Durchbruch für Neue Genomische Techniken in Europa
EU gibt grünes Licht für moderne Züchtungsmethoden
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Nach Jahren der Debatte kommt Bewegung in die Entwicklung neuer Pflanzensorten. Mit seiner Zustimmung ebnet das EU-Parlament den Weg für Neue Genomische Techniken (NGT) in der Pflanzenzüchtung. Damit können sie beispielsweise besser an den Klimawandel angepasst werden. Die deutsche Industrievereinigung Biotechnologie (DIB) begrüßt das Votum als starkes Signal für Innovation, Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit.
DIB-Geschäftsführer Ricardo Gent kommentiert: „Das ist ein guter Tag für Forschung, Züchtung und Landwirtschaft in Europa. Neue Genomische Techniken sind kein Selbstzweck. Sie können dazu beitragen, Pflanzen schneller und gezielter an Trockenheit, Hitze, Schädlinge und Krankheiten anzupassen. Genau diese Lösungen werden gebraucht, wenn Landwirtschaft auch unter schwierigeren Bedingungen verlässlich produzieren soll.“
Mit dem Votum des EU-Parlaments erhalten Forschungseinrichtungen, Züchtungsunternehmen und Investoren mehr Planungssicherheit. Entscheidend ist nun, dass die neuen Regeln praxistauglich umgesetzt werden. Der Rechtsrahmen muss Sicherheit gewährleisten, Transparenz schaffen und Innovation ermöglichen, ohne neue bürokratische Hürden aufzubauen.
„Europa hat lange über Neue Genomische Techniken gestritten. Jetzt sollte Europa sie verantwortungsvoll nutzen“, so Gent. „Der Beschluss gibt Anlass zu Zuversicht: Wissenschaftliche Forschungsergebnisse und Züchtungsfortschritte können schneller in der landwirtschaftlichen Praxis angewandt werden.“
Hintergrund
Neue Genomische Techniken sind moderne Methoden der Pflanzenzüchtung. Sie gehören zu den präzisen Werkzeugen der modernen Biotechnologie und ermöglichen gezielte Veränderungen einer Pflanze. In der Pflanzenzüchtung können sie helfen, Eigenschaften schneller zu entwickeln, die Pflanzen etwa widerstandsfähiger gegen Trockenheit, Hitze, Schädlinge oder Krankheiten machen.