Sonderprogramm zur Förderung der Systembiologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Mit Hilfe der Informatik das komplexe Zusammenspiel von Biomolekülen darstellen

04.08.2006

Wie das Bundesministerium für Bildung und Forschung mitgeteilt hat, erhält die Universität Freiburg aus einem Sonderprogramm 12,5 Millionen Euro für ein neues 5-jähriges Forschungsprogramm zur Systembiologie. Im Rahmen der Ausschreibung ist die Universität mit ihrer "Freiburger Initiative für Systembiologie" im Wettbewerb mit 17 weiteren Zentren aus ganz Deutschland erfolgreich gewesen. Insgesamt standen 45 Millionen Euro zur Verfügung, aus denen vier Zentren ab dem Jahr 2007 gefördert werden, zwei an Universitäten (Freiburg und Heidelberg, und zwei an Max-Planck-Instituten. Freiburg und Heidelberg etablieren sich damit als deutsche universitäre Zentren dieser neuen Forschungsrichtung.

Wesentlich für den Erfolg der Universität war, dass in Freiburg bereits anerkannt gute Programme auf dem Gebiet der Systembiologie etabliert sind. Zu nennen sind das "Hepatosys" Forschungsprogramm zur Erforschung der Leberzelle unter der Leitung von Prof. Jens Timmer, aber auch die Entscheidung von Bund und Land, in ein neues Freiburger Zentrum für Systembiologie (ZBSA) zu investieren.

Das erfolgreiche Forschungsprogramm an der Universität Freiburg besteht aus einem fachübergreifenden Zusammenschluss von Wissenschaftlern aus fünf Freiburger Fakultäten. So beteiligen sich daran nicht nur Biologen und Mediziner, sondern Professoren der Physik und Mathematik, Informatik und Angewandten Wissenschaft, sowie aus dem Bereich Forst- und Umweltwissenschaften. Der erfolgreiche Antrag wurde unter der technischen Verantwortung von Prof. Wolfgang Hess, Institut für Biologie II, Experimentelle Bioinformatik, eingereicht.

Mit dem Programm werden zum ersten Mal in Deutschland Arbeiten zur Systembiologie gezielt strukturell unterstützt. Das bedeutet, dass nicht nur die Forschung selbst finanziert, sondern auch die Ausbildung der Fachleute gefördert wird. Dazu gehört der Ausbau der Studienprogramme bis hin zur Einrichtung einer spezialisierten Studienrichtung Systembiologie. Eine wichtige Rolle spielen darüber hinaus mehrere neue Juniorprofessoren auf diesem dynamischen Gebiet, um die neu entstehende Forschungsdisziplin zu stärken.

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