"Biotech Open Platform" soll in Europa eine Brücke zwischen Laborinnovationen und industrieller Skalierung schlagen
Danone, Michelin und DMC Biotechnologies gründeten Fermentationsinfrastruktur in der Region Auvergne-Rhône-Alpes
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- Zwei Jahre nach ihrer Gründung durch Danone, Michelin, DMC Biotechnologies, Crédit Agricole Centre France, Clermont Auvergne Innovation und Greentech weiht die Biotech Open Platform ihre Plattform für industrielle Biotechnologie ein und begrüßt ihre ersten fortgeschrittenen Fermentationsprojekte.
- Mit Investitionen von mehr als 20 Millionen Euro in der ersten Phase und Fermentationskapazitäten von bis zu 15 m³ widmet sich die Plattform einer zentralen Herausforderung der Biotechnologie: der Überbrückung der Kluft zwischen Laborentwicklung und Produktion im industriellen Maßstab.
- Die Biotech Open Platform steht Start-ups, Industrieunternehmen und F&E-Organisationen offen und unterstützt die Skalierung biotechnologischer Innovationen sowie die Stärkung der industriellen Wettbewerbsfähigkeit Europas.
Eine strategische Brücke vom Labor zur Produktion im industriellen Maßstab
Da die Verfügbarkeit und Nachhaltigkeit bestimmter fossiler Inhaltsstoffe und Ressourcen zunehmend in den Fokus rückt, eröffnen die industrielle Biotechnologie und fortschrittliche Fermentationsverfahren neue Möglichkeiten zur Herstellung von Molekülen, Inhaltsstoffen und Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen.
Die fortschrittliche Fermentation, bei der die Präzisionsfermentation einen der wichtigsten technologischen Ansätze darstellt, nutzt Mikroorganismen wie Hefen, Bakterien, Mikroalgen und Pilze als echte „Mikrofabriken“, die in der Lage sind, für die Industrie relevante Moleküle zu produzieren. Diese Technologien können Proteine, Enzyme, Lebensmittelzutaten, kosmetische Wirkstoffe und biobasierte Materialien für so unterschiedliche Branchen wie Lebensmittel und Getränke, Kosmetik, Landwirtschaft, Chemie und Biomaterialien produzieren.
Die „Biotech Open Platform“ wurde konzipiert, um ein breites Spektrum an Unternehmen zu unterstützen, die vor denselben Herausforderungen bei der industriellen Skalierung stehen – weit über die Gründungsunternehmen hinaus. Diese Offenheit ist eines der Grundprinzipien des Projekts.
Ein einzigartiges Kooperationsmodell zur Stärkung der industriellen Wettbewerbsfähigkeit Europas
Die „Biotech Open Platform“ basiert auf einer festen Überzeugung: Große wissenschaftliche, industrielle und ökologische Herausforderungen erfordern neue Formen der Zusammenarbeit.
Die „Biotech Open Platform“ entstand aus einer gemeinsamen Initiative von Danone, Michelin, DMC Biotechnologies, Crédit Agricole Centre France, Clermont Auvergne Innovation und Greentech, um gemeinsam eine offene Industrieplattform zu schaffen. Mit eigenen spezialisierten Teams und einer eigenen Infrastruktur gewährleistet die „Biotech Open Platform“ strenge Projektvertraulichkeit und den Schutz des geistigen Eigentums. Das Projekt wurde zudem von der Europäischen Union über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), der von der Region Auvergne-Rhône-Alpes verwaltet wird, sowie von Clermont Auvergne Métropole unterstützt.
Vor dem Hintergrund eines zunehmenden internationalen Wettbewerbs zielt die Plattform darauf ab, die europäischen industriellen Kapazitäten zu stärken, die erforderlich sind, um die Entwicklung neuer Wertschöpfungsketten auf der Grundlage nachwachsender Rohstoffe zu fördern und wissenschaftliche Innovationen in konkrete industrielle Lösungen umzusetzen.
