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Forschungsbau für Gehirn-Maschine-Schnittstellen

36,77 Millionen Euro für das neue „Freiburg Institute for Machine-Brain Interfacing Technology“ der Albert-Ludwigs-Universität

29.04.2015

Der Wissenschaftsrat hat empfohlen, den als herausragend bewerteten Antrag der Albert-Ludwigs Universität für das „Freiburg Institute for Machine-Brain Interfacing Technology“ (IMBIT) mit einem Neubau zu fördern. Das Land Baden-Württemberg und die Universität Freiburg stellen dafür gemeinsam mit dem Bund 36,77 Millionen Euro aus dem Programm „Forschungsbauten an Hochschulen“ bereit. Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) wird am 19. Juni 2015 abschließend über den Förderantrag entscheiden. „Freiburg ist der ideale Standort für dieses Zentrum“, sagt Rektor Prof. Dr. Hans-Jochen Schiewer. „Die Universität beheimatet Arbeitsgruppen, die exzellente Forschung in allen für das IMBIT wichtigen Disziplinen leisten: in der Mikrosystemtechnik, Robotik, Neurobiologie und der Medizin. Außerdem gibt es erfolgreiche Kooperationen in der Neurotechnologie, insbesondere in unserem Exzellenzcluster BrainLinks-BrainTools. Mit dem IMBIT wird die Universität der neurotechnologischen Forschung weltweit entscheidende Impulse geben und ihre internationale Vorreiterrolle auf diesem Gebiet ausbauen.“

Prof. Dr. Wolfram Burgard, Sprecher des Exzellenzclusters BrainLinks-BrainTools, hat den Antrag der Universität Freiburg gemeinsam mit einem fächerübergreifenden Forschungsteam koordiniert. „Unser Ziel ist, aus der Grundlagenforschung heraus praxistaugliche Anwendungen für Menschen mit Amputationen, Lähmungen oder Parkinsonerkrankungen zu entwickeln und Betroffenen wieder ein Stück Mobilität und Sicherheit zurückzugeben“, sagt der Informatiker.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wollen im IMBIT künftig Innovationen in der Neurotechnologie vorantreiben, die Patientinnen und Patienten mit bisher nur unzureichend behandelbaren Gehirnerkrankungen oder Lähmungen im Alltag helfen können. Die Forscherinnen und Forscher entwickeln technische Systeme, die durch Neuroimplantate langfristig sichere Schnittstellen mit dem Gehirn schaffen. Über diese können die Patienten mithilfe robotischer Assistenzsysteme komplexe Aufgaben lösen. So könnten sie beispielsweise einen mobilen Roboter anweisen, ihnen eine Getränkeflasche zu bringen. Ein neurotechnologisches Zentrum für eine solche Forschung, das über die benötigten Großgeräte und die technische Infrastruktur verfügt, gibt es bisher in Deutschland nicht.

Um die Ziele des IMBIT erreichen zu können, ist ein Forschungsgebäude mit hochspezialisierter Infrastruktur notwendig. Es soll auf dem Campus der Technischen Fakultät entstehen, eine Nutzfläche von mehr als 3.000 Quadratmetern haben und Raum für 17 Arbeitsgruppen mit insgesamt etwa 115 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bieten. Die Baukosten betragen voraussichtlich 30,8 Millionen Euro. Hinzu kommen 3,6 Millionen Euro für die Erstausstattung sowie 3,1 Millionen Euro für Großgeräte.

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