25.06.2019 - Evotec SE

Evotec startet neue BRIDGE-Partnerschaft

LAB10x soll Unternehmensausgründungen aus Oxford zum Durchbruch verhelfen

Evotec SE gab bekannt, dass das Unternehmen eine neue strategische Partnerschaft eingegangen ist. Gemeinsam mit dem britischen auf klinische AI-Technologie fokussierten Unternehmen Sensyne Health plc, der University of Oxford, Oxford University Innovation Ltd („OUI“, dem Wissenschafts-Vermarktungsunternehmen der Universität), und Oxford Sciences Innovation („OSI“, dem größten auf geistiges Eigentum spezialisierten Investmentunternehmen der Welt, das an einer Universität angesiedelt ist) wird Evotec eine neue BRIDGE mit dem Namen LAB10x finanzieren.

Ziel dieser BRIDGE ist es, die Forschung in den Bereichen klinische AI und Digital Health in Oxford zügig in Unternehmensausgründungen zu übersetzen, die bahnbrechende digitale Lösungen, klinische AI-Algorithmen und schnellere datengetriebene Wirkstoffforschung und -entwicklung anwenden.

Im Rahmen der Vereinbarung werden über OUI Digital Health-Projekte ausschließlich von Wissenschaftlern der Oxford University angenommen und von einem Experten von Sensyne unterstützt. Die innerhalb der LAB10x-BRIDGE entwickelten Technologien werden eingesetzt, um anonymisierte Patientendaten zu generieren und auszuwerten, um daraus digitale Lösungen zur verbesserten Patientenversorgung zu generieren und die medizinische und pharmazeutische Forschung und Entwicklung zu beschleunigen.

Die Partnerschaft kombiniert Sensynes Stärken in den Bereichen klinische AI und Digital Health mit Evotecs führender Expertise in der Wirkstoffforschung und  entwicklung, um den erstklassigen wissenschaftlichen Ansätzen aus Oxford zum Durchbruch zu verhelfen. Die University of Oxford wird in einem weltweiten Ranking auf Platz 1 in den Bereichen medizinische Wissenschaft, Ingenieurswissenschaft und Informatik geführt, den drei Disziplinen mit dem größten inhaltlichen Bezug zu LAB10x.

LAB10x wird von einem Fonds finanziert, der für zunächst drei Jahre mit etwa 5 Mio. £ (etwa 5,6 Mio. €) ausgestattet ist.

Evotec lässt ihre Erfahrung in der Wirkstoffforschung und  entwicklung in die Partnerschaft einfließen, während Sensyne ihre Expertise in den Bereichen klinische AI und Digital Health exklusiv zur Verfügung stellen wird. Sensyne wird darüber hinaus ihre regulierte Softwareentwicklungs- und Datenanalyseumgebung im Rahmen des Qualitätsmanagementsystems einsetzen, um Projekte auszuwählen und bis zum kommerziellen Konzeptnachweis zu entwickeln.

Evotec und Sensyne partizipieren gemeinsam mit der Oxford University und ihren Forschern im Erfolgsfall über Beteiligungen an Unternehmen, die aus LAB10x ausgegründet werden. Zusammen mit OSI werden sie zudem die Möglichkeit haben, sich an Start-Finanzierungsrunden zu beteiligen. Wo Unternehmensgründung nicht der gewählte kommerzielle Weg ist, hat Sensyne zudem das Recht, Lizenzen an dem geistigen Eigentum zu erwerben, das innerhalb der ausgewählten Projekte entwickelt wird. Sensyne und Evotec sind derzeit in Gesprächen über eine mögliche Ausweitung ihrer Zusammenarbeit.

Dr. Werner Lanthaler, Chief Executive Officer von Evotec, sagte: „Die Medizin der Zukunft wird sich radikal verändern – auch durch die Weiterentwicklung disruptiver Technologien zur Wirkstoffforschung wie künstlicher Intelligenz und Megatrends im Gesundheitssektor wie Digital Health. Evotec und unsere Partner werden weiter in diese Bereiche investieren und wir freuen uns, LAB10x gemeinsam mit Sensyne, OSI, OUI, und der University of Oxford auf den Weg zu bringen. Diese Zusammenarbeit unterstreicht das Potenzial von öffentlich-privaten Partnerschaften in der Wirkstoffforschung, um effektiv und effizient die nächste Generation von Medikamenten zu entwickeln.“

Lord (Paul) Drayson, CEO von Sensyne Health, sagte: „LAB10x wird Sensynes Erfahrung in Digital Health und klinischer AI, unser reguliertes Entwicklungsumfeld sowie unsere einzigartige Partnerschaft mit der Oxford University und NHS Trusts wirksam einsetzen, um wissenschaftliche Ansätze so schnell und so effizient wie möglich bis hin zur Anwendung weiterzuentwickeln, damit sie schließlich den Patienten zugutekommen und einen signifikanten Mehrwert generieren.“

Dr. Matt Perkins, CEO von Oxford University Innovation, sagte: „Ausgehend von LAB282, dem ersten Modell einer solchen öffentlich-privaten Wirkstoffforschungs-Partnerschaft, das sich mittlerweile in der ganzen Welt durchsetzt, zielt LAB10x darauf ab, den wachsenden Schatz an wissenschaftlicher Forschung in datengetriebener Gesundheitsinnovation in Oxford mit Erfahrungen, Ressourcen und einer Entwicklungsumgebung für Digital Health-Innovationen auf industriellem Standard zu kombinieren. Die heute bekanntgegebene BRIDGE LAB10x hat das Potenzial, die globale Wirkung der Forschung und Erfahrung in Oxford zu maximieren, und zu besserem Gesundheitstechnologien, Erkenntnissen über Krankheiten, Behandlungsoptionen und Heilungsaussichten zu führen.“

Professor Gavin Screaton, Head of Medical Sciences Division, University of Oxford, sagte: „Digital Health-Ansätze und datengetriebene Erkenntnisse benötigen häufig ein interdisziplinäres Herangehen, das Wissenschaftler mit Klinikern, medizinischen Forschern, Ingenieuren und Informatikern zusammenbringt. Mit weltweit führenden Vertretern dieser Disziplinen ist es wenig verwunderlich, dass die Oxford University einen breiten Schatz an aufregenden Innovationen in diesem Bereich vorzuweisen hat. Es ist von zentraler Bedeutung, dass diese Innovationen von hochqualitativer translationaler Unterstützung begleitet werden, um die potenziellen Vorteile für die Gesellschaft zu maximieren. LAB10x hat in diesem Zusammenhang ein großes Potenzial, die Wirkung der medizinischen Forschung und Innovation in Oxford zu maximieren.“

Der Name „LAB10x“ wurde von den Partnern gewählt, um zu verdeutlichen, dass datengetriebene Gesundheitsversorgung vom Konzept zur Innovation durch die gemeinsame Erfahrung der LAB10x-Partner und die Anwendung einer agilen Entwicklungsmethodologie in einem regulatorischen Umfeld um das Zehnfache beschleunigt werden kann.

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