferner stellt es einen Standort der tropenmedizinischen Feldforschung dar, die sich insbesondere Doppel- oder Mehrfachinfektionen (HIV, Schistosomiasis - auch als Bilharziose bekannt - , Malaria, Tuberkulose, etc.) widmen möchte. Prof. Dr. Dieter Häussinger, an dessen Klinik das Institut angebunden ist, freut sich über die großzügige Förderung, die die in den letzten Jahren systematisch aufgebaute Infektionsmedizin nun durch diese internationale Komponente verstärkt. Damit gehört die Klinik zu den wenigen Institutionen in Deutschland, die über eine solche Außenstelle in Afrika verfügen.

„Das W. Hirsch Institute for Tropical Medicine ermöglicht den Ärzten meiner Klinik die Spezialisierung in der Tropenmedizin durch beruflichen Einsatz vor Ort. Wir übertragen außerdem diagnostische Methoden und Behandlungsstandards auf die dortigen Gegebenheiten. Dazu werden wir auch in Düsseldorf Fortbildungen für die äthiopischen Ärzte durchführen.“ Wissenschaftliche Schwerpunkte der Zusammenarbeit liegen u.a. in der Transfusionssicherheit, der Endoskopie, molekularbiologischer Diagnostik, Parasitologie, Mikrobiologie, Doppelinfektionen und der Hepatologie. Das Institut wird nach den Vorgaben der Düsseldorfer Klinik errichtet.

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