Khadidja Romari, Geschäftsführerin der Biotech Open Platform: „Die Biotech Open Platform wurde ins Leben gerufen, um eine ganz konkrete Herausforderung in der Biotechnologie anzugehen: den Übergang von einem vielversprechenden Verfahren im Labormaßstab zu einem robusten Verfahren, das im industriellen Maßstab funktioniert. Die Infrastruktur ist wichtig, aber die Ausrüstung allein reicht nicht aus. Die Skalierung erfordert Erfahrung, technisches Know-how und die Fähigkeit, die Probleme zu lösen, die auftreten, wenn der Prozess von einer Größenordnung in die nächste übergeht. Vertraulichkeit und der Schutz des geistigen Eigentums sind für die Unternehmen, mit denen wir zusammenarbeiten, ebenfalls von entscheidender Bedeutung. Unsere Aufgabe ist es, ihnen dabei zu helfen, schneller und sicherer den Weg zur Industrialisierung zu beschreiten.“
Antoine de Saint-Affrique, Vorstandsvorsitzender von Danone: „Seit mehr als einem Jahrhundert nutzt Danone die Wissenschaft der Fermentation, um möglichst vielen Menschen Gesundheit durch Ernährung zu ermöglichen. Mit der ‚Biotech Open Platform‘ stärken wir ein entscheidendes Bindeglied im europäischen Biotechnologie-Ökosystem, indem wir die industrielle Skalierung von Laborinnovationen beschleunigen. Die ‚Biotech Open Platform‘ verdeutlicht den Wert gemeinsamer Infrastruktur und langfristiger Partnerschaften für die Stärkung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit.“
Florent Menegaux, Vorstandsvorsitzender der Michelin-Gruppe:„Mit der Einweihung der ‚Biotech Open Platform‘ setzen wir eine feste Überzeugung in industrielle Realität um: Die Biotechnologie wird eine wichtige Rolle bei der nachhaltigen Transformation vieler Branchen spielen. Indem wir Unternehmen eine offene Infrastruktur und führendes Fachwissen zur Verfügung stellen, wollen wir den Übergang von der Forschung zur Industrie beschleunigen. Für Michelin ist dies eine Gelegenheit, neue Wege zu erkunden, um bestimmte Moleküle, die derzeit aus petrochemischen Stoffen gewonnen werden, durch nachhaltigere, biobasierte Alternativen zu ersetzen. Im weiteren Sinne soll diese Plattform zu einem Katalysator für Innovationen zur Stärkung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit werden.“
Jim Flatt, Vorstandsvorsitzender von DMC Biotechnologies: „Eines der größten Hindernisse für die Entwicklung der industriellen Biotechnologie ist der Zugang zu Kapazitäten, mit denen nachgewiesen werden kann, dass eine Innovation zuverlässig und wettbewerbsfähig in größerem Maßstab produziert werden kann. Die ‚Biotech Open Platform‘ bietet eine konkrete Antwort auf diese Herausforderung, indem sie Unternehmen Zugang zu der Infrastruktur und dem Fachwissen verschafft, die erforderlich sind, um die Industrialisierung biologiebasierter Innovationen zu beschleunigen.“
Frédéric Baraut, Vorstandsvorsitzender von Crédit Agricole Centre France: „Die Biotech Open Platform verdeutlicht in vollem Umfang die Fähigkeit einer Region, Industrieunternehmen, Unternehmer, Forscher und Investoren im Rahmen eines zukunftsweisenden Projekts zusammenzubringen. Durch die Unterstützung dieser Initiative von Anfang an wollte Crédit Agricole Centre France zur Schaffung eines tragenden Pfeilers für Innovation, Beschäftigung und die wirtschaftliche Attraktivität unserer Region beitragen und gleichzeitig die Entwicklung eines strategischen Sektors für Europa fördern.“
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