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Deutscher Gründerpreis für Antisense Pharma
Nach dem Bayerischen Innovationspreis hat die Antisense Pharma GmbH für ihre revolutionäre Krebstherapie - in der Kategorie Visionär - den Deutschen Gründerpreis verliehen bekommen
24.06.2004: MZ 23.06.04 - Mit dem Deutschen Gründerpreis ehrt StartUp, die bundesweit größte Initiative,
einmal jährlich Unternehmen in den unterschiedlichsten Phasen ihres erfolgreichen Bestehens -
vom Konzept bis zum Lebenswerk. StartUp-Partner sind die Sparkassen, McKinsey & Company,
das ZDF sowie die Zeitschrift "stern". In diesem Jahr waren insgesamt neun Unternehmen
nominiert. Sie haben ihre Geschäftsideen präsentiert und sich den kritischen Fragen einer
hochkarätig besetzten Jury gestellt - darunter Professor Dr. Jürgen Kluge, Deutschland-Chef von
McKinsey und Bernd Kundrun, Vorstandschef von Gruner & Jahr. Dabei konnte Antisense Pharma
die Jury in der Kategorie Visionär am meisten überzeugen. Hier wurde die beste Firma mit
unternehmerischen Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen gesucht.
Die Firma Antisense Pharma wurde 1998 in Göttingen von den Brüdern und Geschäftsführern Dr.
Reimar und Dr. Karl-Hermann Schlingensiepen gegründet. Ende 1999 siedelte sie sich mit sechs
Mitarbeitern als erstes Unternehmen im BioPark Regensburg an. Im Oktober 2000 wurde der erste
Wirkstoff (AP 12009) in die klinische Prüfung überführt. Hinter dem Kürzel verbirgt sich ein
Wirkstoff, der die Krebstherapie revolutionieren könnte. Wo bisherige Standardtherapien, wie
Bestrahlung oder Chemos, nicht oder schlecht greifen - im konkreten Fall bei der bösartigen Form
des Gehirntumors, dem sog. "Glioblastom" - sind neuartige Behandlungsansätze dringend gefragt.
Antisense hat mit AP 12009 bereits in der klinischen Prüfung vielversprechende Erfolge erzielt und
wurde für ihr "innovatives Therapiekonzept" zuletzt mit dem Bayerischen Innovationspreis 2004
ausgezeichnet.
Das Prinzip der Antisense-Therapie beruht auf der Blockierung von Genen, die Krebs auslösen
oder das Tumorwachstum begünstigen. "Antisense" steht für das molekulare Spiegelbild zur
genetischen Information. Die hochspezifischen Antisense-Medikamente sollen nach dem Schlüssel-
Schloss-Prinzip die Bildung von für den Tumor essentiellen Faktoren auf molekularer Ebene
blockieren. Heute werden bereits internationale Studien mit dem neuen Medikament durchgeführt.
Nicht zuletzt aufgrund des breiten Portfolios an Patentanmeldungen und Patenten sowie einer
einzigartigen Plattformtechnologie hat Antisense Pharma einen Technologievorsprung und eine
markstrategische Alleinstellung. Antisense Pharma hat heute rund 30 Beschäftigte und ist das
größte Unternehmen im BioPark Regensburg.
Dr. Thomas Diefenthal, Geschäftsführer der BioPark Regensburg sieht in der
Auszeichnung einen wichtigen Meilenstein für Antisense Pharma. In der Regensburger Biotech-
Szene wird das Unternehmen bereits als Börsenkandidat gehandelt und könnte nach erfolgreichem
Abschluss der letzten klinischen Studie den Traum eines jeden Gründers, den Eintritt in den
Pharmamarkt bald Realität werden lassen.
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