10.11.2022 - neotiv GmbH

Start-up neotiv kann internationale Produkteinführung im Kampf gegen Alzheimer beschleunigen

Zehn Millionen Euro in Pre-Series A Finanzierungsrunde

Das Digital Health-Unternehmen neotiv, spezialisiert in der Entwicklung digitaler Biomarker für die Alzheimer-Früherkennung, hat seine Pre-Series A Finanzierungsrunde erfolgreich auf zehn Millionen Euro erweitert. Mit diesen zusätzlichen Mitteln kann das in Magdeburg ansässige Unternehmen jetzt eine flächendeckende Versorgung mit der neotivCare®-App vorantreiben, die Internationalisierung beschleunigen und so den Kampf gegen Alzheimer fortsetzen.

Die Finanzierung von zehn Millionen Euro wird von den Investoren Capricorn Partners, High-Tech Gründerfonds und bmp mit den IBG Fonds angeführt. Zusätzlich beteiligen sich Convergence Partners, RSJ Investments sowie die Sana Future GmbH und Vega Ventures. Damit treiben starke Partner die Expansion des 2017 gegründeten Unternehmens voran, dessen Fokus die neotivCare®-App ist. Mittels digitaler Gedächtnistests unterstützt die neotivCare®-App Menschen mit selbst wahrgenommenen Gedächtnisproblemen, deren Angehörige und Ärzt:innen bei der Diagnose von leichten kognitiven Beeinträchtigungen (MCI). 

Dr. Chris Rehse, CEO und Mitgründer von neotiv: „neotiv hat sich zum Ziel gesetzt, einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung von Alzheimer zu leisten. Diese Finanzierungsrunde zeigt die Unterstützung namhafter internationaler Investoren für unseren erfolgreichen Forschungsansatz und Wissenschaftstransfer. Dieser kommt vor allem den Patient:innen zugute. Durch die zur Verfügung gestellten Mittel ist neotiv in den kommenden Jahren in der Lage, zielgerichtet Plattformlösungen im Bereich der ,Patient Journey‘ weiterzuentwickeln und als Unternehmen zu wachsen.“

Gedächtnisprobleme frühzeitig erkennen – Alzheimer besiegen

neotivCare® ist ein CE-gekennzeichnetes Medizinprodukt der Risikoklasse I und erfüllt zudem die hohen Datenschutzanforderungen für digitale Gesundheitsanwendungen. Grundlage für die digitalen Gedächtnistests von neotiv sind Forschungsergebnisse aus wissenschaftlichen Kollaborationen in Deutschland und internationalen Studien.

Weltweit wird die Zahl der Demenzerkrankten mit Alzheimer auf 32 Millionen geschätzt. Weitere 69 Millionen befinden sich in der prodromalen Phase der Erkrankung, die aufgrund erster episodischer Erinnerungsstörungen auf eine leichte kognitive Beeinträchtigung (MCI) hinweist.[1]

Dr. David Berron, Chief Science Officer und Mitgründer von neotiv: „Eine leichte kognitive Beeinträchtigung (MCI) ist ein wichtiges klinisches Fenster für frühe Prävention und Intervention in der Alzheimer-Erkrankung. Die für eine MCI typischen Gedächtnisdefizite in der Routineversorgung zu diagnostizieren, stellt allerdings eine große Herausforderung dar, weil die verfügbaren Screeningverfahren diese nicht erfassen können. Genau hier setzt neotiv an.“

Beitrag zur Regelversorgung der Zukunft

In enger Zusammenarbeit mit Ärzt:innen, Gesundheitsversicherern und strategischen Pharma-Partnern hat neotiv die „Patient Journey“ für Menschen mit selbst wahrgenommenen Gedächtnisproblemen revolutioniert und in regionalen sowie deutschlandweiten Versorgungsprogrammen umgesetzt. Die digitalen kognitiven Tests kamen inzwischen bei 5.250 Fällen in Versorgungsprogrammen, Bürgerforschung und klinischen Studien zum Einsatz.

Antoine D’Hollander, Investment Manager, Capricorn Partners: „neotiv passt perfekt in die Strategie des Capricorn Digital Growth Fund, der in datengesteuerte Unternehmen investiert, die einen Mehrwert für Patienten schaffen und das Gesundheitswesen effizienter gestalten. Wir investieren, da MCI eine große gesellschaftliche Herausforderung darstellt, die ein solides Diagnoseinstrument erfordert. neotiv hat bewiesen, dass es eine wissenschaftlich validierte und einfach anwendbare Lösung für diesen Markt bietet. Gemeinsam mit den anderen Investoren streben wir an, das Geschäft von neotiv innerhalb und außerhalb Deutschlands weiter auszubauen.“

Gestiegene Chancen auf die Zulassung von Medikamenten mit krankheitsmodifizierendem Ansatz

Auch wenn Alzheimer momentan nicht heilbar ist, arbeiten Forscher:innen weltweit mit Hochdruck an neuen Therapien, vor allem an Medikamenten mit krankheitsmodifizierendem Ansatz.[2] Diese Medikamente setzen an den für die Alzheimer-Krankheit charakteristischen Eiweiß-Ablagerungen im Gehirn an, die mit der Zerstörung der Nervenzellen in Verbindung gebracht werden. Auf die vor Kurzem veröffentlichten positiven Ergebnisse der Phase-3-Studie zu Lecanemab werden wahrscheinlich weitere folgen, und damit ist die Chance auf die Zulassung eines Medikaments in den USA und Europa weiter gestiegen.

Prof. Dr. med. Emrah Düzel, Chief Medical Officer und Mitgründer von neotiv: „Die technologische Grundlage, die wir mit neotivCare® geschaffen haben, erlaubt allen Ärzt:innen, vor dem Hintergrund steigender Fallzahlen, Verdachtsfälle von MCI zuverlässig und niederschwellig zu untersuchen. So verbessern wir schon heute die Versorgung von Patienten mit Gedächtnisproblemen und sind in der einzigartigen Position, Medikamente mit krankheitsmodifizierendem Ansatz den Patient:innen zügig und regional inklusiv zuzuführen.“

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